HOME

Stern Logo Stern-Stimmen

F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Magic Moments beim Martinszug

Vor ein paar Tagen war es vielerorts wieder so weit: Kirchengemeinden, Kitas und Schulen veranstalteten die traditionellen Martinszüge. Besonders begeisterte Frank Behrendt, wie happy auch Eltern und Kinder aus anderen Kulturkreisen an dem emotionalen Event an der Grundschule seiner jüngsten Tochter teilnahmen.

Laternen für den Martinszug

Laternen für den Martinszug

Als ich Fotos und Filmchen vom Schulhof in den Sozialen Netzwerken postete, welche die umfangreichen Vorbereitungen unseres Martinszuges zeigten, ließen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Besonderen Spaß hatte die digitale Gemeinde an einem Bild, das mich als Aufpasser des Pferdes der St. Martin-Darstellerin zeigte, während diese ihren Helm und den typischen roten Mantel anlegte.

Eine frühere Mitarbeiterin schrieb auf Facebook, dass sie es wunderbar findet, dass bei uns der Umzug noch traditionell stattfindet und nicht als "Laternen- oder Lichterfest" umgemodelt wurde, "um niemanden auszuschließen". Ich habe da eine ganz klare Haltung: Wir haben hier in unserer Heimat schöne und liebgewonnene Traditionen, die es zu bewahren gilt. Alle die zu uns kommen, sind herzlich eingeladen, dabei zu sein.

Ich erinnere mich gerne an Weihnachtszeiten, die ich in der Fremde verbrachte. Andere Kulturen und Gebräuche, die meine Eltern und wir Kinder uns sehr interessiert angesehen haben. Niemals fand ich mich dabei ausgeschlossen, im Gegenteil: Die Einheimischen freuten sich über unsere Teilnahme, erklärten uns alles und zelebrierten ihre Traditionen gemeinsam mit uns als gern gesehene Mitbürger.

Auch der Inhalt der Sankt-Martin-Legende passt aus meiner Sicht mit seiner Symbolik ganz hervorragend in unsere heutige Zeit. Nächstenliebe ist wunderbar und auch wenn die Story einen christlichen Ursprung hat, ist sie doch - ganz egal woran der einzelne glaubt - eher eine einende. Getrennt wird am Ende schließlich nur der Mantel zum Wohle des frierenden Bettlers.

Beim Martinszug unserer Schule sicherten die mit Warnwesten ausgestatteten Eltern gemeinsam mit netten Polizistinnen und Polizisten den Marsch ihrer singenden Kids über die dunklen Straßen. Hunderte liebevoll selbstgebastelte Laternen bewegten sich mit ihren stolzen Trägerinnen und Trägern gemächlich Richtung Rheinufer. Eine wunderschöne Stimmung, um dabei mit anderen Eltern ins Gespräch zu kommen. Bei uns waren diverse Nationalitäten dabei. Ein amerikanischer Papa fand den Zug "amazing" und eine Mama aus der Türkei war von den köstlichen Weckmännern, die es am Feuer für alle Kinder gab, restlos begeistert. Ein Vater aus Syrien, der erstmals mit seinen beiden Jungs mitlief, war von den mitlaufenden Musikanten und den schönen Liedern angetan und strahlte über das ganze Gesicht. Was für ein schönes Multi-Kulti-Feedback.

Und dass die zentrale Martinsbotschaft vom Teilen von allen verstanden wird, erlebte ich beim Zugfinale im Feuerschein höchstpersönlich: Meine kleine Tochter Holly gab mir netterweise ein halbes Bein ihres duftenden Weckmannes ab, obwohl sie ihn am liebsten komplett selbst aufgegessen hätte.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.