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Fastfood-Kette stellt Sparprogramm vor: McDonalds soll schlanker werden

Der neue McDonalds-Chef Steve Easterbrook hat ein Sanierungskonzept vorgelegt: 3500 Restaurants sollen ausgelagert werden, um Kosten zu sparen. McDonalds solle "fortschrittlicher" werden, heißt es.

McDonalds reagiert mit einem Sparprogramm auf sinkende Umsätze.

McDonalds reagiert mit einem Sparprogramm auf sinkende Umsätze.

Schrumpfende Umsätze, weniger Kunden: McDonald's muss sich neu erfinden. Nun hat der Fastfood-Gigant ein umfassendes Sanierungskonzept vorgelegt, mit dem der Konzern zu neuer Stärke zurückfinden soll. Der neue Konzernchef Steve Easterbrook stellte das mit Spannung erwartete Programm vor.

Das Ziel sei, die weltgrößte Restaurantkette in ein "modernes, fortschrittliches Burger-Unternehmen" umzuformen. "Ich werde nicht davor zurückschrecken, die dringend nötige Neuaufstellung anzugehen", erklärte Easterbrook, der seit Anfang März im Amt ist.

300 Millionen Dollar einsparen

Für diese "Neuaufstellung" setzt Easterbrook an verschiedenen Stellen an. Um Kosten zu sparen, will er Managementposten streichen und mehr Effizienz in den Geschäftsabläufen erreichen. Das soll jährliche Ersparnisse von netto 300 Millionen Dollar bringen.

Bis 2018 will Easterbrook 3500 Restaurants an Franchisefirmen verkaufen. Damit wären dann 90 statt bislang 81 Prozent der Restaurants Franchisebetriebe. Außerdem ist eine Neugliederung des Konzerns geplant. Die neue Organisationsstruktur richtet sich nicht mehr nach geografischer Lage, sondern nach der Bedeutung von Absatzmärkten.

Schlechte Stimmung an der Börse

Anleger reagierten zunächst reserviert. An der Börse notierte die McDonalds-Aktie 0,5 Prozent im Minus. Analysten sagten, nun müsse Easterbrook konkret zeigen, wie er sein Vorhaben in die Tat setzen wolle. Die Investoren verlangten nach Details zur angestrebten Verbesserung von Lebensmittelqualität und Service.

Das Unternehmen hat eines seiner bislang schwächsten Geschäftsjahre hinter sich. Der harte Wettbewerb in den USA setzt dem Schnellrestaurant-Spezialisten zu. Außerdem erholt er sich nur langsam von Lebensmittelskandalen in China und Japan.

las/DPA / DPA