. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
10. Oktober 2011, 11:48 Uhr

"Maskenmann" muss sich den Eltern der Opfer stellen

Jahrelang hatte die Polizei vergeblich nach dem "Maskenmann" gefahndet, im Frühjahr endlich wurde der mutmaßliche Kinderschänder und Mörder Martin N. gefasst. Nun steht der Pädagoge in Stade vor Gericht und muss die Blicke der Eltern aushalten, deren Söhne nicht mehr leben.

Martin N., Prozess, Stade, Kindermord, Missbrauch, schwarzer Mann, Kinderschänder, sexueller Missbrauch, Maskenmann

Der mutmaßliche Kindesmörder Martin N. verdeckt im Gerichtssaal sein Gesicht mit einem Ordner© Carmen Jaspersen/DPA

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder und Kinderschänder Martin N. hat am Montag im niedersächsischen Stade begonnen. Der 40-jährige gebürtige Bremer habe aus niedrigen Beweggründen getötet, um andere Straftaten zu vertuschen, sagte der Staatsanwalt bei der Anklageverlesung vor dem Landgericht.

Der Pädagoge hatte kurz nach seiner Festnahme im April in Hamburg gestanden, zwischen 1992 und 2001 drei Jungen in Norddeutschland entführt und später ermordet sowie rund 40 missbraucht zu haben. Die Hälfte der sexuellen Übergriffe ist inzwischen verjährt. Angeklagt ist er wegen insgesamt 23 Straftaten. Martin N. erschien mit einem langen Bart und teilweise ergrautem Haar im Gerichtssaal und verfolgte die Ausführungen der Staatsanwaltschaft weitgehend regungslos.

Vergebliche Suche nach dem Serientäter

Viele Jahre hatte die Polizei vergeblich nach dem als "Maskenmann" bekannt gewordenen Serientäter gesucht. Dieser hatte sich getarnt mit einer Maske nachts in Kinderzimmer, Schullandheime und Zeltlager geschlichen und sich an Jungen vergangen. Drei Kinder entführte und tötete er. Den 13-jährigen Stefan J. holte er 1992 aus einem Internat in Scheeßel (Kreis Rotenburg), den achtjährigen Dennis R. 1995 aus einem Zeltlager bei Schleswig und den neunjährigen Dennis K. aus einem Schullandheim nahe Bremerhaven.

Die Eltern der drei getöteten Jungen und ein Missbrauchsopfer treten in dem Prozess als Nebenkläger auf. Sie erschienen am ersten Verhandlungstag im Gerichtssaal. Bis Anfang Dezember hat die Kammer zehn weitere Termine angesetzt.

Pannen bei den Ermittlungen

Vor Beginn des Prozesses hatte der stern über eine mögliche Ermittlungspanne berichtet. In den Resten des Hausstandes, die ein Entrümpler dem Magazin für 500 Euro überließ, fanden sich mehrere Gegenstände, die in Zusammenhang mit den Taten des mutmaßlichen Mörders stehen könnten und die die Ermittler nicht beschlagnahmt hatten.

Am vergangenen Freitag, nachdem der Bericht erschienen war, holte die "Soko Dennis" mehrere Gegenstände aus der stern-Redaktion ab, darunter eine "Top Secret"-Verschlüsselungssoftware, mit der Martin N. hochsensible Daten auf seinem Computer schützen wollte. Ebenso abgeholt haben die Ermittler ein Schachspiel, in dem sich eine Liste von Kindern einer Ferienreise befand, auf der auch der Name eines späteren Opfers steht. Auch eine Einwegspritze und eine Schaufel mit Sandresten, die sich unter den Besitztümern des mutmaßlichen Kinderschänders befanden, überließ der stern den Ermittlern.

mlr/DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Mutmaßlicher Kindesmörder Martin N. Der Müll des "Schwarzen Mannes"

Was bleibt von einem Mann, der im Gefängnis sitzt, weil er kleine Jungen getötet haben soll? Der stern hat Reste des Hausstands von Martin N. durchsucht. Es steckten interessante Beweismittel drin. mehr...

Mutmaßlicher Kindermörder Martin N. erschlich sich Job mit falschem Zeugnis

Knapp drei Wochen nach seinem Geständnis kommen immer Details über den mutmaßlichen Kindermörder Martin N. heraus. Wie stern.de erfuhr, erschlich er sich den Job bei einer Hamburger Jugendeinrichtung mit gefälschten Dokumenten. mehr...

Martin N. Der Mann mit den zwei Gesichtern

Der mutmaßliche Kindermörder Martin N.: Immer mehr Details über den 40-Jährigen gelangen an die Oberfläche. stern-Recherchen zeichnen ein verkorkstes Leben nach. mehr...

Mordfall Dennis Martin N. sollte neues Opfer zugeführt werden

Hatte Martin N. sein nächstes Opfer bereits im Visier, als die Polizei ihn verhaftete? Nach Informationen des stern sollte ihm aus der Pädophilen-Szene ein neunjähriger Junge zugeführt werden. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe