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F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Beim Bachelor, im Dschungel und auf der Kö - überall Theater!

Wenn es draußen ungemütlich ist, bleibt man besser drinnen und schaut zu: zum Beispiel den mehr oder weniger bekannten Laiendarstellern in diversen aktuellen Fernsehformaten. Frank Behrendt ist bekennender Trash-TV-Fan, geht aber auch gern ins echte Theater.

Dschungelcamp

Insektenalarm im Dschungelcamp

Seit einer Woche bin ich wieder öfter im australischen Busch. Meine Frau und ich sind "Ich bin ein Star, holt mich hier raus"-Konsumenten der ersten Stunde und schlugen uns schon im Januar 2004 - als die erste Staffel der Show bei RTL lief - gemeinsam die Nächte um die Ohren. Egal, wer im Laufe der Jahre Kakerlaken und Krokodile erschreckte, ob es am Lagerfeuer zickig oder einschläfernd zuging, wir blieben dem Format bis heute treu. Und wenn der Schlachtruf "Dr. Booooooob" ertönt, müssen wir beide immer noch grinsen.

Einige Bekannte ziehen die Stirn in Falten wenn sie hören, dass meine Gattin und ich uns auch die ebenfalls jetzt wieder laufende neue Staffel der Kuppel-Show "Der Bachelor" reinziehen. Uns ist das egal. Für uns sind diese Formate lässig-trashiges Feierabend-Chill-Out und wir kleben nicht an den Lippen der Protagonisten, sondern arbeiten nebenher oder lachen über besonders originelle Tweets zur Sendung. "Low-Attention-Entertainment" nennen wir diese Form von Unterhaltung.

Brot und Spiele

Am Ende glaubt ohnehin kein Mensch, dass es dem schnöseligen Immobilienfritzen und den dauerbeschwipsten Beautys in der Villa um die große Liebe geht. Und dass die abgetakelten "Promis" nicht aufgrund einer wertvollen persönlichen Grenzerfahrung im Busch sind, sondern schlicht und einfach der Kohle wegen, ist auch klar. Aber schon der römische Dichter Juvenal brachte es mit "panem et circenses" griffig auf den Punkt, was das Volk am Ende als zentrale Kern-Elemente begehrt.

Daran hat sich auch im digitalen Zeitalter im Grunde wenig geändert. Theater on screen ist nett, echtes auf einer realen Bühne finde ich aber ehrlich gesagt noch besser. Daher verbringen wir den Geburtstagsabend meiner Frau diesmal im Theater an der Kö in Düsseldorf. Dort gibt es das Stück "Das Lächeln der Frauen" nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Nicolas Barreau mit Ralf Bauer in der Hauptrolle.

Da am gleichen Tag auch noch die neue Staffel unserer Lieblings-Comedy-Serie "Pastewka" auf Amazon Prime anläuft, wird das eine lange Entertainment-Nacht. Dank der digitalen Möglichkeiten können wir aber nach dem Live-Theater im Anschluss zu unserer Wunsch-Startzeit entspannt über Bastian, Hagen und Frau Bruck ablachen. Zu später Stunde gönnen wir uns dann bei TVNOW noch ein paar Kakerlaken, garniert mit deutschen D-Promis, ehe der finale Vorhang für eine geruhsame Nacht fällt. 

"Bachelor" 8. Staffel: Diese Frauen wollen das Herz des Bachelors erobern
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.