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16. März 2009, 18:32 Uhr

Was Sie über Videospiele wissen müssen

"Killerspiel"-Diskussion

Nach dem Amoklauf von Winnenden ist die "Killerspiel"-Debatte neu entbrannt. Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann will "süchtig machende Computerspiele" für Jugendliche verbieten. Doch ist das wirklich die beste Lösung? Zehn Fragen und Antworten für einen vernünftigen Umgang mit Computerspielen. Von Dirk Liedtke und Ulf Schönert

Games, Videospiele, Konsole, Gewalt, Pfeiffer

Ego-Shooter wie "Counter-Strike" sind vielen Computerspiel-Kritikern ein Dorn im Auge© Sascha Schürmann/DDP

Computerspiele sind wieder einmal in der öffentlichen Diskussion: Nach dem Amoklauf von Winnenden wird erneut über "Killerspiele" debattiert. Auf Tim K.s Computer wurden laut Medienberichten Ego-Shooter wie "Far Cry 2" und "Counter-Strike" gefunden. Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat daraufhin ein Verbot von gewalthaltigen Videospielen gefordert und eine zwei Jahre alte Gesetzesinitiative wieder hervorgeholt.

Ein weiteres Thema ist das Suchtpotenzial besonders von Online-Rollenspielen. Die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann will süchtig machende Computerspiele für Jugendliche verbieten. Die CDU-Politikerin kritisierte am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer besonders das Suchtpotenzial des Online-Spiels "World of Warcraft" ("WoW"). Nach einer Studie Pfeiffers ist jeder fünfte "WoW"-Nutzer abhängig oder von Sucht bedroht. Ross-Luttmann und Pfeiffer verlangten, dem Spiel die Freigabe für Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren wieder zu entziehen.

Wie immer wenn es um die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen geht, sind vor allem die Eltern gefordert. Panik ist genauso wenig hilfreich wie Ignoranz. stern.de beantwortet die zehn wichtigsten Fragen zu Computerspielen.

Warum sind Computerspiele oft so brutal?

Die allermeisten Computerspiele, die in Deutschland auf den Markt kommen, sind harmlos. Sie sind bunt, friedlich, lehrreich und sogar bewegungsintensiv. Genau so, wie es auch brutale Bücher, Filme, Comics, Hörspiele und Fernsehsendungen gibt, so sind auch brutale Computerspiele erhältlich. Die Statistik der Prüfstelle Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zeigt: Nur 5,2 Prozent der 2008 in Deutschland erschienenen Spiele sind "ab 18", 10,8 Prozent sind "ab 16". Und nur 1,4 Prozent aller Neuerscheinungen sind so brutal, dass sie überhaupt keine Freigabe erhalten. Fakt ist aber auch, dass gewalthaltige Spiele wie "Grand Theft Auto 4" (ab 18) und "Counter-Strike" (ab 16) sich regelmäßig in den Top Ten der Bestseller-Listen finden.

Was genau sind "Killerspiele"?

Ob es um Raumschiffe abschießen, Länder erobern oder Schiffe versenken geht: Viele Videospiele haben Gewalt zumindest indirekt zum Thema. Aber so wie man einen Tatort-Krimi im Fernsehen in Sachen Brutalität nicht mit einem Horror-Film gleichsetzen kann, muss man auch bei Spielen differenzieren. Welches Maß an Gewalt ein Spiel zum Killerspiel macht, ist schwer zu sagen, weil auch immer eine persönliche oder politische Färbung bei der Beurteilung eine Rolle spielt. Ein Gesetzentwurf Bayerns definiert Killerspiele zum Beispiel als "Spielprogramme, die grausame oder unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten solcher Art ermöglichen". Gemeint sind vor allem Spiele, bei denen der Spieler in die Ich-Perspektive eines Schützen schlüpft. Populäre Beispiele dafür sind "Call of Duty" und "Counter-Strike".

Machen "Killerspiele" gewalttätig?

