HOME

Wells Fargo: Ein Dutzend Investmentbanker gefeuert - weil sie mit Essensgutscheinen betrogen

US-Investmentbanker kassieren sechsstellige Bonuszahlungen. Dennoch haben sich Mitarbeiter von Wells Fargo mit gefälschten Essensbelegen Geld für Lieferdienste erschnorrt. Nun bekamen sie die Quittung.

Wells Fargo

Wells-Fargo-Filiale in New York

Picture Alliance

Investmentbanker werden in der Regel gut bezahlt, doch beim US-Geldhaus Wells Fargo haben etliche Angestellte ihr Gehalt mit fingierten Essensbelegen aufgebessert. Die Großbank habe deshalb bereits mehr als ein Dutzend Mitarbeiter seiner Investmentsparte gefeuert oder freigestellt, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Gegen Dutzende andere werde ermittelt. Eine Sprecherin von Wells Fargo bestätigte die Vorfälle und erklärte, dass man bereits Maßnahmen ergriffen habe und die Untersuchungen andauerten.

Laut dem Bericht erstattet das Institut - wie andere große Banken - Mitarbeitern während Überstunden die Kosten für Mahlzeiten. In den vergangenen Monaten aber soll sich herausgestellt haben, dass zahlreiche Angestellte, von Finanzanalysten bis hin zu Direktoren, in New York, San Francisco und in Charlotte (North Carolina) die Spesenregeln durch manipulierte Rechnungen zum eigenen Vorteil ausgenutzt haben. Dafür sollen nachträglich die Zeitstempel in E-Mail-Lieferbestätigungen von Online-Bringdiensten gefälscht worden sein.

Wells Fargo kämpft mit Konto-Skandal

Wells Fargo kämpft noch immer mit den Folgen eines Skandals, bei dem Mitarbeiter in großem Stil unautorisierte Kundenkonten eingerichtet hatten. Die Bank hat in den vergangenen Jahren hohe Strafen wegen dieses und anderer Vergehen zahlen müssen. Trotzdem verdient das Institut weiterhin gut - im zweiten Quartal betrug der Gewinn trotz eines Rückgangs um zwölf Prozent im Jahresvergleich noch 5,2 Milliarden US-Dollar (aktuell 4,46 Milliarden Euro).

Investmentbanker zählen eigentlich zu den besser bezahlten Berufsgruppen der Finanzindustrie. In der US-Bankenmetropole New York kassierten sie nach Angaben des Rechnungshofs der Stadt im vergangenen Jahr im Schnitt alleine rund 184.200 Dollar pro Kopf an Bonuszahlungen, die aufs Festgehalt draufgeschlagen werden. Damit nahmen die jährlichen Sondervergütungen im Vergleich zum Vorjahr um satte 17 Prozent zu und lagen nur leicht unter den Rekordwerten aus der Zeit vor der letzten großen Finanzkrise. Zum Vergleich: Das Einkommen der US-Haushalte lag 2016 im Mittel bei gut 59.000 Dollar. 

bak / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.