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Windows 10: Diese Daten sammelt Microsoft wirklich

Microsofts neues Betriebssystem Windows 10 schnüffelt seine Nutzer aus. Welche Daten wirklich gespeichert werden, weiß man nicht. Nun hat Microsoft erstmals Einblicke gegeben - mit erschreckendem Ergebnis.

Windows 10 schnüffelt

Seit Windows 10 will Microsoft möglichst viel über seine Nutzer wissen.

Eigentlich sollte Windows 10 Microsoft den ungeliebten Vorgänger Windows 8 vergessen lassen. Und zunächst schien das auch zu funktionieren, Kritiker und Nutzer zeigten sich durchaus angetan. Dann wurde bekannt, dass Windows 10 seine Nutzer automatisch ausspitzelt - und der Wind drehte sich. In welchem Ausmaß das neue Windows schnüffelt, war bislang offen. Jetzt gibt es erstmals Details.

In einer Statistik zur Verbreitung des neuen Systems verriet Microsoft nämlich nicht nur, das mittlerweile 200 Millionen Computer mit dem aktuellen Windows laufen. Wohl um zu zeigen, wie zufrieden die Kunden sind, fügte der Konzern auch noch gleich eine ganze Reihe von Fakten zur Nutzung von Windows 10 bei. Etwa das die Kunden zusammengerechnet knapp 11 Milliarden Stunden in Windows 10 verbracht haben, davon 44,5 Milliarden Minuten im Browser Edge. 82 Milliarden Fotos wurden im eingebauten Foto-Programm angeschaut und so weiter.

Windows 10: Tipps für mehr Datenschutz
  Öffnen Sie die Einstellungen. Das geht entweder über das Startmenü unten rechts oder über die Tastenkombination "Windows-Taste + I". Wählen Sie dort den Reiter Datenschutz mit dem Schloss-Symbol. Hier können Sie auswählen, welche Daten Windows sammeln darf - und welche nicht.

Öffnen Sie die Einstellungen. Das geht entweder über das Startmenü unten rechts oder über die Tastenkombination "Windows-Taste + I". Wählen Sie dort den Reiter Datenschutz mit dem Schloss-Symbol. Hier können Sie auswählen, welche Daten Windows sammeln darf - und welche nicht.

Woher kommen die Daten?

Das ist alles nicht besonders aufregend, bis man sich fragt, woher Microsoft eigentlich überhaupt an diese ganzen Informationen gekommen ist. Hat der Konzern einfach nur besonders detaillierte Umfragen unter den Kunden durchgeführt - oder sammelt er schlicht sogar noch mehr Daten, als bisher angenommen?

Nach eigenen Angaben interessieren Microsoft Daten zur Erhöhung der Sicherheit und Stabilität von Windows 10 sowie zur Personalisierung der Benutzererfahrung. In einem wenig hilfreichen Blog-Post hatte sich der Konzern zu seinen Sammel-Interessen geäußert. So kann man dem persönlichen Assistenten Cortana den eigenen Namen oder die Lieblings-Fußballmannschaft mitteilen und dann passende Nachrichten angezeigt bekommen. Darauf kann man auch verzichten - auf das Versenden der Sicherheits- und Stabilitätsdaten aber nicht. Glaubt man einem Statement Microsofts dazu, werden es Privatkunden wohl auch in Zukunft nicht können.

Kein Entrinnen aus der Datenfalle

Ob Daten wie die Anzahl der angeschauten Fotos tatsächlich zur Kategorie Sicherheits- und Stabilitätsinformationen gehört, sei jetzt mal dahingestellt. Auch ob die Daten von Microsoft mit dem eigenen Benutzer-Account und den persönlichen Daten verbunden werden können, ist nicht bekannt. Fest steht allerdings: Microsoft kennt detailliert die Nutzungsangewohnheiten seiner Nutzer - ohne, dass die etwas dagegen tun können.

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