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Rebsorte

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Sommerweine
Sommerweine
Die Wohltat in Wei

Hart sind die Kmpfe am Tage. Abends aber und ohne Rstung, da suchen wir Erholung. Sehr erfrischend ist dann ein leichter Sommerwein! Er ist wie die Lazarettschwester mit dem lindernden Eisbeutel. Welche Schwestern die besten sind, hat der stern getestet.

stern.de-Weinschule
stern.de-Weinschule
Die besten Rebsorten Italiens

Vergessen Sie Lambrusco! Italien hat in Sachen Wein viel mehr zu bieten. Wir stellen Ihnen in unserer fnfteiligen Weinschule die besten Rebsorten des Landes vor ? und liefern sie zu Ihnen nach Hause.

Wein und Bier von AC/DC und Co.
Wein und Bier von AC/DC und Co.
Metal im Abgang

Ihre letzten Hits liegen teilweise Jahrzehnte zurck, nun suchen sich Rockbands wie AC/DC, Motrhead und Iron Maiden neue Einnahmequellen - und bieten Bier und Wein in eigenen Flaschen an.

stern.de-Weinschule Italien
stern.de-Weinschule Italien
Der beste Wein zur Pasta

Glauben Sie auch, dass Rotwein mde macht? Dann haben Sie noch keinen Sangiovese getrunken. Frisch und fruchtig passt die Rebsorte zu jedem Nudelgericht. Eine Anleitung zu italienischer Lebensfreude.

stern.de-Weinschule
stern.de-Weinschule
Das Geheimnis des Pinot Grigio

Diesen Italiener lieben wir Deutschen: Kaum ein Weiwein wird bei uns so gern getrunken wie Pinot Grigio - leicht, frisch und lecker. Wir stellen Rebsorte und drei Weine zum Bestellen vor.

Weinschule Italien
Weinschule Italien
Der ideale Wein zum Fleisch

Klar knnen Sie zu Steaks, Gulasch und Braten weiter Bier trinken. Aber das ist so prickelnd, wie jedes Jahr Urlaub im Harz zu machen. Probieren Sie mal Montepulciano - ein Geheimtipp unter Rotweinen.

stern.de-Weinschule Italien
stern.de-Weinschule Italien
Der Geheimtipp unter den Weiweinen

Die einen schmecken Birne, die anderen Mandarine. Doch eines ist sicher: Weine aus der Rebsorte Verdicchio sind vor allem lecker - und ideal zu Spargel und Gegrilltem. Wir stellen den Geheimtipp vor.

stern-Weinverkostung
stern-Weinverkostung
Das Jahr des Superweines

Keine Strme, keine Drre: Der Jahrgang 2011 war ein Geschenk fr Winzer und Gaumen. Der stern hat ber 200 deutsche Weiweine verkostet. Und empfiehlt die besten.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Ein Cabernet Sauvignon in Reinkultur!