Zumindest ist die Gefahr vorhanden, dass sich das Gehirn an häufig konsumierte Gewaltdarstellungen gewöhnt und womöglich abstumpft. Es gibt Studien, wonach die Aggressionsbereitschaft bei Jugendlichen steigt, besonders bei Jungen, wenn sie vor dem zehnten Lebensjahr gewalthaltige Computerspiele genutzt haben. Jahre später in der Pubertät könne dann ihr Mitgefühl gegenüber Mitmenschen abnehmen, was womöglich die Hemmschwelle senkt, Konflikte mit Gewalt zu lösen. Aus der Hirnforschung ist bekannt, dass bis zum 25. Lebensjahr noch Gefühle "gelernt" werden, also auch Computerspiele bis dahin noch Spuren hinterlassen können. Ballerspiele als einzige Erklärung reichen für einen Amoklauf jedoch nicht aus. Fast alle Forscher betonen, dass Gewaltspiele nur eine von mehreren auslösenden Faktoren für eine Gewalttat sind. Bei Jugendlichen, die in der Familie Gewalt erleben, scheinen brutale Spiele stärker negativ anzuschlagen als bei jenen aus intakten Familien.

Können Computerspiele süchtig machen?

Verglichen mit Alkohol- oder Drogenabhängigkeit ist die exzessive Computernutzung bislang schlecht untersucht. Wissenschaftler streiten, ob man sie tatsächlich "Sucht" nennen sollte - auch, weil sie offenbar häufig zusammen mit psychiatrischen Erkrankungen auftritt und womöglich eher ein Symptom als eine eigenständige Krankheit ist. Aber wie immer man das Problem nennt: Sicher ist, dass Computerspiele ähnlich wie Alkohol oder Drogen auf das Belohnungssystem des Gehirn wirken. Und dass manche, gerade männliche Jugendliche, so intensiv und so häufig am Computer spielen, dass sie ernstzunehmende Probleme bekommen und Hilfe brauchen. Soeben hat das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachen die Ergebnisse einer Befragung von rund 15.000 Neuntklässlern in 61 Städten und Landkreisen Deutschlands bekannt gegeben: Danach spielen 15,8 Prozent der Jungen und 4,3 Prozent der Mädchen täglich länger als 4,5 Stunden am Computer. Als "computerspielabhängig" bezeichnen die Forscher um den Institutsleiter Christian Pfeiffer drei Prozent der Jungen. Bei dem populären Online-Rollenspiel "World of Warcraft" seien sogar 8,5 Prozent der Spieler "abhängig". Wegen dieser vermuteten Suchtgefahr solle dieses Spiel nicht wie bislang ab 12 sondern erst ab 18 Jahren zugänglich sein, fordern die Autoren der Studie.

Sollten Eltern Computerspiele verbieten?

Nein. Auch wenn es der älteren Generation nicht gefällt: Videospiele sind Teil der modernen Kultur wie Musik, Mode und Filme. Für Jugendliche gehören sie zum Alltag. Laut der JIM-Studie 2008 gibt es in 99 Prozent der Haushalte, in denen Kinder aufwachsen, einen PC, in 66 Prozent dieser Haushalte eine feste, in 53 Prozent eine mobile Spielkonsole. Wer Videospiele total verbietet, läuft Gefahr, sein Kind auszugrenzen. Die Frage sollte nicht das "Ob" sein, sondern das "Was" und "Wie lange".

Haben Computerspiele einen anderen Effekt als Spielfilme?

Ja. Es gibt Anzeichen dafür, dass Computerspiele eine etwas stärkere Wirkung auf Jugendliche haben als Gewalt-, Horror-Filme oder Fernsehsendungen. Eine Erklärung könnte sein, dass der Spieler selbst in die Rolle des Helden schlüpft, und im Spiel schlägt oder schießt und sich so stärker engagiert als beim passiven Verfolgen einer festgelegten Filmhandlung.

Woran erkennt man ein jugendgefährdendes Computerspiel?

Das Jugendschutzgesetz sieht vor, dass jedes Spiel, das an Jugendliche verkauft werden soll, vorher von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) geprüft und altersmäßig freigegeben wird (wie bei Kinofilmen). Jedes Spiel muss die Altersfreigabe groß vorne auf der Packung zeigen. Auf der Webseite usk.de gibt es eine Datenbank, in der man nach Spielen suchen kann. Es empfiehlt sich, darüber hinaus Informationen einzuholen, Rezensionen im Internet zu lesen oder die Spiele selbst einmal auszuprobieren. Das geht in großen Elektronikkaufhäusern oder indem man sich eine kostenlose Demo-Version von der Herstellerseite im Internet herunterlädt.

Ist es Zufall, dass Amokläufer immer auch exzessive Computerspieler sind?

Es ist nicht überraschend. Wie die meisten Gewalttäter sind Amokläufer in der Regel männliche Teenager. Genau diese Gruppe hat auch die höchste Affinität zu Computerspielen - in den meisten Fällen glücklicherweise ohne böse Folgen.

