Mehr als nur Gummi

28. März 2006, 11:35 Uhr

Gummi ist nicht gleich Gummi - die Tiefe macht's. Reifen müssen eine bestimmte Profiltiefe aufweisen, um von der Polizei durchgewunken zu werden. Nicht ohne Grund - die Gefahr von Aquaplaning ist groß.

Die Profiltiefe eines Reifens muss mindestens 1,6 mm aufweisen©

Würde Michael Schumacher mit seinem F1-Renner auf einer öffentlichen Straße fahren, hätte die Polizei einiges auszusetzen: Keine Kennzeichen, keine TÜV-Plakette, kein Verbandkasten und nicht zuletzt: Kein Profil. Denn § 36 der Straßenverkehrs-Zulassung-Ordnung (StVZO) schreibt in lupenreinem Beamtendeutsch vor, dass Autoreifen "am ganzen Umfang und auf der ganzen Breite der Lauffläche mit Profilrillen oder Einschnitten versehen" sein müssen. Außerdem muss "das Hauptprofil am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen". Mit anderen Worten: Keine Chance für Schumis Rennslicks.

Klötze und Lamellen: Das Profil

Reifenprofil erfüllt mehrere Zwecke. Es muss, bei Sommer- wie bei Winterpneus, für ausreichend Grip und Haftung sorgen. Vor allem aber soll es Wasser auf der Fahrbahn verdrängen, damit der Reifen nicht aufschwimmt (Aquaplaning). Je geringer die Profiltiefe, desto länger wird besonders auf nasser Fahrbahn der Bremsweg. Das Profil besteht aus Lamellen mit Längs- und Querrillen sowie Profilklötzen. Winter- und Sommerreifen haben wegen der verschiedenen Anforderungen unterschiedliches Profil.

Die Mischung macht's

Reifenmischungen haben im Wesentlichen fünf Bestandteile: Kautschuke (ca. 41%), Füllstoffe, Festigkeitsträger, Weichmacher sowie verschiedene Additive bzw. Chemikalien. Bei den Kautschuken (auch Kautschuk-Polymere) verwenden die Reifenhersteller sowohl natürliche als auch synthetisch hergestellte Kautschuke. Naturkautschuk wächst auf großen Plantagen, man gewinnt ihn aus der Rinde von Gummibäumen. Als Füllstoffe dienen unter anderem Ruß, Kohlenstoff und Silica. Die Festigkeitsträger (Nylon, Rayon und Stahl) befinden sich zum Beispiel im Laufband des Reifens. Öle und Harze dienen als Weichmacher, darum werden sehr alte Reifen auch hart, wenn sich die Weichmacher irgendwann verflüchtigen. Die Additive schließlich sind zum Beispiel Alterungsschutzmittel oder Hilfsstoffe zur Vulkanisation.

Zum Thema
Auto
Ratgeber
Winter/Schnee-Tipps von einem Vielfahrer: Hauptsache Ruhe bewahren Winter/Schnee-Tipps von einem Vielfahrer Hauptsache Ruhe bewahren
VIEW Fotocommunity VIEW Fotocommunity Pferdestärken in besonderen Perspektiven. Zur VIEW Fotocommunity
 
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von dorfdepp: Soll sich die westliche Welt Kuba gegenüber öffnen?

 

  von dorfdepp: Gibt es noch Vorbehalte gegen Online-Banking?

 

  von JennyJay: Heißt es "mittels Mobilkrane" oder "mittels Mobilkränen"?

 

  von bh_roth: Vorsätzliche Tötung

 

  von Amos: Warum muß ein Blinder bei "Wetten dass" eine geschwärzte Brille tragen?

 

  von Amos: Seit heute steigen die Preise der DB, wenn ich per Kreditkarte oder Internet bezahle.

 

  von Bananabender: Der Mythos Megapixel

 

  von Amos: Warum müssen verunglückte Reitpferde immer eingeschläfert werden?

 

  von Amos: Haus mit 5 Wohneinheiten. Jetzt steht eine Wohnung längere Zeit leer. Wie verhält es sich dann mit...

 

  von Amos: Smartphones zu Weihnachten: Kaufentscheidung abhängig von der Fotoauflösung? Telefonieren wäre doch...

 

  von StechusKaktus: Wie kann die kalte Progression abgeschafft werden?

 

  von bh_roth: Gastherme versetzen

 

  von Bananabender: Drucker Patronen

 

  von bh_roth: Lichterführung bei speziellen LKW

 

  von Amos: Wenn ich einen Karton Sekt aus Bequemlichkeit im Kofferraum "vergesse": wie hoch ist die...

 

  von Musca: Vogelschwarm filmen

 

  von Amos: Da ich als Arzt nicht mehr tätig bin, habe ich meine Berufshaftplicht gekündigt.

 

  von Amos: Eine Fondsgesellschaft schickt mir am 2..12.2014 die Steuerbescheinigung für 2013. Obwohl ich meine...

 

  von Gast: Ist der Nahme "Haircouture" geschützt

 

  von Gast: ich habe eine rente in höhe von 760 ?,wie viel kann ich dazu beantragen?