Der neue TV-Zweiteiler "Gier" von Dieter Wedel" ist eine sechs Millionen Euro ist teure Produktion mit zahlreichen hochkarätigen Schauspielern. Es gibt trotzdem gute Gründe, sich vom neuen Wedel nicht wertvolle Lebenszeit rauben zu lassen. Von Carsten Heidböhmer
Mit seinem neuen TV-Zweiteiler "Gier" scheint Regisseur Dieter Wedel den Nerv der Zeit getroffen zu haben: Der Film zeigt, wie die Gier nach Geld, Macht und Anerkennung Menschen dazu treibt, Hochstaplern und Bankern geradezu blind zu vertrauen. Im Mittelpunkt steht der Finanzbetrüger Dieter Glanz (Ulrich Tukur), der eine ganze Reihe von Leuten mit traumhaften Renditeversprechen dazu gebracht hat, bei ihm Millionenbeträge anzulegen. Inspiriert ist die Geschichte von den wahren Erlebnissen des Hochstaplers Jürgen Harksen, der ab 1987 prominente "Kunden" wie Dieter Bohlen und Udo Lindenberg um Millionenbeträge prellte. Es hätte der Film zur aktuellen Lage der Nation werden können. Dass er das nicht geworden ist, liegt vor allem an fünf Gründen.