Sollten "Killerspiele" verboten werden?

Die meisten sind das bereits. Extrem menschenverachtende Spiele können bundesweit beschlagnahmt werden und dürfen selbst an Erwachsene nicht verkauft werden. Dieses Verbot traf im vergangenen Jahr laut der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien sechs Spiele-Titel. Außerdem hat die Bundesprüfstelle 43 Computerspiele und Spiele für Konsolen "auf den Index" gesetzt. Diese dürfen nur "unter der Ladentheke" ab 18 verkauft werden. Werbung für diese Spiele ist verboten.

Woher bekommen Minderjährige dennoch solche Spiele?

Stichproben von Medien oder Behörden zeigen immer wieder laxe Alterskontrollen durch Händler. Diese Ordnungswidrigkeit ist mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro belegt. Weitere Quellen sind volljährige Geschwister, Freunde, Mitschüler oder sogar die Eltern selbst. Des Weiteren sind jede Menge Raubkopien im Umlauf. Eine stark genutzte Quelle sind auch Internet-Tauschbörsen.

KOMMENTARE (10 von 90)
 
Akkons_Erbe (19.03.2009, 18:51 Uhr)
Ja ich weiss
und deshalb hab ich Computernichtkenner geschrieben ;-)
frogblender (19.03.2009, 14:49 Uhr)
Gammelfleischspieler
@Akkons_Erbe :
Bitte keine Diskriminierungen...
Es gibt reichlich Computerspieler jenseits der 30, die seit DOOM 1 aktiv dabei sind und immer noch leidenschaftlich gerne zocken...
Akkons_Erbe (19.03.2009, 13:31 Uhr)
wer ist schuld...
Super, dass immer ein Schuldiger her muss, was? Irgendwo wird eine Frau vom Ehemann geschlagen und schuld ist ... die Polizei! Sie hat nicht aufgepasst... Es gäbe tausende Beispiele. Warum muss immer jemand schuld sein? Wenn einer von der Leiter fällt und stirbt, dann ist wohl noch der Leiternproduzent schuld.
Es gibt keine 'Schuldigen' bei Amokläufen, ausser den Amokläufern selbst. Es gibt viele Faktoren, die kombiniert, einen Amoklauf begünstigen können ja. Aber man verbietet ja auch nicht die Schule, weil dort viele Amokläufe stattfinden oder?
All den über 30jährigen, Computernichtkennern dort draussen, die lieber eine billige einfache Lösung haben, einen Sündenbock, der schuld am Amoklauf ist, sage ich nur:
Der Psychotiker sucht sich eine Medium, dass ihm passt, nicht das Medium macht ihn zum Psychotiker.
schmutz (19.03.2009, 13:02 Uhr)
@ganzbaf
Ich verstehe Sie schon. Sie möchten Kindern und Jugendlichen die Nutzung von Computern und Spielekonsolen unter 14 Jahren verbieten.
Die Frage ist: Wie soll diese Verbot überwacht werden ?
Die Nutzung von Computer-/Videospielen die nich für ihr Alter freigegeben sind ist Kindern und Jugendlichen verboten. Die Überwachungspflicht muss hier bei den Eltern liegen und tut es auch. Wie Sie allerdings selbst bemerkten, spielen 20 % aller Kinder und Jugendlichen Spiele die nicht für ihr Alter freigegeben sind. Hier versagt also die Elterliche Aufsichtspflicht. Wie soll Sie dann dort bei einer Hardware FSK ab 14 Jahren greifen ?
Allerdings zeigt ihr Beispiel, das die momentane Gesetzgebung und Praxis der USK anscheinend bei 80 % der Kindern und Jugendlichen greift. Ich finde diese Quote beachtlich und ich denke nicht, das diese in anderen Bereichen (z.B. Nichtraucherschutz) ähnlich hoch ist.
Ich glaube die Kriminalstatistik zeigt keinen Anstieg der Jugendkriminalität im Allgemeinen, wohl aber einen Anstieg der Straftaten in Verbindung mit Körperverletzung. Dies müsste ich aber nachschlagen.
Ich stimme mit komplett mit Ihnen überein, das man Software nicht verbieten kann.
ganzbaf (19.03.2009, 11:26 Uhr)
Manch einer will es wohl nicht kapiern.... ;-ß

