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Praktikum: Mein Recht als Praktikant

Als Praktikant sind Sie kein Freiwild, sondern haben Rechte. Wie alle übrigen Arbeitnehmer auch. Hospitanten sollten ihre Rechte genau kennen - das ist der beste Schutz vor Ausbeutung.

Laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 13. März 2003 ist ein Praktikum "keine systematische Berufsausbildung". Es dient dazu, "praktische Kenntnisse und Erfahrungen einer bestimmten betrieblichen Tätigkeit und Ausbildung" zu vermitteln.

Wie lang muss ich arbeiten?

Wie normale Arbeitnehmer dürfen auch Praktikanten nicht länger als acht Stunden pro Tag arbeiten. Spätestens nach sechs Stunden steht ihnen eine Pause von 30 Minuten zu.

Wie viel Urlaub steht mir zu?

Auch Hospitanten haben ein Recht auf Urlaub. Wie viel, hängt von der Anzahl der Arbeitstage pro Woche und der Länge des Praktikums ab. Bei mindestens sechs Monaten Praktikum und fünf Arbeitstagen pro Woche stehen dem Praktikanten 24 bezahlte Urlaubstage zu. Ist das Praktikum kürzer, bekommt er pro Monat ein Zwölftel des Jahresurlaubs. Bei drei Monaten sind das zum Beispiel sechs Tage.

Muss ich am Wochenende arbeiten?

Arbeitet ein Hospitant sonn- oder feiertags, hat er Anrecht auf einen Ersatzruhetag.

Steht mir eine Bezahlung zu?

Die ist weder tariflich noch gesetzlich vorgeschrieben. Laut Berufsbildungsgesetz soll es eine "angemessene" Bezahlung für freiwillige Praktika geben - das lässt den Firmen reichlich Spielraum. Überwiegen "reguläre Tätigkeiten", ist der Praktikant ein normaler Arbeitnehmer und sollte auch so bezahlt werden. Diesen Anspruch können Praktikanten einklagen, auch nach Ablauf ihrer Zeit im Unternehmen.

Bin ich versichert?

Ein freiwilliges, unbezahltes Praktikum ist versicherungsfrei. Bekommen Praktikanten Geld muss der Betrieb sie bei der Sozialversicherung (Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung) anmelden und Beiträge zahlen. Diese richten sich nach der Höhe der Bezahlung.

Darüber hinaus sind Praktikanten in der gesetzlichen Unfallversicherung gegen Arbeitsunfälle versichert. Dieser Schutz besteht auch, wenn kein Gehalt gezahlt wird.

Auf den Jugendseiten des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) gibt einen Mustervertrag zum Download.

Infos über die Versicherungspflicht von geringfügig Beschäftigten gibt es hier

Catrin Boldebuck
Themen in diesem Artikel
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.