Hamburg stimmt 198-Millionen-Angebot zu

15. Dezember 2012, 13:37 Uhr

Die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief wollen gemeinsam die Elbphilharmonie zu Ende bauen. Der Hamburger Senat akzeptiert dafür eine letzte Kostensteigerung.

Elbphilharmonie, Hamburg, Projekt, Millionen, Milliarden, Kosten, Hochtief

Seit einem Jahr geschieht auf der Baustelle nichts.

Trotz jahrelangen Streits um Kostenexplosionen und Zeitverzögerungen will die Stadt Hamburg die Elbphilharmonie mit dem Baukonzern Hochtief gemeinsam zu Ende bauen. Hochtief habe der Stadt ein Angebot gemacht, das spektakuläre Konzerthaus im Hafen für 198 Millionen Euro Mehrkosten zusammen mit den Architekten Herzog & de Meuron zu Ende zu bauen, sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Samstag nach einer Sondersitzung des Senats. Gleichzeitig verzichtet Hochtief auf sämtliche Nachforderungen und übernimmt das alleinige Risiko. "Das ist ein Vorschlag, der wirtschaftlich vernünftig ist und falls es teurer wird, sind es nicht die Risiken der Stadt, sondern die von Hochtief", sagte Scholz.

"Die Verhandlungen waren sehr kompliziert. Es ging um die Frage, wie kommt man eigentlich zusammen?", gab der Bürgermeister zu. Noch in der Vorwoche hätte es so ausgesehen, als ob man Hochtief kündigen werde. Jetzt will die Stadt das Konzerthaus grundsätzlich mit Hochtief zu Ende bauen, die Verträge sollen bis zum 28. Februar 2013 unterschrieben werden. Damit werde das Gebäude im Hafen die Steuerzahler nun insgesamt 575 Millionen Euro kosten, Hotel und Parkhaus inklusive, statt der ursprünglich veranschlagten 77 Millionen Euro. Die Übergabe des Gebäudes soll im Juli 2016 erfolgen, die Eröffnung verschiebt sich nochmals auf Frühjahr 2017.

Seit einem Jahr ruhen die Bauarbeiten

Der Vorstandsvorsitzende von Hochtief, Marcelino Fernández Verdes, mit dem Scholz bis zum Schluss verhandelt hat, begrüßte die Entscheidung: "Die Neuordnung des Projekts wird möglich, weil alle Parteien zu weitgehenden finanziellen Zugeständnissen bereit sind." Hochtief werde "viele Millionen Euro aufwenden, umfassende Garantien abgeben und viel mehr Verantwortung übernehmen, um die Elbphilharmonie so schnell und so gut wie möglich zu realisieren". Im Gegenzug erhielten alle Seiten die nötige Klarheit über die Kosten.

Seit Jahren streiten sich die Stadt und der Baukonzern über explodierende Kosten und Zeitverzögerungen beim Bau der Elbphilharmonie. Seit einem Jahr ruhen die Bauarbeiten nahezu vollständig. Anfangs sollte das Konzerthaus die Steuerzahler nur 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Nach neuer Planung soll es jetzt bis zum 31. Oktober 2016 abnahmereif fertiggestellt werden; die Eröffnung ist für Frühjahr 2017 geplant.

Zum Thema
Schlagwörter powered by wefind WeFind
Elbphilharmonie Hamburger Senat Konzerthaus Meuron
Panorama
Spende sucht soziale Helden
Aktion Deutschlands Herzschlag: Hier können Sie sich bewerben! Aktion Deutschlands Herzschlag Hier können Sie sich bewerben!
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von dorfdepp: Soll sich die westliche Welt Kuba gegenüber öffnen?

 

  von dorfdepp: Gibt es noch Vorbehalte gegen Online-Banking?

 

  von JennyJay: Heißt es "mittels Mobilkrane" oder "mittels Mobilkränen"?

 

  von bh_roth: Vorsätzliche Tötung

 

  von Amos: Warum muß ein Blinder bei "Wetten dass" eine geschwärzte Brille tragen?

 

  von Amos: Seit heute steigen die Preise der DB, wenn ich per Kreditkarte oder Internet bezahle.

 

  von Bananabender: Der Mythos Megapixel

 

  von Amos: Warum müssen verunglückte Reitpferde immer eingeschläfert werden?

 

  von Amos: Haus mit 5 Wohneinheiten. Jetzt steht eine Wohnung längere Zeit leer. Wie verhält es sich dann mit...

 

  von Amos: Smartphones zu Weihnachten: Kaufentscheidung abhängig von der Fotoauflösung? Telefonieren wäre doch...

 

  von StechusKaktus: Wie kann die kalte Progression abgeschafft werden?

 

  von bh_roth: Gastherme versetzen

 

  von Bananabender: Drucker Patronen

 

  von bh_roth: Lichterführung bei speziellen LKW

 

  von Amos: Wenn ich einen Karton Sekt aus Bequemlichkeit im Kofferraum "vergesse": wie hoch ist die...

 

  von Musca: Vogelschwarm filmen

 

  von Amos: Da ich als Arzt nicht mehr tätig bin, habe ich meine Berufshaftplicht gekündigt.

 

  von Amos: Eine Fondsgesellschaft schickt mir am 2..12.2014 die Steuerbescheinigung für 2013. Obwohl ich meine...

 

  von Gast: Ist der Nahme "Haircouture" geschützt

 

  von Gast: ich habe eine rente in höhe von 760 ?,wie viel kann ich dazu beantragen?