Software KANN man in Realita schlecht verbieten, Hardware schon. Und das können Eltern auch relativ leicht überwachen.
.
BTW: Die Jugendkriminaltität im Bereich Gewalt hat sich seit 1995 mehr als verdoppelt.
Die Zahl der Amokläufe natürlich auch.
.
Wer denkt da nicht an "Win`95" ;-?
schmutz (19.03.2009, 09:14 Uhr)
@ganz baff
Okay. Da haben Sie recht. Es ist tatsächlich nicht gut, das 20 % der Jugendlichen Spiele nutzen, die nicht für ihrer Alter freigegeben sind. Dies stellt auch schon im Sinne des Gesetzgebers einen Strafbestand da. Deutschland hat eines der schärfsten und besten Jugendschutzgesetze in Europa und das ist gut so ! Aber das beste Jugendschutzrecht nutzt nichts, wenn die Erziehungsberechtigten es nicht zur Anwendung bringen. Die Frage ist aber, wie wollen Sie dies Kontrollieren ? Von Testkäufern ab 17 Jahren halte ich nichts. Dies führt nur dazu das Abeitnehmer in großen Medien Kaufhäusern ihren Arbeitsplatz verlieren, weil sie in der Hektik an der Kasse einen 17 Jährigen ein Spiel durch den Scanner gezogen haben. Dies kann so nicht gewollt sein.
Eine Hardware FSK, wie Sie sie vorschlagen, soll also nicht auf freiwilliger Basis funktionieren. Aber wollen Sie das kontrollieren ? Durch unangemeldete Stichproben der Polizei oder Jugendämtern im Elterlichen Haushalt ? Ich bin mir sicher, das sich das nicht mit meinem Recht auf Privatspähre vereinbaren lässt und ich bin sehr froh darüber, das der Staat nicht einfach meine Wohnung betreten darf. Überhaupt ist die von Ihnen vorgeschlägene Regellung bereits in Teilen durch den Jugendmedienschutz gegeben, da Kinder eigentlich Spiele, die für ihr Alter nicht freigegeben sind, nicht spielen dürfen. Die Verantwortung für die Einhaltung dieser Regel, kann meines Erachtens, nur den Eltern übertragen werden. Ich praktiziere es so.
Es gibt zuviele Faktoren, die zu einem Amoklauf führen können. Computer-/Videospiele sind bei labilen Personen mit Sicherheit ein Teil des ganzen Puzzels das wir nicht lösen können da wir keinen Täter befragen können. Schusswaffen und der geübte Umgang mit selbigen (auch im Schützenverein) sind ein weiteres Puzzle. Das Fatale an der momentanen Diskussione ist, meines Erachtens, das versucht wird eine einfache Lösung zu suggerieren, wo keine ist. Ein Verbot von Computer-/Videospielen wird keine Amokläufe verhindern, es kriminalisiert nur einen großen Teil der Jugendkultur und sorgt für weiteren Konfliktstoff. Ein Verbot von Schusswaffen kriminalisiert eine traditionelle Vereinskultur in Deutschland. Verbote sind nur aus einem Grund in der Politik so populär: Sie kosten wenig Geld. Für Sinnvoller halte ich Präventionsprogramme gegen Gewalt, Ausgrenzung (auch eine Form von Gewalt)und eine bessere Betreuung von Risikoschülern an dem Ort an dem eine derartige Wut anscheinend aufgebaut und entladen wird: Der Schule. Leider ist dies mit Kosten verbunden. Erfolgreiche und vom Staat ausgezeichnete Programme gegen Gewalt, werden aufgrund von Geldmangel eingestellt (siehe Berlin). In Deutschland kommt ein ausgebildeter Betreuer (nennen wir ihn Schulpsychologen) auf 16.0000 ! Schüler. Mit dieser traurigen Quote liegen wir weit hinten in den Industrienationen. Wir können keine Amokläufe verhindern. Es gab sie immer, es gab sie bevor es Computer-/Videospiele gab und es wird sie, traurigerweise, immer geben. Ein Verbot von Computer-/Videospielen wird es nicht verhindern. Ein Verbot von Waffen wird den Schaden vielleicht begrenzen, aber es wird auch keine Amokläufe verhindern.
Statt also nach dem vermeintlich kostengünstigen und einfachen Weg zu schielen und 2 Jahre alte Gesetzesvorlagen wieder aus der Schublade zu ziehen, sollten die Verantwortlichen lieber die Präventionsprogramme an den Schulen finanzieren und die Schulen sollte endlich von ihrem Roß heruntersteigen und dazu stehen, das auch bei ihnen gemobbt wird. Dies mag zwar teurer sein, als einfache Verbote, aber ich bin mir sicher die Jugend wird es uns danken.
