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26. Mai 2010, 14:09 Uhr

Gen-Schokolade im Regal entdeckt

Die Umweltorganisation Greenpeace hat Schokoriegel mit gentechnisch veränderten Zutaten im Supermarkt entdeckt. Entgegen der Vorschrift waren diese nicht gekennzeichnet. Nach Angaben des Lebensmittelkonzerns Nestlé handelt es sich um für den amerikanischen Markt hergestellte Ware.

Greenpeace, Gen-Schokolade, Gentechnik, gentechnisch veränderte Lebensmittel, Nestle

Aus Amerika importiert: Die beiden Schokoriegel enthalten Genmais oder -soja als Zutaten© Greenpeace

Die Umweltorganisation Greenpeace hat Schokoriegel mit gentechnisch veränderten Zutaten in deutschen Supermärkten entdeckt. Die aus den USA importierten Produkte seien nicht wie vorgeschrieben gekennzeichnet gewesen, teilte Greenpeace am Mittwoch mit. Zwei untersuchte Schokoriegel-Sorten der Firma Nestlé seien mit Gen-Soja beziehungsweise mit Zutaten aus sechs unterschiedlichen Gen-Mais-Sorten hergestellt worden. Der Verkauf von nicht gekennzeichnetem Gen-Food sei in Europa aber strafbar.

Man beachte selbstverständlich alle einschlägigen Kennzeichnungsvorschriften, wies Nestlé Deutschland die Vorwürfe zurück. Nestlé produziere und vertreibe in Deutschland keine Produkte, die gentechnisch veränderte Zutaten enthielten, erklärte das Unternehmen in Frankfurt. Die Schokoriegel "Butterfinger" und "Baby Ruth" würden nicht von Nestlé Deutschland vertrieben. Es handle sich dabei um Produkte, die für den amerikanischen Markt hergestellt und entsprechend den dortigen Vorschriften gekennzeichnet seien. Die Produkte seien offensichtlich von einer von Nestlé unabhängigen Firma importiert worden.

Greenpeace forderte unterdessen umfassende Kontrollen der Lebensmittelüberwachung. "Die meisten Verbraucher in Deutschland wollen sich kein Gen-Food unterjubeln lassen", sagt Stephanie Töwe, Gentechnik-Expertin bei Greenpeace. Der Anbau von Gen-Pflanzen für Lebens- und Futtermittel birgt nach Greenpeace-Ansicht zahlreiche Risiken für die Umwelt und ökologische Landwirtschaft.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 17)
 
pizzaquark (27.05.2010, 20:20 Uhr)
Unterschied
@ DarkSpir

Es gibt einen ganz bedeutenden Unterschied zwischen Züchtung und Genmanipulation, nämlich der, daß ein Konzern auf seine Genmanipulierte Pflanze (oder Tier) ein Patentrecht erheben kann.

Genau das ist das erklärte Ziel von großen Gen-Konzernen, allen voran Monsanto, nämlich die Patentierung von Lebewesen,
Kleinbauern in die Saatgutabhängigkeit zu treiben und letzten Endes die Lizenz-Herrschaft über den weltweiten Lebensmittelmarkt.

Wohl bekommt's
LaoLu (27.05.2010, 14:14 Uhr)
Beim Lesen einiger Kommentare
beschleicht mich der Verdacht, daß der regelmäßige Verzehr von Butterfingern zu einem verstärkt unkritischen Konsumverhalten (mmmh - lecker) führt...
Creamy (27.05.2010, 10:26 Uhr)
@Stern007
Genau...meine Rede!

Peanut Buttercups von Reese's bzw. Heryhey's. LECKER!

Und Brüste sind mir auch noch keine gewachsen, auch kein drittes Auge.
Creamy (27.05.2010, 10:23 Uhr)
Butterfinger
Ich liebe den Butterfinger...superlecker.
Kenne ihn in Deutschland aber nur als importiertes Produkt mit amerikanischer Kennzeichnung. Höchstens ein Aufkleber mit einer deutschsprachigen Zutatenliste ist auf der Verpackung. Und das in diesem Produkt genveränderte Zutaten drin sind, ist do schon seit Jahren bekannt. Die Story hat soooooo einen Bart.

