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Supermarkt-Check Einkaufscheck bei Stiftung Warentest: Wann Sie besser Eigenmarken kaufen sollten

Eigenmarken aus dem Supermarkt
Stiftung Warentest prüft Eigenmarken aus dem Supermarkt
© Jens Büttner/ / Picture Alliance
Es ist die ewige Frage vor dem Supermarkt-Regal: Reicht die günstige Eigenmarke - oder sollte man besser zur Markenware greifen? Die Stiftung Warentest hat den großen Check gemacht. 

Die Aufmachung von Eigenmarken war lange Zeit nicht unbedingt ansprechend: Schlichte Namen wie "Gut und Günstig" oder "ja!", dazu eine eher billige Anmutung der Verpackung. Doch die Handelsmarken der großen Supermärkte haben längst nachgerüstet. Und: Auch Produkte in Bio-Qualität gibt es inzwischen von den Eigenmarken. Dazu kommen bei einigen Supermärkten neue Hausmarken, die auch Feinkost oder Gourmet-Ware anbieten.

Das macht den Kampf um Kunden für die klassischen Marken nicht leichter. Die Frage für Kunden bleibt aber: Sollte ich besser zum traditionellen Anbieter greifen - und reicht die Qualität der günstigen Hausmarke? Und wie ist das eigentlich mit Discounterprodukten? Sind die schlechter als Markenware

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat die Stiftung Warentest für die aktuelle Ausgabe den großen Marken-Check durchgeführt. Dafür haben sie nicht alle Test wiederholt, sondern 72 Prüfungen der vergangenen Jahre mit insgesamt 1739 Produkten ausgewertet. Dabei gab es unterschiedliche Disziplinen, wie Geschmack, Schadstoffe oder Kennzeichnung.

Eigenmarken im Test: Kleiner Preis = wenig Qualität?

Schon beim Preis zeigt sich ein großer Unterschied: Der Muster-Einkaufskorb mit den Markenprodukten kostet 36,03 Euro, der Korb mit den Eigenmarken nur 19,68 Euro. Aber müssen die Kunden dafür beim Geschmack Abstriche in Kauf nehmen? Tatsächlich gibt es beim Thema "geschmackliche Ausfällen" ähnlich wenige Patzer in beiden Kategorien. Bei den Markenartikeln waren es vier Prozent, bei den günstigen Produkten 3 Prozent, die jeweils ein "Mangelhaft" von den Warentestern kassierten. Das breite Mittelfeld mit der Note "Gut" war bei beiden Herstellergruppen fast gleich, nämlich rund die Hälfte aller geprüften Produkte. Bei Senf, Stollen und Grillsoßen allerdings hängen die traditionellen Hersteller die Eigenmarken ab. 

Was die Stiftung Warentest empfiehlt

Bei der Kennzeichnung können Eigenmarken punkten, denn statt die Etiketten mit zig Sprachen und Werbesprüchen zu überfrachten, sind Inhaltsstoffe und Co. übersichtlich lesbar. Bei der Produktegruppe Bio fahren die Markenhersteller die Testnote 3,1 ein, die Bio-Eigenmarken bekommen eine 2,8. Vor allem bei Bratwürstchen, Hackfleisch, Joghurt und Milch sollte man zu Bio-Qualität greifen, so die Warentester. 

Das Urteil der Stiftung Warentest: Oftmals liegen Eigenmarken und Markenware gleichauf. Nur bei einigen Ausnahmen empfehlen sie, zu den teureren Produkten zu greifen. "Wer konseuqent gute Handelsmarken kauft, spart Geld, aber nicht an Qualität", so die Tester.

Den gesamten Vergleich bekommen Sie gegen Gebühr unter www.test.de. 

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