Nightfly1982 (18.03.2009, 23:49 Uhr)
Schuld sind immer die Medien, ist klar
Schuld sind einzig und alleine die Mitmenschen und die die mitschuld tragen die die tatenlos zuschauen.
99% der Amokläufer sind doch die kompletten Aussenseiter die in der Schule gemobbt wurden. Wie soll sich ein Junge fühlen der z.B. fünf Jahre auf eine weiterführende Schule gehen soll wo er jeden Tag was auf die Mappe bekommt, ihm seine Brote weggenommen werden und und und.
Jeden Morgen mit Angst vor dem Tag aufstehen. Mit Bauchschmerzen in der Schule sitzen. Und dann gibt es halt einen Bruchteil Jugendlicher die irgenwann austicken und ihren eigenen Kreuzzug starten.
Aber was hat dasnn bitte Counter Strike damit zu tun ??? Fragt lieber Mitschüler, dei Eltern der Mitschüler die heute Jungendlichen kaum noch Werte vermitteln und vor allem die Lehrer die den Jungen wahrscheinlich auch nie wirklich unterstützt haben. Ich kann mich an eine Situation aus meiner Jugendzeit erinnern. Ich hatte Stress auf dem Schulhof laufe aus furcht neben der Pausenaufsicht ( Lehrerin ) als die Jungs einfach kamen und mich weggezogen haben. Das ganze wurde als spaß abgetan und ich wurde auf einer anderen ecke des Schulhofs schön nach Strich und Faden verdroschen. Ist lange her und ich war in der Schule bis auf das eine mal nicht wirklich in der Opferrolle. Aber wenn man an so etwas zurück denkt und dann mal drüber nachdenkt das sich bei einigen Kindern heute solche Situationen täglich abspielen, dann brauch man nur noch bis drei zählen können.
Aber die Schuld haben ja die Killerspiele.
dsights (18.03.2009, 23:28 Uhr)
killer Spiele
Videospiele haben meiner Meinung nach aber auch eine gewisse Mitschuld. Alles trägt einen kleinen Teil dazu bei, dass ein solcher Mensch ausrastet. Nur irgendeine kleine Situation kann das Fass zum Überlaufen bringen. Sei es die Gesellschaft, die Mobbing ausübt, die Lehrer, die ihn vll ungerecht beurteilen, die Eltern, die ihren Sohn weder verstehen noch unterstützen noch Bezugspersonen für ihren Sohn sind und ihm den Zugang zu Waffen ermöglichen. Oder aber auch die gewaltätigen Killerspiele, Filme. Alles trägt einen Teil dazu bei.
Der Grund dafür, dass dann aber alles auf Spiele geschoben wird ist aber meiner Meinung nach ein ganz Anderer. Die Politiker/Psychologen sind nicht wie wir heute mit Spielen/PCs/Konsolen aufgewachsen. Sie haben ein anderes Bild davon. Sehen es nur als 3. und haben sich nur oberflächlich mit dem Thema auseinandergesetzt.
Darum ist es leicht, einem einzelnem Faktor, den man nicht kennt die Schuld zuzuschieben.
Wer hat Schuld?
Die Eltern? überfordert, stecken in Stress, Angst, begreifen nicht was mit ihrem Sohn geschehen ist. Sie sind zu bemitleiden.
Die Lehrer? Sie haben nur ihre Pflicht ausgeführt. Jemand der in der Schule nicht gut ist, bekommt auch keine gute Noten. Das Schulsystem funktioniert. Daran kann es nicht liegen.
Die Gesellschaft? Mobbing gibt es, ja, bestreitet keiner. Aber das bringt keinen Menschen dazu mit Waffen auf jemanden zu schießen.
Was bleibt übrig? Die Killerspiele. Ein Faktor, den die Politiker nicht selbst erlebt haben, nicht selbst kennen. Nur Bruchstücke kennen. Das Grausamste eines Spieles wird hervorgehoben. Hier wird auf Pixel geschossen, die wie Menschen aussehen. Anscheinend nur ein kleiner Schritt zur Realität. Andere Aspekte des Spiels, wie zum Beispiel, einfach mal machen, was man in der realen Welt nie machen darf/will/kann. Sie es Skateboarden wie Tony Hawk, Fußballspielen wie Ronaldo, oder eben Shooter spielen wie Rambo. Das ist egal.
Was gegen Amokläufer tun?