2008 Finca Sophenia Altosur Cabernet Sauvignon (Rotwein, Argentinien) Jancis Robinson ist eine britische Weinjournalistin, die sich an dem 20-Punkte-System orientiert und mit diesem vergleichsweise zurückhaltend umgeht. So hat mich letzten Monat ein Verkostungsbericht über argentinische Weine neugierig gemacht, da hier ein Cabernet Sauvignon 16,5 Punkte erhielt und mit Jancis' Höchstprädikat "very good value" ausgezeichnet wurde. Die Punktzahl entspricht ungefähr 90 Punkten auf der 100er-Skala und da Mrs. Robinson – wie schon erwähnt – eher konservativ Punkte vergibt, musste ich den Wein bei einem Preis von nur 6,99 EUR unbedingt probieren. Das Ergebnis war sofort eindeutig: Der Wein ist ein wunderbarer und sehr typischer Vertreter seiner Rebsorte für überraschend wenig Geld. Zudem trifft auf ihn besonders ein Begriff  zu: LECKER! Cabernet Sauvignon ist die bekannteste und auch meist angebaute rote Rebsorte der Welt. Lediglich Merlot kann in Sachen Superlative noch einigermaßen mithalten. Cabernet Sauvignon wird vermutlich erst seit Ende des 17. Jahrhunderts angebaut und ist somit eine vergleichsweise junge Rebsorte. Genetisch gesehen handelt es sich um eine Kreuzung aus Cabernet-Franc und Sauvignon Blanc – 1997 wurde dies auch mit Hilfe einer DNA-Analyse endgültig belegt. Die Rebsorte wird mittlerweile auf der ganzen Welt angebaut, und es gibt wohl drei zentrale Gründe für den großen Erfolg der Rebsorte. Erstens sind die Trauben sehr robust. Sie vertragen vergleichsweise gut Frost und sind sehr fäuleresistent. Zweitens hat Cabernet Sauvignon ein sehr attraktives Aromaprofil mit extrem hohem Wiedererkennungswert. Und drittens gehören viele Weine dieser Rebsorte zu den besten der Welt, nicht zuletzt da Cabernet Sauvignon seit Ende des 18. Jahrhunderts in vielen prestigeträchtigen Bordeaux-Weinen zum Einsatz kommt; am linken Bordeaux-Ufer als Rebsorte mit größtem Anteil des Cuvées. Der "Altosur" der Finca Sophenia stammt aus dem argentinischen Weinbaugebiet Mendoza und reift auf 1.200 Meter Höhe in Hanglagen der Anden. Seit 1997 wird hier Cabernet Sauvignon für den "Altosur" angebaut, und mittlerweile kümmert sich der renommierte Weinberater Michel Rolland um die Optimierung der erzielten Ergebnisse. Mit großem Erfolg. Auch wenn der "Altosur" in durchaus großen Stückzahlen produziert wird, erfolgt die Lese der Trauben selektiv und strikt per Hand. Sie werden hierbei in Behältern gesammelt, die nicht mehr als 15 kg fassen, um ein Zerquetschen der Beeren zu vermeiden. Auch bei der Vinifizierung werden die höchsten Standards angelegt. Die Höhenlagen in den Anden sorgen nicht nur für ein vergleichsweise kühles Klima und reichlich Sonnenschein, sondern auch für einen deutlichen Unterschied zwischen Tages- und Nachttemperatur. Von diesem Umstand profitiert die Qualität der Trauben ungemein. Zum einen bleibt so eine schöne Säurestruktur erhalten, die Weine wirken nicht marmeladig, zum anderen reifen die Beeren langsamer und haben auf diese Weise mehr Zeit für die Bildung von Aromakomplexität. Das