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Spitzel-Affäre: Gewerkschaften düpieren Mehdorn

Symbolträchtig sollte es sein: Der Vorstand der Deutschen Bahn und die Gewerkschaften sollten gemeinsam vor die Presse treten - ein großer Schulterschluss bei der Aufklärung des Datenskandals und eine offene Unterstützung für den angeschlagenen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Stattdessen wurde es zu einem Waterloo für die Konzern-Spitze.

Von Marcus Gatzke

Es war eine Art letzter Rettungsanker, den Bahn-Chef Hartmut Mehdorn ausgeworfen hatte. Die Gewerkschaften sollten ihn im Datenskandal unterstützen. Am Mittwochabend kamen sie zusammen, symbolträchtig in der alten Bahn-Zentrale in Frankfurt am Main. Nicht nur Mehdorn war da, sondern fast der komplette Vorstand der Deutschen Bahn traf sich mit den Spitzen der drei Bahn-Gewerkschaften Transnet, GDL und GDBA. Geplant war - zumindest von der Bahn-Führung - eine gemeinsame Erklärung zu unterschreiben und dann zusammen vor die Presse zu treten.

Nur wenige Tage zuvor hatte Mehdorn bereits einen Entwurf eines gemeinsamen Statements an die Gewerkschaften verschickt. "Es ist unser Ziel, die DB AG, die sich in der Vergangenheit vorbildlich um die Korruptionsbekämpfung bemüht hat und derzeit überraschend in eine schwierige Diskussion verwickelt wurde, in normale Verhältnisse, die dem Konzern gerecht werden, zurückzuführen", formulierte Mehdorn in dem Brief, der stern.de vorliegt.

Ohrfeige für die Gewerkschaften

Der beiliegende Entwurf glich einer Ohrfeige für die Gewerkschaften. So heißt es dort: "Das sogenannte Datenscreening ist (..) ein akzeptiertes Routineverfahren." Das Wort Entschuldigung, das die Gewerkschaften zu vehement fordern, wurde mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen heißt es in dem Bahn-Entwurf weiter: "Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmervertreter sind sich darüber einig, dass die in der Vergangenheit erzielten Fortschritte bewahrt werden müssen bzw. in keinem Fall durch die jetzt emotional geführten Diskussionen zum Schaden des Unternehmens aufgegeben werden müssen."

Der geplante Coup der Konzernspitze ging jedoch nicht auf. Der Entwurf sei mehrfach geändert worden, aber letztlich hätten die Gewerkschaften Mehdorn die Unterschrift verweigert, erfuhr stern.de aus informierten Kreisen. Und das, obwohl sie vom Bahn-Chef mächtig unter Druck gesetzt wurden. Geholfen hat es nicht. "Es ist hoch hergegangen", hieß es aus informierten Kreisen. "Mehdorn hat den Gewerkschaften Vorwürfe gemacht, aber gleichzeitig nicht vollständig über Art und Umfang des Datenskandals aussagen wollen." Ein Sprecher der Bahn sagte auf Anfrage lediglich, dass es "gute Gespräche" gegeben habe.

Vollständige Aufklärung gefordert

Mehdorn hatte nach stern.de-Informationen ursprünglich noch viel Größeres vor. Bei dem Treffen sollten ursprünglich alle Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrates erscheinen. So wollte die Konzern-Spitze eine außerordentliche Aufsichtsrats-Sitzung verhindern. Dies wurde jedoch von den Gewerkschaften abgelehnt. Sie betonten bei dem Treffen, sie seien als Gewerkschafts-Vertreter hier und nicht als Aufsichtsräte.

Was als großer Befreiungsschlag geplant war, endete letztlich in einem Waterloo für die Bahn. Der Vorstand verschwand, ohne sich den wartenden Journalisten zu stellen. Die Gewerkschaften traten allein vor die Presse und wiederholten ihre bisherigen Forderungen: Sie verlangten erneut eine vollständige Aufklärung und Entschuldigung des Bahnchefs bei den Mitarbeitern. "Wir bleiben dabei, dass eine Sondersitzung des Aufsichtsrates notwendig ist, die die Dinge weiter vorantreibt", sagte der Chef der Bahngewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel.

Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Hommel im Anschluss: "Wenn Mehdorn das Krisenmanagement nicht bald in den Griff bekommt, dann muss er seinen Hut nehmen". Die Lokführergewerkschaft GDL forderte den Bund als Eigentümer auf, den Datenskandal so schnell wie möglich aufzuklären. Es reiche nicht, dass die Deutsche Bahn eine Wirtschaftsagentur beauftragt habe, die diesen Datenabgleich untersuche, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky. Damit ist klar, dass es eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung geben wird.

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
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