stern.de für unterwegs
. .
Politik in Deutschland
RSS Mobil Wetter stern.de Blogs Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Günther Jauch
sternTV - Information und Unterhaltung mit Günther Jauch

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

 
8. Juni 2007, 15:00 Uhr

Polizei bestätigt Undercover-Einsatz

Erfolg für G8-Protest-Organisatoren: Die Polizei hat bestätigt, einen Beamten in Zivil bei einer Protestaktion in die Reihen der Demonstranten beordert zu haben. stern.de hatte darüber berichtet. Allerdings soll der Polizist niemanden zum Steinewerfen aufgefordert haben.

Zoom

Zivil-Beamte in Reihen von Autonomen ja, aber zum Steinewerfen sollen die nicht aufgefordert haben© DDP

Die Polizei hat den Einsatz von getarnten Zivilbeamten bei G8-Demonstrationen bestätigt. Wie stern.de berichtete, sollen am Mittwoch Polizisten in Reihen der Demonstranten Umstehende dazu aufgefordert haben, Steine zu werfen. Zumindest einer der Beamten wurde erkannt und sei angegriffen und dabei leicht verletzt worden, erklärte die Polizei jetzt.

"Behauptungen, der Zivilbeamte habe den Auftrag gehabt, andere Blockadeteilnehmer zur Begehung von Straftaten und Störungen anzustiften, entbehren jeglicher Grundlage. Seine einzige Aufgabe bestand darin, Informationen über die Planung und Begehung von Straftaten und Störungen zu erheben."

In einer Presseerklärung der Polizei heißt es, der Einsatz solcher zivilen Kräfte sei Bestandteil der Deeskalationsstrategie und diene ausschließlich der beweiskräftigen Feststellung von Gewalttätern. Noch kurz nach dem Vorfall sagte Manfred Lütjann, Sprecher der Sondereinheit Kavala zu stern.de: "Seitens der Polizei hat es und wird es keine angeordneten Aktionen à la "Agent Provocateur" geben."

Der Vorfall hatte sich am frühen Mittwochabend an der Galopprennbahn hinter Bad Doberan ereignet. "Das waren fünf Leute, die wie Vertreter des schwarzen Blocks gekleidet waren und zum Teil vermummt waren. Sie sind uns aufgefallen, weil sie etwas abseits von der Blockade eine Gruppe tschechischer Demonstranten angesprochen hatten", so Henning Obens vom Block G8-Bündnis zu stern.de. Als man sie zur Rede gestellt habe, hätten sich zumindest zwei der Provokateure hinter die Reihen der umstehenden Polizisten zurückgezogen.

mit DPA
KOMMENTARE (10 von 36)
 
