Der konservative amerikanische Moderator Tucker Carlson war einst glühender Anhänger von Präsident Donald Trump. Davon ist nichts mehr geblieben. Der ehemalige Fox-News-Mann zitierte jetzt die Bibel, um Trumps Online-Kommentare zu kritisieren.
Carlson ging gar so weit, anzudeuten, dass Trump der „Antichrist“ sein könnte. Der Antichrist ist in der christlichen Tradition die endzeitliche Gegenfigur zu Jesus Christus, eine von Satan inspirierte Täuschergestalt, die als größter Feind Christi vor seiner Wiederkunft erscheint. Carlson zeigte sich hauptsächlich verärgert über die KI-generierten Jesus-Bilder, die Trump in letzter Zeit immer wieder von sich gepostet hat. Trump mache so das Christentum lächerlich. Der Präsident, so ist Carlson überzeugt, zeige Merkmale des Antichristen. Aber er sei sich bisher nicht sicher, ob er es auch wirklich sei.
Der von Carlson geäußerte Verdacht kann von großer Bedeutung sein. Carlson ist gläubiger Christ – und unter Evangelikalen sehr beliebt. Aus dieser Gruppe kommen viele Trump-Anhänger. Noch ist unklar, auf welche Seite sie sich in diesem Konflikt schlagen werden. In seiner Show fuhr Carlson fort: „Trump nutzt mit Jesus die zentrale Figur der Religion, um sie zu veralbern. Das ist eine offene Attacke.“
Tucker Carlson nannte Trump „Sklave Israels“
Wie die ebenfalls konservativen ehemaligen MAGA-Anhänger und Moderatoren Megyn Kelly und Alex Jones, lehnt Tucker Carlson den Krieg der USA gegen den Iran ab. Darüber kam es bei allen drei zum Bruch mit dem US-Präsidenten. Tucker Carlson nannte den US-Präsidenten kürzlich den „Sklaven Israels“. Er führte aus: „Ich mochte Trump immer und er tut mir immer noch leid, wie alle Sklaven.“
Tucker Carlsons Sohn Buckley hat auch gerade seinen Job bei Vizepräsident J.D. Vance aufgegeben. Er hatte dort für das Presseteam gearbeitet.