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12. September 2009, 19:16 Uhr

50-Jähriger stirbt nach Schläger-Attacke

Nachdem er versuchte, einen Streit unter Jugendlichen in einer S-Bahn zu schlichten, ist ein 50-Jähriger Mann in München von zwei jungen Männern brutal zu Boden geschlagen worden. Im Krankenhaus ist er an seinen Verletzungen gestorben.

Münchner S-Bahn, Gewalt

Der Angriff ereignete sich an einem Münchner S-Bahnhof© Christof Stache/AP

Nach einem brutalen Übergriff an einer Münchner S-Bahn-Station ist das 50-jährige Opfer am Samstagabend gestorben. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte der Mann noch in der S-Bahn versucht, eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Jugendlichen zu schlichten. Nachdem alle Beteiligten am S-Bahnhof Solln ausgestiegen waren, hätten zwei der Jugendlichen im Alter von 17 und 18 Jahren den Mann angegriffen und ihn zu Boden geschlagen. Dabei schlug der 50-Jährige vermutlich auf ein Gitter oder einen anderen harten Gegenstand auf und zog sich so schwere Kopfverletzungen zu, dass er das Bewusstsein verlor. Die beiden mutmaßlichen Schläger wurden festgenommen.

Zeugen beobachteten die Schlägerei und verständigten die Polizei. Rettungskräfte versuchten daraufhin noch am Tatort vergeblich, den Mann wieder ins Bewusstsein zu holen. Der 50-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er am Abend seinen Verletzungen erlag. Gegen die beiden mutmaßlichen Täter wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Über die Einzelheiten wollen der Leiter der Mordkommission und der zuständige Staatsanwaltschaft an diesem Sonntag im Polizeipräsidium München berichten.

Der 50-Jährige war dazwischen gegangen, als die beiden Schläger andere Jugendliche bedrohten und Geld von ihnen forderten. Nach der Attacke auf den Mann an dem S-Bahnhof versteckten sich die beiden Angreifer in einem Gebüsch in der Nähe. Noch während die herbeigerufenen Rettungskräfte den Mann versorgten, entdeckte die Bundespolizei die beiden mutmaßlichen Täter in dem Gebüsch.

In der Vergangenheit hatte es mehrfach brutale Übergriffe in der Münchner U-Bahn gegeben. Vor allem die Attacke auf einen Rentner, der im Jahr 2007 wegen seines Hinweises auf das Rauchverbot in der U-Bahn lebensgefährlich verletzt worden war, hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

DPA/AP
 
 
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