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20. August 2007, 08:19 Uhr

Elf Verletzte bei Dreh zu Tom Cruise-Film

Bei den Dreharbeiten zum Hitler-Attentat-Verfilmung "Valkyrie" sind elf Statisten verletzt worden, einige schwer. Der Film wird derzeit in Berlin gedreht und steht mit dem bekennendem Scientologen Tom Cruise in der Hauptrolle in der Kritik.

Auf solchen LKWs werden die Szenen für den Film "Valkyrie" gedreht. Hier in der Berliner Wilhelmstraße© Stephanie Pilick/DPA

Bei den Dreharbeiten zum Film "Valkyrie" mit Hollywoodstar Tom Cruise sind in Berlin elf Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Sie waren bei den Aufnahmen in Berlin-Mitte in einer Kurve von einem Lastwagen gestürzt, teilte die Polizei am Montag mit. Die Dreharbeiten wurden daraufhin abgebrochen. Der Lastwagen wurde sichergestellt und soll auf technische Mängel hin untersucht werden. Ob die Dreharbeiten wie geplant am Montagmorgen weitergehen, war zunächst noch nicht bekannt.

Dreharbeiten vor Originalkulisse

In dem Film von Regisseur Bryan Singer spielt Cruise den Hitler- Attentäter Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Der Streifen um das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 wird zum Teil am historischen Ort im Berliner Regierungsviertel gedreht. Am einstigen Reichsluftfahrtministerium in der Wilhelmstraße, wo heute das Bundesfinanzministerium untergebracht ist, wurden mit Statisten in Wehrmachtsuniform mehrere Szenen gedreht. In dem Film von Regisseur Bryan Singer ("Die üblichen Verdächtigen") spielt Cruise den Hitler-Attentäter Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Der Hollywoodstar selbst war am Tag des Unfalls nicht dabei.

Für die Dreharbeiten wurde Bereiche der Leipziger Straße sowie der Wilhelmstraße bis Montagmorgen abgesperrt. Die Aufnahmen zu dem Film "Valkyrie" hatten Mitte Juli in Brandenburg begonnen. Der Film hatte schon vor Drehbeginn für Aufsehen gesorgt, weil Cruise bekennender Anhänger der Scientology-Organisation ist. Es gab außerdem keine Drehgenehmigung für den historischen Schauplatz im Berliner Bendlerblock, wo Stauffenberg und drei Gleichgesinnte hingerichtet wurden.

Schäuble warnt vor Scientology

Die Dreharbeiten mit Hollywoodstar und Scientology-Mitglied Tom Cruise rufen Politiker und Sektenexperten auf den Plan. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble warnte vor der Organisation: Scientology verfolge Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung und werde deshalb vom Verfassungsschutz beobachtet, sagte der CDU-Minister der Berliner Tageszeitung "B.Z. am Sonntag". Scientology wolle Grund- und Menschenrechte außer Kraft setzen und damit die freiheitliche Verfassung abschaffen, sagte Schäuble. Den Film mit US-Schauspieler Cruise wolle er sich dennoch ansehen, wird der Minister zitiert. Der Berliner Sektenbeauftragte der Evangelischen Kirche, Thomas Gandow, warf Cruise in der "Rheinischen Post" vor, nach Deutschland gekommen zu sein, um die Bewegungsfreiheit der Organisation auszudehnen.

Stauffenberg-Enkel verteidigt Schauspielrolle in "Valkyrie"

Der Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg hat seine Mitarbeit als Schauspieler an der umstrittenen Verfilmung hingegen verteidigt. "Meine Rolle ist winzig", sagte Philipp von Schulthess der "Welt am Sonntag". "Zwei Sätze - das war's." Die Bedenken gegen den Widerstandsfilm kann der 34-Jährige demnach nicht nachvollziehen. "Vor was haben die Leute eigentlich Angst? Dass es ein Scientologywerbefilm wird?" Diese Befürchtung sei lächerlich. Dass Cruise ein Scientologe ist, sei ihm egal. "Was Cruise privat macht, geht mich nichts an", betonte der Stauffenberg-Enkel.

