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F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Wie meine Kinder mich beim Shopping überzeugten, die Elefanten zu retten

Kinder sehen oft Dinge, über die wir Erwachsenen leicht hinwegsehen. Beim Einrahmen eines Kunstwerkes entdeckte der Nachwuchs von Frank Behrendt kleine bemalte Elefanten. Es stellte sich heraus, dass die Rüsseltiere nicht nur Deko-Artikel sind, sondern auch die Welt ein bisschen besser machen. 

Die wunderbare Audrey Hepburn aus "Frühstück bei Tiffany" hängt jetzt frisch gerahmt bei uns im Eingangsbereich. Als limitierte Serigraphie, geschaffen vom Kölner Künstler Marcel Terrani. Bei der Abholung waren meine beiden Josh und Holly dabei. Für Rahmen interessierten sie sich weniger, sie wuselten in dem Shop umher und irgendwann hörte ich ihre aufgeregten Rufe.

Sie standen vor einem Bord, auf dem viele kleine bunte Elefanten eine imposante Herde bildeten. Die beiden hatten die Idee, ihrer Mama eines der niedlichen Tierchen zum Geburtstag zu schenken. Der Preis war üppig, aber mein lesekundiger Junior erklärte mir, dass man mit dem Kauf schließlich auch etwas Gutes tun würde. Er hatte Recht: Die bemalten Dickhäuter waren Teil des Projektes "Elephant Parade".

Damit sich Mama und Mosha freuen

Künstler und Promis verzierten die Rohlinge, die dann in Serien verkauft werden. Ein Teil des Erlöses dient der Rettung der asiatischen Elefanten. Die Idee hatten Marc Spits und sein Sohn Mike vor zehn Jahren. Bei einem Urlaub in Thailand trafen sie auf das Elefantenbaby Mosha, das durch eine Landmine ein Bein verloren hatte. Inzwischen trägt das Tier eine Prothese, nur eine von vielen Hilfsaktionen von Elephant Parade.

Meine Kids waren begeistert, weil sie die Geschichte gleichsam anrührte und faszinierte. Josh erklärte seiner kleinen Schwester, dass ein Elefant wächst und daher bis er groß ist öfter eine neue Prothese braucht. Deshalb müsse man immer weiter kleine Elefantenkunstwerke verkaufen. Er dozierte so überzeugend, dass eine andere Kundin mit ihrer Tochter spontan zwei Elefanten-Parade-Kunstwerke kaufte. Der Junior freute sich und schlug vor, dass wir besser auch zwei Elefanten erwerben sollten. Die Logik war bestechend: "Dann freut sich Mama doppelt und auch die Mosha". Ergebnis: Wir haben am Ende vier gekauft. 

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