Klima ist dem im Bordeaux also nicht gänzlich unähnlich, jedoch wünschte man sich im Bordeaux ähnlich verlässlichen Sonnenschein. Allerdings hat der Weinanbau in Argentinien auch eine Kehrseite: Aufgrund des geringen Niederschlags müssen sämtliche Rebflächen künstlich bewässert werden. Das Schmelzwasser der Anden bildet hierfür die Grundlage. Das Thema Bewässerung bietet dem Winzer aber auch eine Stellschraube in Bezug auf die Weinqualität: Die Finca Sophenia bewässert seine Rebflächen absichtlich sehr sparsam. So entstehen eher kleine, wenig ertragreiche Trauben, die aber von besonders hoher Konzentration sind. So wundert es nicht, dass Jancis Robinson kommentiert "it doesn't seem industrial". Besonders gut gefällt mir der "Altosur", da er kein "Holzmonster" ist. Viele Weingüter, insbesondere in der neuen Welt, gehen etwas zu großzügig mit neuen Eichenfässern um. Der "Altosur" kommt nur 3-4 Monate ins Fass, wird dadurch runder und gefälliger, behält aber seine wundervolle Cabernet-Sauvignon-Stilisitik. Aromatisch sind hier schwarze Johannisbeeren bzw. Cassis Dreh - und Angelpunkt und es gibt keine störenden Tannine oder einen zu strengen Alkoholeindruck. Absolut "easy drinking" ohne dabei nur ansatzweise langweilig zu sein. Es ist ein Wein, dessen Fruchtprofil großen Spaß macht und jedem Weintrinker aufzeigt, ob ihm diese Rebsorte gefällt – obwohl es kaum einen Rotweintrinker geben dürfte, der Cabernet Sauvignon schlichtweg "nicht mag". Auch heute kann ich meinen Lesern nur raten, meiner Empfehlung zu folgen. Ein kleines Experiment empfehle ich zudem: Gehen Sie in einen Supermarkt ihres Vertrauens, und kaufen Sie einen Cabernet Sauvignon in ähnlicher Preislage zum direkten Vergleich. Wahrscheinlich werden Sie mit einem Kalifornier nach Hause kommen. Lassen Sie sich die beiden Weine verdeckt einschenken und beurteilen Sie, welcher Wein Ihnen besser gefällt. Wäre klasse, wenn jemand das Ergebnis in den Kommentaren oder im Weinlakai-Forum publizierte. 2008 Finca Sophenia Altosur Cabernet Sauvignon (Rotwein, Argentinien) Auge: Sehr dunkles Purpurrot. Nase: Staubig-erdig mit schöner, fruchtiger und vollreifer Cabernet-Sauvignon-Aromatik (schwarze Johannisbeeren, Tabak, Pflaumen und Gewürze). Gaumen: Milde Extraktsüße mit schöner Frucht. Insgesamt sehr gut balanciert. Mittellanger Abgang. Sonstiges: Bis 2012 zu trinken. Besteht aus 100% Cabernet Sauvignon. Enthält 14% Alkohol. 16,5/20 Punkte (Quelle: Jancis Robinson, September 2010) Meine Einkaufsempfehlung: Backhaus Weindepot (ca. 600 Flaschen vorhanden) 6,99 EUR/Fl. (Versandkosten 6,- EUR) AUSVERKAUFT! (Der empfohlene Jahrgang ist nicht mehr verfügbar. Der Nachfolgejahrgang kann aber hier bestellt werden. Meine Meinung dazu lesen Sie in den Kommentaren) Stand: 14.10.2010. Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler. Händler können gerne günstigere Angebote (inkl. Versandkosten) als Kommentar posten. Rein werbliche Posts werden sofort gelöscht.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Ein Verdejo zum Warmwerden!