Eltern unterstützen? Kein Geld, zuviele Eltern, die mit ihren Kindern Schwierigkeiten haben. Unmöglich da für die Masse etwas sinnvolles zu tun.
Die Lehrer so ausbilden, dass Schüler keinen Hass wegen schlechten Noten bekommen? Für die Schulbildung ist eh zu wenig Geld da, Schulbildung hat schon immer funktioniert. Das ganze Schulsystem umschmeißen für ein paar einzelne? Wie stehen wir dann international da? Eine Blöße, dass unser Schulsystem nicht funktioniert...
In der Gesellschaft gegen Mobbing kämpfen? Was dagegen tun? Die Menschen können das Wort Mobbing langsam nicht mehr hören. Überall findet Aufklärung statt. Aber verhindern kann man es nicht.
Was bleibt übrig?
Killerspiele! Eine „Sucht“ der im 21. Jahrhundert viele Jugendliche erliegen. Etwas, das Quasi neu ist. Der Großteil der Wähler hat sich nie mit dem Thema auseinander gesetzt. Unter 18 darf niemand wählen. Der Prozentsatz der über 30 jährigen, dem Großteil der Wähler dürfte sich auch nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigen.
Sie sehen die grausamen Szenen aus GTA, COD 5, Deadspace.... Haben es selber nie gespielt, aber Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Die Politiker finden unterstützung in ihrer Ansicht, die Schuld den Killerspielen zu geben. Die Wähler sind auf ihrer Seite. Also gebt die Schuld den Killerspielen. Die, die sich dagegen wehren dürfen meistens eh nicht wählen oder sind in der Unterzahl.
Killerspiele... ein neuer Faktor, an den vor 10-20 Jahren bei einem Amoklauf niemand gedacht hätte. Damals war Mobbing, der Bösewicht. Das ist alt, verbraucht und ausgelutscht.
Eine neuer Bösewicht musste her.... Killerspiele, angefangen mit Counter Strike bis Killzone 2.
Was wird wohl in 10-20 Jahren sein? Wenn die Killerspiele Spieler in der Politik ganz oben stehen?
Hums0711 (18.03.2009, 23:24 Uhr)
Die Medien sind schuld
Ich hatte beim dem Amok von Erfurt eine Email an Politiker geschickt. Wie ich die sache sehe. Als der Amoklauf von erfurt war und ich dann 4 wochen später N24 schaute sah ich einen Bericht über den Amoklauf in Amerika an dem 2 Schüler In der schule rumschossen. N24 Berichtete in einer Dokumentaion darüber, wie die beiden Amokläufer ihre Tat geplant haben und wo sie sich die waffen besorgten und und und.....
Ich kann mir gut Vorstellen, dass wen jemand Amoklaufen will er sich von dort Beispiele holt und sich den mut dadurch aneignet weil er im fernsehen gesehen hat, das die ganze welt darüber Spricht und er somit eine Botschaft von sich schicken kann die er schon immer allen sagen wollte weil er nicht vergessen werden will. Ich spiele selbst schon jahre lang, meine anfänge waren Doom, Quake 1-2-3, Half Life CounterStrike, Battlefield 2, King Pin, Gta und und und. Ich finde eher ich kann dort mir ruhe holen wenn ich agrresive bin. Ich arbeitete in einem InternetCaf- Woher waren freunde von mir auf der Strasse und Schlugen und beklauten leute (waren Kriminel) Als es dann die ersten Internet Cafes gegeben hat und die Spielreihe sind auch die Agressiven spielen gegangen und ich habe sie nicht mehr auf der strasse rumlungern sehen aus langeweile.
Es tut mir leid wenn meine schreib weise ein wenig ungewohnt ist. aber ich möchte halt nicht ewig hier sitzten. Aber meine frage an euch ist wieviele genau so denken und sagen ja die schuld liegt an den Fernseh sendern und deren Show Talk Show und und und .
Nightfly1982 (18.03.2009, 23:18 Uhr)
Alleine der Name
Alleine der Name Killerspiel ist doch ein Witz. Wenn ich mir schon über irgend etwas das Maul zerreißen möchte, von dem ich eigentlich keine Ahnung habe. Und dann auch noch den schwarze Peter durch die Gegend schieben möchte dann sollte mir zumindest der Begriff Ego-Shooter bekannte sein. Killerspiel Spieler hört sich an wie eine anschuldigung vor Gericht......
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