sachsenwini (10.06.2007, 18:23 Uhr)
@ RaBraBo Das macht auch mir Angst
@ RaBraBo
Der Film über Genua und die Zusammenarbeit der Polizei mit dem Schwarzen Block ist hochinteressant und sehr aufschlussreich. Hoffentlich haben sich viele die Zeit genommen, um ihn anzusehen.
http://video.google.de/videoplay?docid=-8876259762606192748
ollerdoller (08.06.2007, 22:53 Uhr)
Wie Beweise beibringen?
Hallo!
Ich wende mich jetzt einmal an jene hier, die den Glauben an den Rechtsstaat noch nicht völlig verloren haben. Gesetzt den Fall, diese ungeheuerlichen Vorwürfe gegen die Polizei und ihre Taktik in Rostock und vor Heiligendamm erhärten sich, wie sollen gerichtsfeste Beweise erbracht werden? Schwierig bis gänzlich ummöglich. Man bräuchte einen hochrangigen sog. Whistleblower aus den mittleren oder höheren Führungsetagen der Polizei, die in die Planung dieser Einsätze involviert waren. Mit dessen Insiderwissen versorgt müßte sich im Anschluß ein ebenso hartnäckiger wie respektloser investigativer Journalist von der Kragenweite eines Hans Leyendecker (SZ) daranmachen das Ganze aufzurollen. Auch das wäre ungeheuer schwierig, gegen alle Verschleierungsversuche der Behörden, die in solchen Fällen gern zu einer geschlossenen Front des Schweigens zusammenrücken. Mit Zeugen aus dem Umfeld der Antifa, wie ich es jetzt auch bei der Hamburger Magazinkonkurrenz lesen konnte, kommt man da nicht sehr weit. Deren Glaubwürdigkeit wird sofort angezweifelt. Und was ist mit den Geheimnisträgern in den Stäben der Polizei? Die haben einen Ruf und eine Karriereperspektive zu verlieren, das wiegt schwer.
Ich fürchte ja, man hält von dieser Seite dicht und den Rest - also das Vergessen - besorgen die immer schneller aufeinander folgenden medialen Konjunkturen, die uns in wenigen Tagen schon das nächste Top-Thema einhämmern. Leider ist da nicht viel Hoffnung.
Raknarak (08.06.2007, 19:55 Uhr)
@NeuerMensch
welchen beweiss willst du denn noch, die sache wurde eingestanden.
akzeptiere es....
Raknarak (08.06.2007, 19:53 Uhr)
@Alex64
dein kommentar soll viel entschuldigen. aber wenn du entschuldigen willst, das polizisten straftaten begehen dürfen und auch noch nicht gewaltbereite aufwiegeln wollen, dann prüf mal nach ob du sommerfieber hast.
Raknarak (08.06.2007, 19:46 Uhr)
@inselkarl
ist dir inselaffe eigentlich klar das es demonstranten aus tschechien gewesen sind, die von der polizei aufgestachelt werden sollten???
nur weil zu gerne wieder eine faschistische staatsmacht hättest, musst du nicht gleich paranoid werden und überall linke, kommunisten und staatsfeinde zu sehen....
fakt ist das dies überhaupt nicht akzeptabel ist und deine entschuldigungsversuche absolut lächerlich und unnötig sind!!!
Ernst1 (08.06.2007, 19:21 Uhr)
Der schwarze Block war die Polzei .-)
Diese Methode kennt man ja schon von den NPD Spitzeleien.
Freigeist5 (08.06.2007, 18:48 Uhr)
Alter Hut..
..ich kannte so ein oder zwei oder drei.....Friedliche Beobachter und Aufklärer von Straftaten in Wackersdorf..........
"Was sollen wir tun, wenn Naive Richter Terroristen, Randalierern und sonstige assozialle Elemente eine Demo einfach so und ohne Rücksprache mit der Polizei erlauben ? "- man macht eine gewaltätige Demo draus und schwups ist sie weg.....die Demo und die Beteidigten können sich noch über eine Gratis Dusche freuen...die Chaoten. Früher hätte es so was nicht gegeben....und es ist kein Zufall, das bei der Polizei viele die Republikaner gewählt haben....gääähhhnn......
DropBearHunter (08.06.2007, 18:47 Uhr)
"entbehren jeglicher Grundlage"
sehr witzig!, Zeugenaussagen entbehren also jeglicher Grundlage.
In Australien werden die meisten Buschfeuer von Feuerwehrleuten gelegt.
Ein Polizist der mit Steinen einwenig anheizen will erscheint mir genauso plausiebel.
Beobachter68 (08.06.2007, 18:33 Uhr)
Richtigstellung der Polizei
Die Polizei Mecklenburg-Vorpommern möchte sich bei den Bürgern für eine Falschmeldung und die Verwirrung darum entschuldigen und diese berichtigen. Hies es noch gestern bezüglich des Einsatz von Zivil-Beamten: "Der Einsatz solcher zivilen Kräfte ist Bestandteil der Deeskalationsstrategie und dient ausschließlich der beweiskräftigen Feststellung von Gewalttätern."
muß dies heute korrigiert werden, handelt es sich dabei doch um eine böswillige Verleumdung aus dem linken Spektrum. Die richtige Pressemitteilung lautete natürlich: "Der Einsatz solcher zivilen Kräfte ist Bestandteil der Eskalationsstrategie und dient ausschließlich der Anstiftung beweiskräftiger Gewalttaten." Wir bedanken uns bei der Bevölkerung für das blinde Vertrauen und wünschen einen weitherhin realitätsfernen Aufenthalt im Überwachungsstaat Ihrer Wahl.
hevosenkuva (08.06.2007, 18:17 Uhr)
mal sehen...
wie sich das alles so weiterentwickelt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,487554,00.html
MEHR ZUM ARTIKEL
G8-Blockade Zivil-Polizisten als Steinewerfer?

Wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten, bekommen die Sicherheitsbehörden ein Problem: Angeblich haben sich bei der Blockade von Heiligendamm Polizisten in Zivil unter die Demonstranten gemischt und sie zum Steine werfen aufgefordert. Die Sondereinheit Kavala bestreitet die Aktion. mehr...

Die andere Seite des Gipfels "Klein-Guantanamo" in Rostock

Auf dem Papier genießen sie alle Rechte, doch die Realität in der Rostocker "Gefangenensammelstelle" sieht anders aus: Angeblich potentielle G8-Randalierer werden hier aus "nichtigen Gründen" festgehalten und selbst den Gang auf die Toilette müssen sie beantragen. mehr...

G8-Proteste Misshandelt die Polizei Demonstranten?

Es ist ein schockierendes Bild: Am Boden ein Mann, sein Kopf eng eingewickelt mit einem T-Shirt, hochgerüstete Polizisten um ihn herum. Ein Augenzeuge berichtet, die Beamten hätten ihn niedergeschlagen. Noch weiß niemand genau, was passiert ist, aber es könnte nicht der einzige derartige Fall sein. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
stern.de in Social Networks
 
Mobil
 
Widgets
 
 
Adobe Flash Player