Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, wir müssen sie grundsätzlich mit der Nahrung aufnehmen. Im Fachjargon nennt man sie daher "essenziell". Diese Fettsäuren sind am gesündesten und leicht verdaulich.
Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören Omega-3-Fettsäuren; eine der bekanntesten davon ist die dreifach ungesättigte Alpha-Linolensäure. Sie ist in Raps-, Walnuss- und Leinöl enthalten. Zwei weitere, besonders wirksame Omega-3-Fettsäuren finden sich in fettreichem Fisch wie Makrele, Hering, Lachs oder Thunfisch. Omega 3 schützt vor Arteriosklerose und senkt den Triglyceridspiegel im Blut. Vermutlich wirken die Fettsäuren bei Rheuma entzündungshemmend.
Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) stecken meist in Pflanzenölen wie Soja-, Maiskeim-, Weizenkeim- oder Distelöl. Sie senken den Cholesterinspiegel und beugen so Arteriosklerose vor.
Den fettähnlichen Stoff Cholesterin müssen wir nur zum Teil über die Nahrung aufnehmen. Zwei Drittel des Gesamtcholesterins kann der Körper in der Leber selbst herstellen. Insgesamt findet sich 150 bis 200 Milligramm Cholesterin pro Deziliter im Blut, es setzt sich aus gesundem HDL-Cholesterin und schädlichem LDL-Cholesterin zusammen.
Cholesterin ist ein Baustein der Zellwände und erfüllt wichtige Funktionen beim Aufbau von Steroidhormonen wie zum Beispiel Östrogen, von Gallensäuren für die Verdauung oder bei der Bildung von Vitamin D. Wer allerdings über längere Zeit zu cholesterinreich isst, riskiert einen erhöhten Cholesterinspiegel. Das droht vor allem, wenn Sie sehr viel Innereien, Eier oder Butter essen. Zu viel schädliches LDL-Cholesterin sammelt sich im Blut und die Gefahr steigt, dass die Adern verstopfen und sich Arteriosklerose bildet.