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1. Januar 2009, 11:33 Uhr

Althaus fordert Bonus für alle

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) will beim zweiten Konjunkturpaket der Großen Koalition die Arbeitnehmer bei den Abgaben stärker entlasten. Im Gespräch mit dem stern brachte er vor seinem schweren Skiunfall einen Bonus für jeden arbeitenden Bürger ins Spiel.

Dieter Althaus, Thüringen, Konjunkturpaket, Ministerpräsident, Konjunktur

Althaus: "Die Entlastung der Bürger muss nachhaltig sein, nur dann verstetigt sich der Inlandskonsum"© Hendrik Schmidt/DPA

Wie der stern in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Althaus ein Konzept namens "Netto-Plus" entwickelt, wonach jeder Beschäftigte einen Sozialversicherungsbonus von 600 Euro im Jahr erhalten soll - egal wie viel er verdient. Damit hätte jeder Arbeitnehmer monatlich 50 Euro mehr in der Tasche.

Dieter Althaus, Thüringen, Konjunkturpaket, Ministerpräsident, Konjunktur

Der thüringische Ministerpräsident sagte dem stern: "Die Entlastung der Bürger muss nachhaltig sein, nur dann verstetigt sich der Inlandskonsum."

Der von Althaus vorgeschlagene Sozialversicherungs-Bonus würde den Staat nach seinen Berechnungen jährlich 16,2 Milliarden Euro kosten.

Zwei andere Varianten

In der Großen Koalition, die bis Mitte Januar ihr zweites Konjunkturprogramm vorlegen will, sind derzeit zwei andere Varianten der Entlastung von Arbeitnehmern im Gespräch: eine Senkung des Beitragssatzes um einen Prozentpunkt paritätisch für Arbeitnehmer und Arbeitgeber oder die Streichung des Sonderbeitrags von 0,9 Prozent, den die Arbeitnehmer zahlen müssen.

Im Gegensatz zu diesen Konzepten werden beim Althaus-Vorschlag Geringverdiener stärker entlastet, weil sie von den prozentualen Senkungen weniger profitieren als Besserverdiener.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 02/2009

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KOMMENTARE (8 von 8)
 
Aaron71 (04.01.2009, 15:23 Uhr)
@Sethus
Ihre Aufstellung vergisst aber die Absenkung der Tarifstufen. Heute kommt man bereits mit einem Brutto von gut 50.000 in den "Genuß" des Spitzensteuersatzes. Weiterhin vergessen Sie in Ihrer Aufzählung die sog. "Reichensteuer", durch die Einkommen ab 125.000 vom ersten Euro Steuerlast an mit 3% zusätzlich versteuert werden. Also wenn schon Zahlen, dann bitte richtig, gelle?
utospatz (02.01.2009, 03:47 Uhr)
Wenn ich dem Althaus sein christliches
Geschwätz zu Ypsilanti ins Verhältnis setzte, ist mir sofort bewusst, dass mir mit fast 70 die Nanni gab die Brust!
Dank Schröder, Clement, Müller wie sonderbar, plötzlich kein Schwein mehr Mitglied in der SPD gewesen war!
SethusCalvisius (01.01.2009, 16:14 Uhr)
@Buureremmel
Ein paar Zahlen:
Entwicklung der Einkommensteuer:
1998 (Ende der Regierung Kohl)
Eingangssteuersatz: 25,9 %
Spitzenseteuersatz: 53 %
2005 (nach 7 Jahre Rot-Grün)
Eingangssteuersatz: 15 %
Spitzenseteuersatz: 42 %
knilch_59 (01.01.2009, 15:53 Uhr)
Dummes Geseich!
.
Der nächste mickrige Landesfürst, der seine Sau als Konjunkturpaket durchs Dorf treibt. Immer die gleiche müde Leier: Reine Profilierung ohne Aussicht auf Realisierung. Was er fordert, ist reine (!) Bundesangelegenheit, und natürlich wäre „sein“ Bundesland an der Finanzierung nicht beteiligt.
.
Tja – hätte er dazu eine Gesetzesinitiative über den Bundesrat angekündigt, hätte man mal darauf warten können und danach mal hören, was seine Kollegen Landesfürsten dazu sagen. Hat er aber nicht – so bleibt nicht übrig als geplante und organisierte Lüge. Nicht groß reagieren – die Karawane zieht weiter.
.
Und bei den Wahlen dran denken, was für ein Charakterschwein Herr Athaus ist, wenn er sich solcher Methoden bedient!
Salzsteuer (01.01.2009, 15:03 Uhr)
@Buureremmel
Es ist traurig, aber wahr das Teile der (eigentlich Ex-) SPD rechts der CDU stehen.
Falls Sie Namen möchten: Clement, Schröder, Metzger...
Die " Sozialdemokratische Partei Deutschlands " gibt es de facto nicht mehr!
Oscar war " der letzte Mohikaner ".
Buureremmel (01.01.2009, 14:13 Uhr)
@Salzsteuer: Sind Sie sicher,
dass Ihre Wahrnehmung, am heutigen Tag sicherlich erklärbar, nicht trügt?
Beispiel "Enteignung der Masse": Wer hat bei jeder Gelegenheit die Erhöhung von Steuern und Abgaben für den immer kleiner werdenden Teil der arbeitenden Bevölkerung im Sinn? Die Steuererhöhungspartei Deutschlands (SPD) und die GrünInnen.
Beispiel "Interessen des Großkapitals": Der größte Coup zugunsten der Konzerne wurde in der letzten Legislatur ebenfalls von Rot-Grün mit Steuergesetzen verabschiedet, die es den Konzernen nicht nur ermöglichten, sich weitgehend steuerfrei zu stellen, sondern sogar noch rückwirkend Milliarden aus dem Steuersäckel erstattet zu bekommen. (Stichwort: Verrechnung von Inlandsgewinnen mit Auslandsverlusten.)
Salzsteuer (01.01.2009, 13:22 Uhr)
Dieser gut gemeinte Vorschlag
kann sicherlich nur ein Anfang sein.
Aber leider halte ich es für ausgeschlossen das Herr Althaus diese Minimalforderung in seiner Partei durchsetzen kann.
Die CDU steht nun mal für die Interessen des Großkapitals und der faktischen Enteignung der Masse des Volkes.
sedanon (01.01.2009, 11:53 Uhr)
Dieser Spitzkopf...
soll lieber dafür sorgen, dass man die gesamte Zeitarbeitsbranche durch den Lokus spült und man wieder mit Würde durch sein Leben gehen kann, ohne auf Kombi-, Egänzenden- oder sonstigen staatlichen Lohnzuschuß angewiesen ist. Irgendwie geartete Steuerentlastungen sind doch für den Kleinverdiener Pillepalle.
Fördert klein- und mittelständische Unternehmen, die hier produzieren und auch überwiegend hier verkaufen.
Hat früher bestens funktioniert. Warum heute nicht mehr ? Ich weiß, vor 30 Jahren gab es keinen Export. Schwachsinn. Die Globalisierung ist ein Mythos, um den Dümmsten ihre beschissene Lage glaubhaft, aber dafür nicht nachvollziehbar, verkaufen zu könnnen.
Das gesamte börsennotierte Gerümpel darf gerne Deutschland verlassen - kostet auf Dauer sowieso deutlich mehr, als es dem Staat/Bürger nutzt.
Was wir aus den letzte Jahren lernen dürfen ist, dass es dem Bürger desto schlechter geht, je mehr Großindustrie sich im Lande befindet. Sie Vergleich mit den Nordländern.
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