31. Januar 2009, 20:34 Uhr

Datenpanne legt Google lahm

Wer am Samstagnachmittag das Web via Google durchsuchte stutzte: Bei jedem Treffer warnte ein Hinweis vor einer gefährlichen Website. Sogar Google stufte sich selbst als Schädlings-Seite ein. Was war da los? Google sagt: ein Fehler - aber keiner im System, sondern ein menschlicher.

Google, Internetsuche, Suchmaschine, Internet, Panne

Google streikte, weil Daten falsch ins System gespeist wurden©

Google hat am Samstag für fast eine Stunde Surfer bei Suchanfragen mit Fehlermeldung irritiert. Jede in den Trefferlisten aufgeführte Website war mit dem Vermerk versehen: "This site may harm your computer" - Diese Website könnte ihren Computer beschädigen. Selbst wer "google.com" in die Suchmaske eingab, bekam diesen Warnhinweis.

Google machte einen menschlichen Fehler verantwortlich und entschuldigte sich bei den Surfern und den Inhabern der Websites, die fälschlicherweise als schädlich deklariert wurden. Google erklärte, Websites, von denen bekannt sei, dass sie Schadprogramme installierten, würden mit diesem Vermerk versehen. Die Liste mit den verdächtigen Websites stamme von dem Projekt StopBadware.org, dass von Forschern der Universitäten Harvard und Oxford geleitet werde.

Der Fehler am Samstag sei passiert, als die neue Liste falsch in das System eingegeben wurde, so dass danach jede Website als möglicherweise schädlich eingestuft wurde, erklärte Google. Das Problem sei rund 40 Minuten aufgetreten. Der Vorfall werde eingehend untersucht, erklärte Google-Managerin Marissa Mayer. Mit stärkeren Kontrollen müsse sichergestellt werden, dass sich so etwas nicht wiederhole.

joe/AP
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
tobix (02.02.2009, 12:34 Uhr)
@hannes_schinder
Es gibt mehrerer Suchmaschinenanbieter. Allerdings ist es schon bezeichnend, dass das anscheinend nicht einmal mehr bekannt ist :)
hannes_schinder (02.02.2009, 11:18 Uhr)
Das ist zum GOOGELN!
bei einer Firmenwebsite war mein erster Gedanke: "Aha, typisch kriegen nicht einmal ihre Site auf die Reihe", dann befürchtete ich jedoch einen Virus auf dem System, -Neuinstallation.Ich habe Zeit verloren und die Firma auf deren Website ich nicht war eine Onlinebestellung verpasst. Es wäre wichtig mehrere Anbieter von Suchmaschinen im Internet zu haben.
Katastrophenjunkie (01.02.2009, 18:25 Uhr)
scheint ein unglaublich spannender Artikel gewesen zu sein...
wenn eigentlich nur über ein DAS(S) diskutiert wird
hevosenkuva (01.02.2009, 15:09 Uhr)
kostenfreies Angebot??
Immer diese Kurzdenker. "Werbefinanziert ist kostenlos", wie blöd kann man eigentlich sein. Denn die Werbung bezahlen ja schließlich die Firmen, die da Werbung machen! Genial! Und die drucken das Geld selber? Nein. Woher bekommen Firmen das Geld? Richtig, von den Kunden. Und wer sind die Kunden? Dieselben Menschen, die mit ihren Steuern den Staat flüssig machen, mit den Rundfunkgebühren (immer wieder falsch als GEZ-Gebühr bezeichnet) die durch den Rundfunkstaatsvertrag festgeschriebene öffentlich rechtliche Grundversorgung gewährleisten - und eben auch im Endeffekt die Werbung finanzieren. Mit der dann "kostenlose" Angebote finanziert werden für Klugscheißer und Besserwisser. Und das so uneigennützige Google scheffelt Milliarden mit den Werbeeinnahmen.

Früher hieß es mal "was nix kostet, ist auch nix", aber heute gilt halt "wieso sollte ich zahlen" oder einfach "Geiz ist geil" oder "Dummheit gibts umsonst".

und peterpan1001 hat Recht. das ist wirklich ärgerlich.
Mindsplitting (01.02.2009, 13:40 Uhr)
Immer..
..dieser Klugscheißer Alarm in letzter Zeit beim Stern. Man Leute, es ist ein Kostenfreies Angebot. Seid lieber froh das der Stern euch sowas anbietet. Wenn ihr Penibelst auf die Korrektheit der artikel achten wollt geht zu ARD oder ZDF wo ihr GEZ für zahlt.
Zum Artikel. Ich finds ehrlich gesagt nicht schlimm wenn sowas "mal" passieren kann. Fehler geschehen überall und genauso wie der Stern ist Google eine Kostenlose, werbefinanzierte Seite. Ich nutze Google nach wie vor munter weiter.
peterpan1001 (01.02.2009, 00:09 Uhr)
daß und das
Die Liste mit den verdächtigen Websites stamme von dem Projekt StopBadware.org, dass von Forschern der Universitäten Harvard und Oxford geleitet werde.
----
ich hasse es wenn man nicht zwischen daß und das unterscheiden kann, und das jetzt auch beim stern.
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