2010 Bodegas Pedro Escudero Platon "Fuente Elvira" (Weißwein, Spanien) Wer den Empfehlungen des Weinlakai regelmäßig folgt, hat mit Recht den Eindruck gewonnen, dass ich eine gewisse Präferenz für Rotweine habe . Dies liegt nicht etwa an einer generellen Antipathie gegenüber Weißweinen, sondern vielmehr an der Tatsache, dass ein Weißwein von hoher Güte sein muss, um mein Interesse wecken zu können. Leider sehe ich mich in diesen Fällen meist mit einem sehr teuren Preisschild konfrontiert. Hochwertiger Riesling ist ein passendes Beispiel dafür. Wahrscheinlich sind die besten trockenen Weißweine, die ich je getrunken habe, deutsche Rieslinge. Doch hat mich selten ein Wein nachhaltig beeindruckt, der unter 25,- EUR kostete. Der heutige Verdejo aus dem spanischen Rueda hat zwar wenig mit einem deutschen Riesling zu tun, doch bietet er genau den Charakter eines (für mich) beeindruckenden Weißweines: Die Kombination aus intensiver, fast fetter Frucht mit einem langen, aber dennoch frischen Abgang und gut eingebundener Säure. Es ist ein Weißwein, den man definitiv auch zur jetzigen Jahreszeit trinken sollte, denn guter Wein schmeckt schließlich das ganze Jahr über. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Meinen Lesern dürfte nicht nur bekannt sein, dass ich eine "Rotweinnase" bin, sondern auch, dass ich die Bewertungen der Truppe rund um Stephen Tanzer (International Wine Cellar) sehr schätze. Der heute vom Weinlakai vorgestellte "Fuente Elvira" erhielt unlängst 91 Punkte – eine Bewertung, die der Spanienexperte Josh Raynolds deutlich seltener vergibt als viele seiner Kollegen. Dieses eher zurückhaltende Maß ist Grund dafür, dass ich die Punkte von Tanzer&Co für die treffendsten überhaupt halte – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Im Juni 2010 empfahl ich schon einmal einen Verdejo aus Rueda und auch dieses Mal macht der Wein deutlich, welches Potential in dieser Rebsorte steckt und wie konsumentenfreundlich die Tatsache ist, dass die Weine noch nicht sonderlich populär sind. Denn für 7,90 EUR einen solch guten Weißen ins Glas zu bekommen ist erstaunlich. Nicht nur weil er einfach lecker und unwahrscheinlich süffig ist (Vorsicht!), sondern auch weil er über Eigenschaften verfügt, die ihn zu einer langen Lagerung befähigen: Der Wein der Bodega Pedro Escudero Platon hat einen wuchtigen Körper und jede Menge Extrakt, so dass er sich locker noch fünf Jahre im Keller parken lässt und sich auch durch würziges Essen wenig beeindrucken lässt. Der Wein stammt aus Rueda – einem historischen Weißwein-Anbaugebiet, nordwestlich von Madrid und direkt an das Toro-Gebiet grenzend. Bereits im Mittelalter wurde in dieser, etwas  trostlos wirkenden, Hochebene Wein angebaut und durch die Reblaus-Katastrophe im späten 19. Jahrhundert wurde der Rebbestand von ca. 90.000 Hektar praktisch ausgelöscht. Danach fing man zwar wieder an Wein anzubauen, doch wurde zunächst die Rebsorte Palomino verwendet, um Sherry-ähnliche Weine zu produzieren – also Weine, die mit Alkohol angereichert werden („gesprittet“). Erst 1972, als die berühmte Rioja-Bodega Marqués de Riscal das Potential des Rueda-Gebietes für Weißwein erkannte und anfing dort Sauvignon Blanc anzubauen, wurde die alte Rebsorte Verdejo wieder aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Die Rebsorte produziert sehr aromatische, kräuterige (Lorbeer) und nussige Weine, die sehr viel Substanz und Extrakt haben und für ihre Alterungsfähigkeit bekannt sind. 1980 erhielt Rueda dann erstmals DO-Status und zwar ausschließlich für Weißweine. Diese Restriktion wurde 2002 aufgehoben und seitdem dürfen auch Rotweine produziert werden. Sher zum Missfallen der angestammten Weißwein-Produzenten.Verdejo macht ca. 50% der Gesamtfläche aus (heute nur noch 7.500 Hektar) – mengenmäßig gefolgt von Viura (Macabeo) , Palomino und Sauvignon Blanc . Die Bodega Pedro Escudero Platon besitzt ca. 50 Hektar Rebfläche im Herzen des Rueda, in dem Örtchen La Seca (Valladolid) . Und wie mittlerweile für alle modernen Weingüter üblich, die einen auf Frische ausgelegten Weißwein produzieren, geschieht auch hier die gesamte Produktion der Weine in Edelstahlbehältern. Neben dem Erhalt der gewünschten Säure, wird auf diese Weise auch das Aromaprofil der Rebsorte in keiner Weise von dem verwendeteten Material beeinflusst. Auch wenn der “Fuente Elvira” auf dem ersten Blick kein Wein für den Übergang in die Winterzeit ist, so ist er eben genau das: Ein Weißwein, der auch Rotweintrinkern gefallen wird und der durch seine herrliche Frucht auch noch in der jetzigen Zeit Sommergefühle weckt. Und nicht nur wegen der guten Alterungsfähigkeit kann ich jedem Leser das angebotene 11+1-Paket ans Herz legen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass eine Flasche des "Fuente Elvira" schneller zur Neige geht als man zunächst erwartet :-) 2010 Bodegas Pedro Escudero Platon "Fuente Elvira" (Weißwein, Spanien) Auge: Blasses Gold mit einem grünen Schimmer. Nase: Lebhafte Aromen von Nektarinen, Limone und weißen Blumen. Gaumen: Elegant und präzise mit eindrucksvollem Extrakt und einem soliden Säure-Rückgrat, das die würzigen Fruchtkern- und Zitrusaromen unterstützt. Eine staubige Mineralität klingt in dem markanten, fokussierten und sehr langen Abgang nach. Sonstiges: Besteht aus 100% Verdejo . 91 Punkte (Quelle: Stephen Tanzer's International Wine Cellar, Josh Raynolds, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Wein-Konzept (600 Flaschen) 7,90 EUR / Fl. (zzgl. 6,90 Versandkosten, ab 150,- EUR frei) 11+1-Paket : 86,90 EUR inkl. Versandkosten (7,24 EUR / Fl.) Hier klicken! Stand: 30.11.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