Er finde es vielmehr großartig, dass sich ein Amerikaner der Geschichte seines Großvaters annehme. Deshalb habe er sich bei der Casting-Agentur beworben. "Natürlich wussten die, dass ich der Stauffenberg-Enkel bin", sagte er. "Das war gewissermaßen mein Ass im Ärmel." Die Mutter des 34-Jährigen, Konstanze von Schulthess Rechberg, ist die jüngste Tochter des Hitler-Attentäters. Claus Schenk Graf von Stauffenberg wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Philipp von Schulthess spielt in dem Film einen Adjutanten.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
Frei_Talk (21.08.2007, 14:19 Uhr)
Dalai-Lama
Hallo Lama oder Don?
Leute wie dich trifft man hier überall. Anstatt sich konkret mit dem geschriebenen Wort auseinander zusetzen und zu argumentieren wird wieder und immer wieder etwas unterstellt. Wenn du Format hat setzt dich mit meinem Text auseinander. Wenn du das nicht kannst lass es. Das sieht sonst nicht sehr gut aus....Ach ja und Hä ist ein umgangssprachliches Wort und bedeutet soviel wie "wie bitte" oder "was meinst du". Ich gehe davon aus das du den restlichen Text verstehen und auch verarbeiten konntest. Oder ist dein Lama abgeleitet von lahm.....ciao...
Dalai-Lama (21.08.2007, 12:58 Uhr)
Hä?
Erklär mir doch bitte mal jemand, was denn "hä? für ein deutsches Wort ist.
Oder was?!
Ist "oder was" umgangssprachlich für "hä"? Oder? Was?
Erklär mir doch bitte mal jemand, warum hier jeder jederzeit jeden Unsinn absondern darf. Ist das Meinungsfreiheit?
Oder was!!
Frei_Talk (21.08.2007, 09:01 Uhr)
Hä?
Hallo
erklär mir mal bitte einer was der Film und das Thema bitte mit den Syntologen zu tun hat. Ist es eine typisch syntologische Botschaft? Ja welche eigentlich...Tötet Diktatoren oder was? Wenn ja ist es doch nicht verkehrt. Oder war Stauffenberg ein Syntologe und die Botschaft lautet nicht Stauffeberg sondern die Sekte wollte Deutschland retten. Oder was? Lasst die doch den Film machen. Und wenn der Film schlecht ist kann man ihn zereissen. Vieleicht lag es ja auch daran das die Sekte heimlich Regie geführt hat..und wenn es ein Erfolg war hat die Sekte das finanziert....Man. Deutschland....
anuhea (21.08.2007, 05:34 Uhr)
Die Produktionsfirma gehört Tom Cruise
Nachdem er von Paramounts Besitzer Sumner Redstone wegen seiner Scientology-Zugehörigkeit gefeuert wurde und ihn kein anderes Studio unter Vertrag nehmen wollte, weil TC durch seine herabwürdigen Kommentare über Kritiker als nicht mehr vermarktbar gilt, hat er die Rechte an United Artists erworben, also ist er auch für die Schlamperei auf seinem Filmset verantwortlich. Schade nur, dass er sich diesmal nicht als Held und Retter darstellen kann, wie er es sonst immer gern tut. Es ist nicht das erste Mal, das Leute bei Filmdrehs mit ihm verletzt worden sind.
Ich finde es traurig, dass Kommentare hier Scientology als Privatsache abtun. Eine Sekte, die von einem schlechten Science Fiction-Autor gegründet wurde, die ärztliche Hilfe für psychische Erkrankungen ablehnt und statt Medikamenten Vitaminpillen vorschlägt, ist gefährlich. Eine Sekte, die Kritiker verfolgt und bedroht, sollte bei jeder Erwähnung als totalitär gebrandmarkt werden, das hat nichts mit Toleranz gegenüber Religionszugehörigkeit zu tun, und auch nicht damit, dass das Privatsache von Herrn Cruise sei, schließlich erwähnt er Scientology dauernd. Privat ist etwas anderes - nämlich, wenn keiner weiß, was jemand denkt, fühlt, welcher Religion oder Partei er angehört.
Lynx2 (20.08.2007, 20:07 Uhr)
Macht diesen Typen doch nicht so wichtig
Das Hollywood ein Sammelbecken für abstruse Sekten für Leute mit Geld ist, ist ja nicht neu. Je mehr man aber über Cruise im Zusammenhang mit Scientologie redet desto grösser ist das Forum das man dieser beknackten Sekte gibt. Die Freuen sich doch nur über diese Gratiswerbung.
Weder der mittelmässige Cruise noch diese Sekte sind dieses Medienecho wert.
KarstenSee (20.08.2007, 15:29 Uhr)
Tom Cruise Walkuere.......
Tja, nun bin ich ein im Ausland lebender deutscher, und jedesmal bin ich nen Nazi.Adolf und Co kennt jeder, egal wohin ich komme.
Aber das es auch Elser,Stauffenberg etc gab weiss kein Schwein.
Warum? Ganz einfach.
Gabs nich im Kino oder Fernsehen.
Die Menschheit ausserhalb Europas bildet sich damit fort.
Was da gezeigt wird ist fuer die die Wahrheit.
Weil Schule kann man sich nicht leisten, also Kino und co.
Und wir koennen nur hoffen das der Film gut wird, so das ich nich immer nur Nazi bin in Zukunft.......
Dafuer muss erst so Typ aus Hollywood her um modernen Geschichtsunterricht abzuleisten.
Mag man von Tom halten was man will.
Ich bin froh das (egal wer) so ein Hollywoodfritze sich mal dieser Thematik annimmt. Wir deutschen sind naemlich zu doof dazu dieses
uebers Kino zu verkaufen.
zeus166 (20.08.2007, 12:24 Uhr)
Blockbuster
Scientology ist nicht mein Fall. Das ist Sache von Tom Cruise. Ist mir fast egal, was er in seiner Freizeit treibt. Ich hoffe nur, dass der Film authentisch und spannend ist. Seien wir doch froh, dass ein Weltstar sich dieser Rolle annimmt. Schließlich wird dadurch der Film in aller Welt gezeigt. Alle deutschen Fassungen dieser Geschichte fanden im Ausland kaum Beachtung bzw. wurden erst garnicht ausgestrahlt. Das könnte hier anders werden. Insbesondere, wenn der Film gut wird. Vielleicht trägt er sogar zum Ansehen Deutschlands bei. Also erstmal abwarten, wie der Film wird.
Dewerth (20.08.2007, 11:11 Uhr)
Jetzt aber bitte...
...nicht schon wieder dem Tom Cruise die Schuld an dem Unfall in die Schuhe schieben. Sonst wird der tapfere Dorian Henkel von Donnersgray böse und schreibt wieder eine ganze Seite in der FAZ über das Spießertum in Deutschland. Oder noch schlimmer: Er wandert aus.
hevosenkuva (20.08.2007, 10:10 Uhr)
kein Wunder...
dass bei einem Film mit Tom Cruise (Scientologe) Menschen verletzt werden - so in etwa liest sich der Artikel ("...und steht mit dem bekennendem Scientologen Tom Cruise in der Hauptrolle schon länger in der Kritik. ").
Nebelkerzen helfen nicht; echte Informationen über Scientology, die Hintergründe und Umtriebe der mysteriösen und mächtigen Sekte sind leider schon länger Mangelware.
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