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9. September 2005, 10:53 Uhr

Powell bereut seinen UN-Auftritt

Vor zweieinhalb Jahren wollte der damalige US-Außenminister Colin Powell die Vereinten Nationen davon überzeugen, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitzt. Jetzt hat Powell seinen Auftritt als "Schandfleck" seiner Karriere bezeichnet.

Powell bei seiner umstrittenen Rede vor der UN 2003© Timothy A. Clary/DPA

Der frühere US-Außenminister Colin Powell hat in einem Fernsehinterview seinen Auftritt im UN-Sicherheitsrat im Februar 2003 im Vorfeld des Irakkriegs bedauert. Dem Sender ABC sagte Powell, er fühle sich "furchtbar" wegen seiner Argumentation, die sich später als unhaltbar herausgestellt habe.

Powell hatte damals die Vereinten Nationen über die angeblich existierenden irakischen Massenvernichtungswaffen und die daraus resultierende Bedrohung der Welt durch das Regime von Saddam Hussein informiert.

Dies sei ein "Schandfleck" in seiner Karriere, sagt Powell. Schließlich sei er es gewesen, der für die Vereinigten Staaten der Welt diese Argumentation präsentiert habe. Das werde immer Teil seines Lebenslaufes sein. "Es war schmerzlich. Es ist jetzt schmerzlich", sagte Powell in dem Interview, das am Freitagabend ausgestrahlt werden soll. Powell nahm den damaligen Chef des Geheimdienstes CIA George Tenet in Schutz. Tenet habe die Informationen geglaubt, so Powell.

DPA
 
 
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