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15. September 2009, 13:18 Uhr

Die Deutschen bleiben Kindermuffel

Das wird Familienministerin von der Leyen nicht gefallen: In Deutschland kamen im ersten Halbjahr 2009 noch weniger Kinder zur Welt als ein Jahr zuvor. Und die Entwicklung könnte sich angesichts der Wirtschaftskrise noch verstärken.

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Eine glückliche Mutter mit ihrem Baby. In Deutschland ist die Zahl der Geburten im ersten Halbjahr 2009 erneut zurückgegangen© Colourbox

In Deutschland sind im ersten Halbjahr 2009 wieder weniger Babys zur Welt gekommen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres rund 312.200 Kinder geboren - knapp 6,6 Prozent oder 22.000 weniger als im Vergleichszeitraum 2008.

Die Statistiker bestätigten damit am Dienstag in Wiesbaden einen Bericht der Zeitung "Die Welt". Sie betonten aber, dass dem Bundesamt unter Umständen noch nicht alle Geburten gemeldet seien.

Verhütung wegen der Wirtschaftskrise?

Die Geburtenzahlen sinken in Deutschland seit Jahren. Experten sagen einen weiteren Einbruch infolge der Wirtschaftskrise voraus. Das größte Minus weltweit gab es nach der großen Weltwirtschaftskrise von 1929.

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 682.514 Säuglinge zur Welt, 2348 weniger als 2007. Anfang 2008 war zunächst ein Plus vorhergesagt worden, was Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) als Erfolg ihrer Politik gedeutet hatte. 2007 hatte die Zahl der Geburten mit 684.862 um 12.138 - entgegen dem Trend - über dem Vorjahreswert gelegen. Vor zehn Jahren (1999) wurden noch 770.744 Geburten registriert.

DPA
 
 
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