Zur mobilen Ansicht
Wechseln Sie für eine bessere Darstellung
auf die mobile Ansicht
Weiterlesen Mobile Ansicht
Startseite

"Das wird man ja wohl noch werfen dürfen!"

Ein Vorfall, der so bizarr und so harmlos ist wie die Tortenattacke auf Beatrix von Storch, ist wie gemacht für die sozialen Medien. Dort wurde die AfD-Politikerin schnell ungewollt zur Sonntagsunterhaltung.

  Beatrix von Storch (unter der Sahnecreme)

Beatrix von Storch (unter der Sahnecreme)

Zum Glück war es bloß eine Kalorienbombe: Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch wurde auf einer Parteisitzung vermutlich gegen ihren Willen mit einer Torte beworfen. Zwei als Clowns verkleidete Männer einer Künstlergruppe hatten sich Zugang zu einer nicht-öffentlichen Sitzung der Bundesprogrammkommission der rechtspopulistischen Partei in einem Hotel in Kassel verschafft und eine Sahnetorte direkt auf von Storch geschleudert.

"Erst wollte er einen Marmorkuchen verwenden"

"Happy Birthday to you" sang einer der Clowns dabei etwas verfrüht (von Storch hat erst Ende Mai wieder Geburtstag). Der andere hielt die Zwangsbekuchung mit einem Handyvideo für die Nachwelt fest. Verletzt wurde schließlich niemand; der Sachschaden, entstanden durch bekleckerte Notizzettel und von Storchs Kleidung, dürfte bloß wenige Euro betragen.


Ein Vorfall, der so bizarr und so harmlos ist wie eine Tortenattacke auf eine sagen wir: nur mäßig beliebte Politikerin, ist wie gemacht für die sozialen Medien. In Fällen wie diesen zeigt das Internet wieder, was es kann. Flink machte das Video die Runde; auf Twitter etablierte sich schnell ein Hashtag zum Vorfall: #tortalerkrieg - angelehnt an den Titel einer eigens eingerichteten Website, die den Clip unter "Tortaler Krieg gegen die AfD" veröffentlichte. Dazu der Text: "Heute haben Menschen an der moralischen Außengrenze des Landes von der Torte Gebrauch gemacht. Bei einem Treffen der AfD am 28.2.2016 im Pentahotel in Kassel wurden Beatrix von Storch und ein weiterer AfDler getortet." Damit spielen die Aktivisten auf den Schießbefehl auf Flüchtlinge an der deutschen Grenze an, den die AfD für eine gute Idee hält.

Die rund 20 AfD-Politiker der Sitzung zeigten da deutlich weniger Humor als die Clowns vor Ort und im Netz und stürzten sich auf die Eindringlinge; sogar die Polizei wurde alarmiert. 


jen
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools