HOME

Stern Logo Stern-Stimmen

F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Warum Weihnachten für mich am 14. Dezember ist

Vor fast 40 Jahren ging Frank Behrendt mit seinem Bruder in einen Kinofilm, den er nie vergessen hat: Star Wars. In diesem Jahr kommt vor Weihnachten eine neue Episode der Weltraum-Saga ins Kino. Schon der Ankündigungstrailer sorgte bei Behrendt für aufgeregtes Kribbeln.

Star Wars

Szene aus "Star Wars - Die letzten Jedi"

In Otterndorf an der Nordsee, wo meine Geschwister und ich unsere Kindheit verbrachten, gab es kein richtiges Kino. Die Vorstellungen fanden in "Eibsens Hotel" statt, wo der große Veranstaltungssaal am Wochenende zum Lichtspielhaus umgerüstet wurde. 1978 fuhren mein jüngerer Bruder Ulf und ich mit dem Fahrrad in den Ortskern, um uns "Krieg der Sterne", erdacht vom genialen George Lucas, anzusehen.

Wenn die weltberühmte Melodie des Filmkomponisten-Gurus John Williams erklingt, bekomme ich heute noch eine Gänsehaut. Wir waren so fasziniert von dem Spektakel auf der Leinwand, dass wir am nächsten Tag direkt nochmal in die Vorstellung gingen. Luke Skywalker, die Roboter und Han Solo hatten es uns angetan. Und in Carrie Fischer alias Prinzessin Leia waren wir natürlich verliebt, auch wenn wir das damals niemals zugegeben hätten. Auch alle anderen Filme der Serie habe ich gesehen, auch wenn mir die späteren nicht mehr so gut gefallen haben wie die ersten.

Aber seit die dritte Star-Wars-Trilogie sich eher wieder am früheren Mythos orientiert, kehrte meine einstige Begeisterung mit Lichtgeschwindigkeit zurück. Als besonderes Happening gehe ich inzwischen als vorweihnachtliches Ritual mit meiner ältesten Tochter in die Kinovorstellung. Als Hardcore-Fan selbstverständlich in die Mitternachts-Preview vom 13. auf den 14. Dezember im Kölner Cinedom. Und wie ich mich kenne, werde ich auch diesen Film nicht nur einmal sehen.

Nur ein Held fehlt

Ein ganz besonderes Faible hatte ich immer für Han Solo. Er war für mich der Inbegriff des furchtlosen Helden, flankiert vom zotteligen Wookiee Chewbacca. Beide stehen übrigens heute als Pappfiguren in meinem Büro im Haus der Kommunikation. Auch bei vielen meiner Auftritte ist Han Solo dabei, ich erwähne ihn immer gerne als gutes Beispiel, um schier Unmögliches zu schaffen.

Captain Solo hatte wahrlich nicht die besten technischen Voraussetzungen, um gegen eine Übermacht aus Klon-Kriegern und die überlegene Technik des Todessterns zu bestehen. Aber mit Mut und Cleverness hat er es dann doch immer geschafft, am Steuerknüppel seines klapperigen Millennium-Falken den finsteren Darth Vader das Fürchten zu lehren.

Das kultige Fluggerät hat mir meine Familie beim letzten Weihnachtsfest übrigens als Bausatz von Lego geschenkt. Drei Tage war ich glücklich unterm Tannenbaum beschäftigt. Einziger Wermutstropfen bei der diesjährigen Star-Wars-Sause: Den alten Hero Han Solo - gespielt vom großartigen Harrison Ford – werde ich im Gegensatz zur letzten Episode nicht mehr kämpfen sehen. Mein Lieblingsheld seit 1977 hat in Episode 7 cineastisch leider das Zeitliche gesegnet. 

Vorfreude bei Fans: "Star Wars: Die letzten Jedi" - der neue Trailer ist da