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6. August 2009, 21:06 Uhr

Schutz vor Datenklau

Legen Sie eigentlich auch beim Einkaufen Ihre geöffnete Geldbörse im abgestellten Einkaufswagen ab, während Sie durch die Gänge schlendern? So verhalten sich - bildlich gesprochen - viele Internetnutzer bei ihren Shoppingtouren im Netz. Teil drei der Serie mit Überlebenstipps für den digitalen Alltag. Von Rainer Hattenhauer

Der moderne Räuber zieht sich keinen Damenstrumpf über den Kopf und begibt sich mit dem Colt in der Hand zur nächstbesten Bank. Der Cyberkriminelle tauscht die Waffe gegen Laptop, Programmierwerkzeug und Webeditor und lockt ahnungslose Opfer auf scheinbar seriöse Seiten im Look von Ebay, einer Bank oder PayPal. Im ersten Schritt entlockt er seinem Opfer die Zugangsdaten zu den echten Seiten, im zweiten Schritt verwendet er diese, um den Ahnungslosen um beachtliche Summen zu erleichtern. Der Schock folgt mit dem nächsten Kontoauszug: Dann geht die Rennerei los, um nachzuweisen, dass man nicht selbst die Überweisung in Höhe von 3000,- Euro auf ein fremdes Konto in Auftrag gegeben hat.

Es ist immer wieder haarsträubend, wie blauäugig viele Zeitgenossen mit sensiblen Daten in Gestalt von E-Mail-Adressen, Passwörtern oder gar mit PIN und TAN für das Onlinebanking umgehen. Geht damit etwas schief, so haftet das zugehörige Kreditinstitut nur dann, wenn mit den Daten nicht fahrlässig umgegangen wurde. Die Beweislast dafür liegt stets auf Seiten des Kunden. Und nun raten Sie mal, wer sich im Falle des Falles den besseren Anwalt leisten kann ...

Damit besagter Fall niemals eintritt, finden Sie im Kasten links eine Art Sicherheitsknigge nach dem Motto "Vorbeugen ist besser, als aufs abgeräumte Konto zu schauen".

Die Abwehr von Cyberkriminalität gleicht zuweilen der bekannten "Hase und Igel"-Fabel: Stets sind die Datendiebe den aktuell existierenden Schutzmechanismen ganz dicht auf den Fersen. Nur wer seine Abwehrmechanismen up to date hält und das Betriebssystem regelmäßig aktualisiert und vor allem mit gesundem Menschenverstand vorgeht, wird in diesem Rennen nicht unterliegen. Eines lässt sich aber mit Gewissheit sagen: Absolute Sicherheit ohne eigenes Zutun gibt es nicht.

Gefunden in ...

Gefunden in ... "Digital Survival Guide 2010. Rezepte, die das Leben einfacher machen", Dr. Rainer Hattenhauer, Verlag Markt+Technik, 19,95 Euro. Der Autor Rainer Hattenhauer erklärt sein Buch auch auf Youtube.

 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
tobix (07.08.2009, 09:03 Uhr)
Bei "Verschlüsselte Datenübertragung" sträuben sich bei mir die Haare
Wer hat denn "Verschlüsselte Datenübertragung" verbrochen?
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Mails verschlüsselt abholen ist ja ganz schön, um sein Passwort zu schützen. Danach laufen sie aber im Klartext durchs Internet, außer man verschlüsselt den Inhalt - was aber nicht mehr so trivial ist.
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Gegen (Bundes)Trojaner hilft das ganze garnix, die Daten werden ja auf dem PC verarbeitet - und da liest der Trojaner mit, bspw. mittels Keylogger. Will heißen: wer einen Trojaner auf dem System hat, hat eh verloren.
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Lustig auch die "wasserdichte" Firewall. Es reicht, die Windows-Firewall zu aktivieren, die meisten Normalbenutzer schaden sich mit einer separaten Desktop-Firewall mehr als dass sie davon profitieren.
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Die Sicherheit einer SSL-Verbindung wird in Firefox übrigens nicht nur "grün", sondern auch "blau" angezeigt. Blau ist das Standard-Zertifikat, grün sind EV-Zertifikate, die die Identität sicherer bestätigen sollen.
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Und wenn man schon JavaScript im Firefox "temporär" deaktivieren will, nimmt man gleich das Add-On "NoScript". Übrigens ist es wahrscheinlich zu spät über das Deaktivieren nachzudenken, wenn einem schon eine Sache komisch vorkommt.
Clibanarius (07.08.2009, 08:33 Uhr)
@Admins, @Redaktion: Wer schützt uns und gibt...
...Tips gegen die seit 1-2 Wochen nervenden, beschi***nen Umfrage-PopUps von AGOF hier bei Stern sowie gefühlten 19472 anderen Seiten? Dieser PopUp ist derart aggressiv wie ein Trojaner, taucht bei jedem 2. Klick bzw. Seitenaktualisierung auf der selben Seite auf und lässt sich kaum abschalten bzw. Verhindern. Selbst Adblock Plus scheitert daran. Zwar kann er es ausblenden, dann aber muss man die Seite aktualisieren weil dieser Popup wichtige Schaltflächen und Eingabefelder auf der jeweiligen Seite deaktiviert wenn es im Hintergrund aufgeht, wie z.B. die Schaltfläche "Kommentieren Sie diesen..." und das Eingabefeld.
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Selbst bei der SMS-Funktion bei Arcor.de geisterte dieser Popup und tauchte gerade dann auf, wenn man eine SMS schreiben wollte und deaktivierte die Eingabefelder und Schaltflächen. Offenbar haben bei Arcor Proteste von Kunden eingeschlagen.
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@Redaktion
Mit Tips für Datenschutz sollte sich jemand zurückhalten, der seine Leser mit penetranten Umfrage-PopUps belästigt und vergrault.
dekanus (07.08.2009, 01:31 Uhr)
@dutchinmex

Bei Ihren Worten weiss ich gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll. Wissen Sie eigentlich, wieviel Daten Sie gerade über sich selbst verraten haben, nur weil Sie hier einen Kommentar abgegeben haben?
dutchinmex (06.08.2009, 22:48 Uhr)
Wenn man
so dumm ist um per Internet zu kaufen, darf man nichts anderes erwarten und man sollte dann auch nicht klagen. Das ganze ist einfach eine weniger mortale Version des Darwinischen Gesetzes.
Das gleiche gilt für Idiotien wie Facebook und Twitter, wo man so herrlich alle seine Daten veröffentlichen kann.
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