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27. Juni 2010, 13:03 Uhr

Rockerclubs und Rechtsextremisten arbeiten zusammen

Rockerclubs wie die Hells Angels oder Bandidos arbeiten nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes (BKA) mit Rechtsextremisten zusammen. Zwischen Rockern und Neonazis gebe es "personelle Verflechtungen, gemeinsame Aktivitäten und einzelfallbezogene Kooperationen" auf lokaler Ebene.

Rockerclubs wie die Hells Angels oder Bandidos arbeiten nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes (BKA) mit Rechtsextremisten zusammen. Zwischen Rockern und Neonazis gebe es "personelle Verflechtungen, gemeinsame Aktivitäten und einzelfallbezogene Kooperationen" auf lokaler Ebene, zitierte das Nachrichtenmagazin "Focus" aus einem vertraulich eingestuften BKA-Papier. Eine nachhaltige "Politisierung" der Rocker durch Rechtsextremisten sei jedoch "bislang nicht erfolgt".

Bei der Zusammenarbeit stehen laut dem Bericht meist finanzielle Interessen im Vordergrund. So würden Rocker bei rechtsextremistischen Veranstaltungen den Sicherheitsdienst übernehmen oder vermieteten Skinheads ihr Clubgelände für Konzerte radikaler Bands. Auf diese Weise gelinge es den Beteiligten, "die Konzerte von der Öffentlichkeit abzuschirmen und staatliche Maßnahmen zu erschweren", zitierte "Focus" aus dem BKA-Papier.

In den Datenbanken der Polizei finden sich laut dem Magazin dagegen bislang nur wenige Hinweise auf personelle Verquickungen der beiden Szenen. Anfang Mai 2010 hätten Fahnder die Dateien "Remo" - sie enthalte die Namen von bundesweit knapp 20.000 Rechtsextremisten - und "Fusion" abgeglichen, in der 6070 Rocker erfasst seien. Nur 40 Männer waren laut "Focus" sowohl in der Neonazi- als auch in der Rocker-Datei registriert, 15 von ihnen gelten demnach als politisch motivierte Straftäter.

AFP
 
 
 
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