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Gleichberechtigung an Universitäten: Dozentin fordert, von Studierenden mit ihrem Doktortitel angesprochen zu werden

Eine US-amerikanische Dozentin war es leid, von Studierenden immer mit ihrem Vornamen angesprochen zu werden. Mit einem Gedicht macht sie in der Universität und auf Twitter darauf aufmerksam, wie wichtig ihr der Doktortitel als Forscherin ist.

Von Linda Göttner

Shannon McGregor in gelber Bluse vor Präsentationsplakat

Die Dozentin Shannon McGregor war es leid, von Studierenden immer beim Vornamen ausgesprochen zu werden

Wenn man die Flure in der Universität entlang läuft, sieht man öfter mal Aushänge oder Fotos an den Türen der Lehrenden – einige Wissenschaftler hängen ihre Forschungsergebnisse aus, andere witzige Statements. Auch Shannon McGregor, Dozentin für Kommunikationswissenschaft an der University von Utah, klebte einen Zettel an ihre Bürotür – mit einer wichtigen Botschaft. In Form eines Gedichts wollte McGregor mitteilen: Würdigt endlich meinen Doktortitel!

Ein Gedicht verleiht McGregors Ungerechtigkeitsgefühl Ausdruck

Das Gedicht von Susan Harlan, einer Doktorin für Englische Literatur, muss ihr aus der Seele gesprochen haben, denn hierin schreibt Harlan von ihren Erfahrungen als Frau an der Universität: "Nein, du kannst mich nicht bei meinem Vornamen nennen, und ja, ich weiß, dass ein männlicher Professor dir gesagt hat, dass Titel dumm sind". Denn gewisse Männer würden sich nur zu gern von ihrer Autorität trennen, die mit ihrem akademischen Titel einhergeht.

Damit haben Harlan und McGregor aber ein gehöriges Problem. Denn während ihre männlichen Kollegen aus Gründen der Beliebtheit mit Vornamen angesprochen werden möchten, bestehen die beiden auf Nennung ihrer Titel, die sie sich – auch insbesondere als Frau – hart erarbeitet haben. 

McGregor macht auf ein Problem aufmerksam

Auf Twitter macht McGregor ihrem Ärger darüber Luft. Ihr Studierenden hätten sie ständig mit "Shannon", sogar "Sharon" oder "Mrs. McGregor" angesprochen. Für sie geht durch diese Ansprache der nötige Respekt verloren, den der Doktortitel innehat. Sie fühle sich zu Unrecht zum Außenseiter degradiert, nur weil sie im Gegensatz zu männlichen Kollegen einfordert, mit ihrem Titel genannt zu werden. Dementsprechend würden nicht nur die Studierenden, sondern auch die Dozenten zu den Verursachern der Ungerechtigkeit. In einem Appell fordert sie daher die Solidarität der Männer mit den weiblichen Akademikerinnen: Die Kollegen beider Geschlechter sollten sich untereinander vor Studierenden mit ihren Titeln ansprechen, um Vorbilder zu sein. 

Auf Twitter hat der Post vor allem unter Lehrenden eine Diskussion darüber ausgelöst, ob die Forderung einfach nur kleinlich ist oder berechtigterweise auf die Kluft zwischen den Geschlechtern hinweist. Einige Dozentinnen berichten von ähnlichen Erfahrungen in ihrem universitären Umfeld und erzählen davon, dass sie zu Anfang des Semesters klar stellen müssen, mit ihrem Titel angesprochen werden zu wollen, um überhaupt den nötigen Respekt zu erhalten. Andere würden sogar eine männliche E-Mail-Signatur verwenden, weil sie so schneller Rückmeldung erhielten. Doch es gibt auch negative Stimmen: Einige Nutzer finden, die Ansprache habe rein gar nichts mit den Geschlechterrollen der Akademiker zu tun und sei bloß situativ. 

Ungleichheit von Männern und Frauen an Universitäten

Damit spricht McGregor ein Problem an, dass nicht nur in Amerika noch prägend für weibliche Wissenschaftlerinnen sein dürfte. Männliche Professoren und Dozenten haben lange Zeit die universitäre Forschung dominiert, besetzten höhere Positionen und wurden besser bezahlt – und das ist auch jetzt oft noch der Fall. Die Dozentin zeigt damit auf, welche Bedeutung der Doktortitel und die Habilitation für weibliche Wissenschaftlerinnen auch heute noch hat. Und auch die Diskussion macht deutlich, dass scheinbar Gesprächsbedarf zu der Gleichberechtigung von Männern und Frauen an Universitäten besteht.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(