Der Weinlakai
Blog "Der Weinlakai"
Álvaro Palacios für Einsteiger!

2009 Descendientes de J. Palacios "Pétalos" (Rotwein, Spanien) Es ist bereits der vierte Wein aus der spanischen Rebsorte Mencía, den ich meinen Lesern seit dem Weinlakai Start im Januar 2008 empfehle. Hierbei deckten die Weine fast das gesamte Preisspektrum ab: von 9,95 EUR bis hin zu 69,95 EUR pro Flasche. Überraschenderweise stellten die Weine für ihren Preis immer einen exzellenten Gegenwert dar. Heutiger Wein von Kult-Winzer Palacios stellt keine Ausnahme dar. Aus meiner Sicht überflügelt der 2009er "Pétalos" sogar den in Vergangenheit empfohlenen " Vico ", der preislich deutlich über dem heutigen Wein lag und ebenfalls 93 Punkte erhielt. +++ Hier den Weinlakai-Newsflash abonnieren +++ Álvaro Palacios stammt ursprünglich aus einer renommierten Winzerfamilie im Rioja . Hier hätte er sich ins gemachte Nest setzen können, doch stattdessen ging er seinen eigenen Weg. Er studierte Önologie in Bordeaux und lernte anschließend sein Handwerkszeug bei keinem geringeren als Pierre Moueix, dem Winemaker des wohl legendärsten Bordeaux-Weingutes, Château Petrus. 1989 kehrte er nach Spanien zurück und gründete sein eigenes Weingut im Priorat . Damals hatte die Gegend südlich von Barcelona noch keinerlei Renommee. Seit der fast vollständigen Vernichtung der Rebflächen durch die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts, wurden im Priorat nur wenige, sehr einfache Weine produziert. Álvaros Palacios sorgte gemeinsam mit anderen, heute ebenfalls wohl bekannten Winzern (z.B. Rene Barbier), für den großen Umschwung. Àlvaro Palacios’ Ziel als Winzer war es von Anfang an Weine zu produzieren, die eine Kombination eines unendlich eleganten Château Petrus und eines sonnenverwöhnten Grange des australischen Weinguts Penfolds sind. Die Stilistik seiner Weine beweisen, dass er diesem Anspruch treu geblieben ist. Er produziert Weine, die harmonisch und leichtfüßig daherkommen, aber auch fruchtbetonte Konzentration und Vollmundigkeit besitzen. Diese Kombination spricht fast jeden Typus von Weintrinker an, denn bei solchen Weinen spielt der Spaßfaktor eine zentrale Rolle. Heute gehört Àlvaro Palacios zu der "neuen Generation" von spanischen Winzern. Mit Kollegen wie Peter Sisseck von Pingus im Ribera del Duero setzen seine Weine Qualitätsstandards und ernten weltweit höchste Bewertungen. Allerdings strapazieren diese Weine auch den Geldbeutel: So kostet z.B. der ultrarare Priorat-Kultwein "L’Ermita" in manchen Jahren um die 1.000 EUR pro Flasche. Mittlerweile ist Palacios auch in dem nordwestspanischen DO-Bereich Bierzo aktiv und produziert hier aus der seltenen Rebsorte  Mencía u.a. die heutige Empfehlung Pétalos. Die 60-100 Jahre alten Reben liefern nur noch geringe Erträge, doch sind diese von besonderer Qualität. Neben modernen Vinifizierungsmethoden ist es fast selbstverständlich, dass auch der heute empfohlene Wein nach biodynamischen Grundsätzen