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6. Februar 2006, 09:37 Uhr

Google schmeißt BMW raus

BMW hat offenbar versucht sein deutsches Angebot im Index der Suchmaschine nach oben zu "schwindeln". Google reagierte drastisch: Einige Seiten des Automobilbauers sind nun nicht mehr über den Dienst zu finden.

Einige Seiten des deutschen Automobilherstellers BMW sind nicht mehr über Google erreichbar© Jae C. Hong/AP

Google lässt die Muskeln spielen: Die deutsche Webseite des Autoherstellers BMW ist bei der führenden Internet-Suchmaschine aus dem Suchindex rausgeflogen. Zur Begründung hieß es, es sei versucht worden, Google-Suchergebnisse zu manipulieren. Als Folge waren die Adresse "www.bmw.de" und ihre verschiedenen Bereiche am Sonntag nicht mehr direkt über die Suchmaschine auffindbar, während andere Konzernseiten wie "www.bmw.com" weiterhin in den Ergebnissen auftauchten. Ein BMW-Sprecher kommentierte die Entwicklung zunächst nicht.

Antrag auf Wiederaufnahme in den Index nötig

Der zuständige Google-Softwareingenieur Matt Cutts schrieb auf seiner Internetseite, es sei versucht worden, Suchergebnisse zu Gunsten der Seiten von "BMW.de" zu manipulieren. Zumindest ein Teil der von Google beanstandeten Seiten sei bereits entfernt worden, räumte Cutts ein. Er erwarte, dass für eine Wiederaufnahme in den Google- Index das zuständige "Webspam"-Team einen entsprechenden Antrag verlangen werde. Darin müsse versichert werden, dass es in Zukunft keine Manipulationsversuche mehr geben werde. Außerdem solle der Antrag Details darüber enthalten, wer für die bemängelten Seiten verantwortlich sei.

Kein Verweis mehr zum deutschen Angebot von BMW

Da die Suchergebnisse von Google nach "Relevanz" sortiert werden, also zum Beispiel danach, wie häufig ein Suchbegriff auf einer Internetseite vorkommt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Treffer zu manipulieren. Einige davon werden von Google als Regelverstoß betrachtet und mit einem zeitweisen Ausschluss aus dem Suchindex geahndet. Die betroffene Seite taucht dann nicht mehr in den Suchergebnissen auf. So findet man nun zum Beispiel bei einer Suche nach "BMW" und "Neuwagen" über Google diverse Links, aber keinen Verweis mehr zum Neuwagenbereich auf der "BMW.de"-Seite.

Im Fall von "www.bmw.de" haben nach Angaben von Cutts die Internet-Nutzer andere Seiten zu sehen bekommen als die so genannten "Googlebots"- Programme, die für die Suchmaschine das Internet durchforsten und den Suchindex erstellen. Während der Verbraucher zum Beispiel unter der Adresse "www.bmw.de/bmw-neuwagen.html" sofort per JavaScript zu einer Seite mit der Modellauswahl weitergeleitet worden sei, habe das Google-Programm dagegen einen Text angetroffen, in dem das Wort "Neuwagen" sehr oft vorkam. Als Folge sei die Seite bei den Suchergebnissen an vorderer Stelle aufgetaucht. Am Sonntag war unter der von Cutts genannten Adresse keine Seite zu erreichen.

DPA
 
 
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