Wie soll man die Weltbevölkerung denn ohne genmanipulierter Agrarprodukte ernähren? Und damit meine ich nicht den Butterfinger!
nichtvergessen (27.05.2010, 10:22 Uhr)
Haar in der Suppe
Oh Gott was sollen wir nur tun ? Irgendjemand hat einen Karton Schokoriegel vom amerikanischen Markt in Deutschland verkauft. Das muss man sich mal vorstellen ! Wie geht es den Konsumenten ? Konnten Sie Ihre Haende mittlerweile wieder reinigen oder klebt noch Schoko am Mundwinkel ? Was sagt der Zoll, wurde die Ware ordnungsgemaes verzollt ? Wurden auch alle Steuerrechtlichen Bestimmungen eingehalten ? Gibt es Folgetaeter, evtl. Chinesen die einen Sack Genreis heimlich in Nordkorea einschleusen ? Folgt jetzt nach den Bankenkrisen die Nahrungindustriekrise ?

@bigpoint
Gibt es auch ein Argument mit dem Sie Ihr Pamphlet begruenden koennen ?
Stern007 (27.05.2010, 10:18 Uhr)
Mhhh, lecker
Ich liebe Butterfinger... oder noch besser Buttercups....mhhh
egal ob gen oder nichtgen oder manipuliert oder was auch immer...
einfach lecker
chatahootchee (27.05.2010, 03:25 Uhr)
@RDUKE7777777
Jawolll, Herr Oberlehrer. Darf ich mich jetzt setzen?
bigcpoint (27.05.2010, 00:18 Uhr)
BP sind nette Leute im Vergleich
Nestle ist eine der schlimmsten Firmen des Universums.
Unter anderem würde Nestle gerne das Trinkwasser auf der Erde privatisieren.
Wer Produkte von dieser Firma kauft ist selber schuld, egal was auf der Verpackung steht.
Wer soll denn hier etwas kennzeichnen ? Politiker ?
Wir haben 2010. Träumen Sie weiter.
Bei Diktatoren steht in der Regel auch nichts Schlimmes auf der Verpackung.
Trotzdem lieber Finger weg.
Josh67 (26.05.2010, 22:25 Uhr)
marihuhna
Es geht um eine ehrliche Kennzeichnung.
Wer kein Gen-Food will sollte informiert sein.
Und ja es sind schon viele Menschen, Tiere und Ökosysteme zu Schaden gekommen.

In Argentinien z.B. wo Genmais- und Soja produziert wird, leben die bauern traditionell in Ihren Feldern. Die Tiere die Sie zu leben baruchen ( Hühner, Kühe) ernähren sich ebenfalls traditionell in den Feldern, von den Feldern.
Die Kühe und die Hühner sterben und die Menschen werden krank, seit Sie Genmais- und Soja anbauen.
Die Samen des reifen Produkts sind übrigens nicht mehr zur Aussaat geignet, was den Bauern an die Herstellerfirma bindet und ne Menge Kohle kostet.
Auch das Pflanzenschutzmittel wird von der selben Firma hergestellt.

Geben Sie mal in Google Monsanto ein.
Informieren Sie sich doch bitte erst mal über einen Sachverhalt, bevor Sie hier solch einen "verzeihung" Blödsinn von sich geben.
Josh67 (26.05.2010, 22:17 Uhr)
Wers glaubt...
Also das sollte sich doch leicht erklären lassen.
Aber leider gibt der Artikel kaum Auskunft.
War auf der Verpackung des Riegels die Zutatenliste in deutsch?
Wenn ja, warum?
Wenn nein, wer hat das Produkt woher gekauft?
Das kann ein Schulkind recherchieren.
Also nur heiße Luft.
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