angebaut wurde, eine strenge Selektion erfolgte und die Arbeit im Weinberg ausschließlich per Hand erfolgt. Der Wein zeigt eine tolle, florale und rotbeerige Frucht, die durch ihre mineralische Frische überzeugt. Sie setzt einen wichtigen Konter zu dem üppigen Körper und der komplexen Konzentration des Weines. Auch Holz kommt nur feinfühlig zum Einsatz und so verbrachte der Pétalos lediglich vier Monate in französischer Eiche. Der Pétalos ist zwar der "Einstiegswein" von Palacios, doch sprechen u.a. die erst diesen Monat verliehenen 93 Punkte vom Wine Spectator eine andere Sprache. Obwohl der Wein nur knapp 14,- EUR kostet (im 5+1-Paket sogar weniger als 12,-), führt er eindrucksvoll vor, was passiert, wenn die Fähigkeiten von Àlvaro Palacios auf die Rebsorte Mencía trifft. Man kann von Glück sagen, dass weder diese Rebsorte noch das Anbaugebiet Bierzo bereits sonderlich bekannt sind, anderenfalls wäre ein solcher Wein nicht unter 30,- EUR zu haben. Und selbst dann würde ich persönlich den Kauf in Erwägung ziehen. Nicht nur weil er schon jetzt, Verzeihung, schweinelecker ist, sondern auch weil ich überzeugt davon bin, dass der Wein in 2-3 Jahren noch besser sein wird. Es ist einmal mehr ein Wein, der vielen Gaumen eine neue Erfahrung bringen dürfte. Eine ganz besonders positive noch dazu. Für alle Leser, die bereits einen Mencía in Vergangenheit gekauft haben, gibt die heutige Empfehlung eine hervorragende Möglichkeit eines Vergleichs. Natürlich lautet hierbei mein Rat, eine solche Verkostung unbedingt blind durchzuführen. Eines möchte ich noch hinzufügen, auch wenn es mit der Weinqualität nichts zu tun hat: Normalerweise macht mich eine schöne Flasche eher skeptisch, da ich schon häufig erfahren musste, dass eine aufwendig gestaltete Hülle über Defizite des Inhalts hinwegtrösten sollen. Nicht so beim Pétalos. Er kommt in einer wunderschönen Flasche daher, das Etikett ist edel gestaltet, und selbst die Kapsel zeugt von besonderem Design (Ein Klick auf das Foto der Flasche zeigt eine größere Abbildung). Ja, so macht der Wein sogar noch mehr Spaß! 2009 Descendientes de J. Palacios "Pétalos" (Rotwein, Spanien) Auge: Dunkles Lila. Nase: Komplexe Aromen von wilden Beeren, frischen Kräutern und Rauch mit schöner Mineralität . Gaumen: Dicht und harmonisch mit gut integrierter Frucht. Frischer Blumenduft und viele Beeren im lang anhaltenden, durch etwas bittere Tannine geprägten Abgang. Sonstiges: Besteht aus 100% Mencía . Bis 2018 zu trinken. 93 Punkte (Quelle: Wine Spectator "Advance", Thomas Matthews, Oktober 2011) Meine Einkaufsempfehlung: Vinogusta (Wein ab 10.10.11 wieder lieferbar) 13,90 EUR/Fl. (Versand: 5,90 EUR, ab 75,- EUR frei Haus) 5+1-Paket: 69,50 EUR inkl. Versandkosten (11,58 EUR / Fl. – wird beim Kauf von 6 Flaschen automatisch kalkuliert) Hier klicken! Stand: 05.10.2011 Der Weinlakai übernimmt keine Verantwortung für die angegebenen Händler.

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