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Neuer Rekord: Kampf gegen Schwarzarbeit: Immer mehr legale Minijobber in deutschen Haushalten

Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der angemeldeten Haushaltshilfen verdoppelt. Experten freuen sich über die Veränderung, die Schwarzarbeit eindämmen und Vorteile für Arbeitgeber und -nehmer haben soll. 

Eine Frau, die ein Waschbecken putzt

Die Zahl der Minijobber in privaten Haushalten ist aktuell auf einem Rekordhoch (Symbolbild)

Getty Images

Immer mehr Deutsche leisten sich eine Haushaltshilfe: Die Zahl der Minijobs in Privathaushalten stieg im vergangenen Jahr auf einen neuen Rekord. Die Minijob-Zentrale zählte laut einem Bericht der Funke Mediengruppe vom Montag rund 364.000 regulär angemeldete Hilfskräfte in Haushalten. Vor zehn Jahren waren es demnach knapp 182.000.

Mehr als 90 Prozent der angemeldeten Jobs sind demnach Putztätigkeiten. Frauen stellen die überwiegende Mehrheit von Minijobbern in Haushalten.

Durch steigende Anmeldezahlen wird Schwarzarbeit eingedämmt

"Es ist wünschenswert, dass die Anmeldezahlen weiter steigen, weil dadurch die Schwarzarbeit eingedämmt und der Haushaltsjob legalisiert wird", sagte Heinz-Günter Held, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, zu deren Verbund die Minijob-Zentrale gehört. Mit jedem Job, der von einem Haushalt angemeldet werde, verschwinde in der Regel eine Tätigkeit, die bislang in der Schattenwirtschaft ausgeübt wurde.

Die Anmeldung von Dienstleistungen im Haushalt bringe Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sagte Held den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Sie sichert Minijobber gegen Unfälle ab und der Arbeitgeber profitiert von Steuervorteilen." Ein Arbeitgeber, der Steuern zahle, könne bis zu 510 Euro im Jahr vom Finanzamt zurückbekommen. Bei der Bezahlung von Minijobbern gilt wie für alle Beschäftigten in Deutschland ein Mindestlohn von derzeit 9,19 Euro die Stunde.

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pawlo / AFP