HOME

21 Katzen ermordet, eine missbraucht – dafür muss er 16 Jahre ins Gefängnis

Ein 26-jähriger Amerikaner entführte wochenlang Katzen aus seiner Nachbarschaft, die er brutal tötete und missbrauchte. Nun verhängte ein Gericht eine lange Haftstrafe gegen den Katzenkiller. Als das Urteil verkündet wurde, brach Jubel aus.

Robert Farmer, ein eher unauffälliger junger Mann, wurde bereits 2015 verhaftet. Monatelang hatte er in seiner Heimatstadt Katzen von Anwohnern entführt, ermordet und in mindestens einem Fall sogar sexuell missbraucht. Das berichtet die lokale Zeitung "Mercury News". Nun sprach ein Gericht in San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien das Urteil: Robert Farmer muss für seine Taten 16 Jahre lang ins Gefängnis.

Im September 2015 hatte Farmer in seiner Nachbarschaft für Angst und Schrecken gesorgt. Wochenlang verschwanden Katzen und tauchten dann tot wieder auf. Ein Tier wurde lebend wiedergefunden, nach Angaben eines Tierarztes mit einer Bisswunde, die "nicht von einem Tierbiss" stammte. In einem Fall konnte nachgewiesen werden, dass die Katze nach dem Tod missbraucht wurde.

Überwachungskameras überführen Katzenkiller

Die Polizei kam Farmer schließlich durch Aufnahmen der Überwachungskamera einer Anwohnerin auf die Spur – Farmer hatte auch ihre entführt. Für das Tier kam die Hilfe zu spät, der Katzenschänder aber konnte daraufhin festgenommen werden. Die Beamten fanden ihn schlafend in seinem Auto, das mit Katzenhaaren und -blut verschmutzt war. Zunächst konnten Farmer nur drei Katzenmorde nachgewiesen werden, neue DNA-Tests führten nun zu der Erhöhung der Haftstrafe auf 16 Jahre.

Farmer selbst ließ während des Prozesses eine Stellungnahme vorlesen, in der er Reue zeigte: "Es fühlt sich an, als hätte ein anderer Mann diese Verbrechen begangen. Aber ich weiß, dass ich es war." Über die Besitzer seiner Opfer schrieb der offenbar geistig verwirrte 26-Jährige: "Ich habe ihnen ein Mitglied ihrer Familie geraubt. Die Tatsache, dass ich nicht ich selbst war, ist keine Entschuldigung."

Jubel nach der Urteilsverkündung

Angehörige sagten während des Prozesses aus, dass sie sich schon länger vor Robert Farmer fürchteten. Nach Angaben einer Frau habe er schon einmal eine Katze "gegen eine Wand geschleudert" und sei auch gegenüber Menschen gewalttätig gewesen.

Der Prozess erregte großes Aufsehen in der Region. Viele Besitzer der von Farmer getöteten Katzen verfolgten die Verhandlungen im Gerichtssaal oder vor dem Gerichtsgebäude. Bei der Verkündung des Urteils brach unter ihnen Jubel aus. Robert Farmer darf sich nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis weitere zehn Jahre lang keiner Katze nähern.


epp

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren