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Die stechende Pein ist kaum auszuhalten

Es fühlt sich an, als würden sich Pfeile durch den Schädel bohren: Cluster-Kopfschmerzen übertreffen in ihrer Stärke sogar Migräne-Anfälle. Hausmittel helfen den Betroffenen nicht. Doch ein Arzt kann Therapien verschreiben, die die Schmerzen zumindest lindern.

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Ein kleiner Hirnkern - der Hypothalamus - spielt bei Cluster-Kopfschmerzen eine Rolle© Colourbox

Ohne ersichtlichen Grund sind sie plötzlich da. Sie bohren sich wie Pfeile durch den Schädel zum Auge, treiben den Menschen fast zum Wahnsinn treiben. "Cluster-Kopfschmerzen zählen zu den schlimmsten Körperqualen, die ein Mensch ertragen kann", sagt Stefan Evers, Neurologe am Universitätsklinikum Münster. Die periodisch auftretenden Schübe können sich einige Wochen hinziehen, klingen dann ab, um irgendwann erneut zu beginnen.

Glücklicherweise ist die Erkrankung sehr selten. Höchstens ein Promille der Deutschen leidet an den wiederkehrenden Attacken. Meist tauchen diese erst um das 30. Lebensjahr auf, können aber auch in jedem anderen Alter auftreten. Dabei trifft es größtenteils Männer; Frauen sind nur zu einem Viertel betroffen. Weshalb das so ist, wissen die Forscher bislang nicht. Ebenso ungeklärt ist, weshalb die Anfälle während der Schübe gehäuft auftreten.

Entzündete Venen hinterm Augapfel

Wie die Schmerzen entstehen, ist dagegen gut beschreibbar. Hinter dem Augapfel befindet sich ein dichtes Geflecht aus vielen kleinen Venen. Es ist bestückt mit Schmerz-Rezeptoren. Dort sammelt sich das Blut aus dem Kopf und wird zum Herzen weitergeleitet. Entzündet sich dieses Geflecht aus Venen, quellen die Gefäße auf. Das Blut wird nicht mehr richtig abtransportiert, der Innendruck in den Adern steigt und quetscht die schmerzempfindlichen Rezeptoren. Was diese Entzündung auslöst, ist bislang noch unbekannt. Mediziner vermuten, dass sie ihren Ursprung im mittleren Bereich des Gehirns und im Hirnstamm hat.

Eines aber leider ist sicher: Heilen lässt sich die Krankheit bislang nicht. Menschen, die an Cluster-Kopfschmerzen leiden, müssen daher lernen, mit der Pein umzugehen. Und sie müssen herausfinden, was ihnen am besten dagegen hilft.

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