Zinserhöhung

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Gebäude der EZB in Frankfurt am Main

Bundesbankpräsident Nagel bei unveränderter Lage für Zinserhöhung im Juni

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hält im Falle einer unveränderten wirtschaftlichen Lage eine Zinserhöhung im Juni für nötig. "Aus heutiger Sicht entwickelt sich die Lage ungünstiger als im damaligen Basis-Szenario. Umso mehr ist eine Reaktion des EZB-Rats im Juni angemessen, wenn sich die Aussichten nicht merklich verbessern", erklärte er am Freitag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Leitzinsen am Donnerstag trotz steigender Preise infolge des Iran-Kriegs unverändert gelassen. 
EZB in Frankfurt am Main

EZB sieht steigende Inflationsrisiken - aber noch keinen Bedarf für Zinsschritte

Trotz steigender Preise wegen des Iran-Kriegs sieht die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst weiter von möglichen Zinserhöhungen ab. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hob am Donnerstag in Frankfurt am Main hervor, dass sich zuletzt die "Aufwärtsrisiken" für die Inflation, aber auch die "Abwärtsrisiken" für das Wirtschaftswachstum erhöht hätten. Zugleich bekräftigte sie die Entschlossenheit des EZB-Rats, die Inflation zu zähmen und mittelfristig wieder auf zwei Prozent zu bringen.
Video: Kein klares Signal beim US-Zinsgipfel

Video Kein klares Signal beim US-Zinsgipfel

STORY: Im Kampf gegen die Inflation ist aus Sicht von Fed-Chef Jerome Powell der Zinsgipfel womöglich noch nicht erreicht. Zugleich signalisierte er auf dem Zentralbank-Forum in Jackson Hole am Freitag ein vorsichtiges Vorgehen. "Es ist die Aufgabe der Fed, die Inflation auf unser Ziel von zwei Prozent zu senken, und das werden wir auch tun. Wir haben die Politik im vergangenen Jahr deutlich gestrafft, und obwohl die Inflation seit ihrem Höchststand begrüßenswerterweise zurückgegangen ist, bleibt sie zu hoch. Wir sind bereit, die Zinssätze gegebenenfalls weiter anzuheben, und beabsichtigen, die Politik auf einem restriktiven Niveau zu halten, bis wir sicher sind, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung unseres Ziels bewegt." Die US-Notenbank hat die Leitzinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent erhöht, um die Inflation in den Griff zu bekommen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen. Powells Rede war an den Finanzmärkten mit Spannung erwartet worden. Für mehr Klarheit in den Augen der Investoren was die Zinsroute angeht, sorgte sie allerdings nicht.
Video: EZB erhöht Zinsen erneut, weitere Anhebung im Juli angepeilt

Video EZB erhöht Zinsen erneut, weitere Anhebung im Juli angepeilt

STORY: Die Europäische Zentralbank setzt ihren Kampf gegen die Inflation mit der achten Zinserhöhung in Folge fort und stellt für den kommenden Monat bereits die nächste Anhebung in Aussicht. Die Währungshüter um Notenbankchefin Christine Lagarde beschlossen am Donnerstag, die Zinsen wie schon im Mai um 0,25 Prozentpunkte hinauf zu setzen. Der an den Finanzmärkten richtungsweisende Einlagensatz, den Geldhäuser für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank erhalten, liegt damit künftig bei 3,50 Prozent - das höchste Niveau seit 22 Jahren. "Vorbehaltlich wesentlicher Änderungen unserer Grundannahmen ist es sehr wahrscheinlich der Fall, dass wir die Zinsen im Juli weiter anheben werden", sagte Lagarde nach dem Zinsbeschluss auf der Pressekonferenz. "Wir denken nicht an Pause, wie man sieht." Die Börse reagierte prompt. Der Euro stieg um 0,8 Prozent auf 1,0919 Dollar und steuerte auf seinen größten Tagesgewinn seit drei Monaten zu. Ansonsten fielen die Reaktionen überschaubar aus, so Börsenexperte Oliver Roth. "Das war eingepreist und die Börsen haben eigentlich eher mit einem Achsel darauf reagiert. Die Frage wird natürlich, wie sind die Ausblicke der weiteren Zinspolitik, da hält man sich ein Stück weit bedeckt, sieht natürlich, dass weiterhin die Inflation weiter bekämpfen ist, und auch, dass das Niveau als Ganzes relativ hoch ist, gerade im Verhältnis zum us-amerikanischen Wirtschaftsraum." Im Gegensatz zur EZB hatte die US-Notenbank Fed nach zehn Zinserhöhungen in Folge erst einmal eine Pause eingelegt. "Wir sehen hier natürlich zwei Zinshemisphären, die der Federal Reserve Bank, die viel früher als die EZB angefangen hat, die Inflation zu bekämpfen, durch Zinserhöhungen. Dort hat man immer noch eine sehr hohe Beschäftigungsquote, man hat eine Wirtschaft, die eigentlich immer noch relativ vernünftig läuft. Und dann kann man natürlich auch bei der Inflationsbekämpfung auch Erfolge vermelden. Das führt dazu, dass die Federal Reserve Bank eine Pause einlegt und wer weiß, ob tatsächlich dann noch weitere Schritte notwendig sein werden. Bei der EZB ist das anders, die haben viel später damit angefangen. Die Inflation ist weiterhin hoch. " Gerade die Kerninflation bereite der EZB große Sorgen. Es gebe noch einiges zu tun, um die Inflation zu bekämpfen.