7. Januar 2010, 18:23 Uhr

Das Projekt Versöhnung ist gescheitert

Der Machtkampf um Erika Steinbach hat die Idee der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" ad absurdum geführt. Die Bundesregierung sollte das Projekt begraben - meint Hans-Ulrich Jörges.

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KOMMENTARE (10 von 25)
 
heiro (09.01.2010, 20:14 Uhr)
Wunschkandidat vieler Vertriebener
Viele Vertriebene wünschen eine stärkere Rolle von Alfred Maurice de Zayas, einem amerikanischen Völkerrechtler und Historiker, geboren in Kuba. Er war bei der Uno beschäftigt und besitzt das Wissen und die Sensibilität für eine Europäisierung des Problems.
omaha (09.01.2010, 19:10 Uhr)
Geschichte lesen.
Also mein Mitleid mit den sogenannten Vertriebenen hält sich in Grenzen.
Immerhin waren die Sudetendeutschen , und die Ostdeutschen gebiete Hitlers fanatischte Angänger, Sie sind zum Teil mitschuld am beginn des Krieges.
den Vertrieben geht es nur darum, irgendwann wieder Gebietsansprüche an Polen Tschechien und Russland zu stellen.
Viele hier verwechseln Ursache und wirkung. HITLER UND DIE DEUTSCHEN HABEN DIESEN KRIEG BEGONNEN.
Ich kenne keine Vertriebenen Familie, die kein Eigenheim besitzt, kein Wunder, Sie erhielten sehr hohe entschädigungszahlungen von der BRD.
Die alte Hetzerin Steinbach gehört weg, Hoffentlich ist unser Aussenminister Manns genug, die Hetzerin im Stiftungsrat
zu verhindern
heiro (08.01.2010, 22:26 Uhr)
Deutschland wohin geht die Reise?
Es fehlt das historische Wissen. Geschichte und Bewahrung von 800 Jahren deutscher Kultur gilt als revanchistisch oder ewig-gestrig. Die eigene Familiengeschichte interessiert Stalinisten und globale Überflieger nicht.
hschmid111 (08.01.2010, 12:47 Uhr)
Was wäre mit einer Geschichtestunde?
Es ist grausam zu beobachten, wie viele Menschen ?eine klare Meinung? zu dem Thema haben, ohne sich Mühe zu geben in einem Geschichtebuch nachzublättern.
Schuld an den Krieg stellt keiner in Frage aber die Vertreibung von Millionen Menschen aus der Heimat war auch nicht fein. Ich wünsche keinem das zu erleben! Dass die Polen die Lager für die Deutschen eingerichtet haben, will sich heute keiner erinnern. Auch Zwangsarbeit war selbstverständlich. Tausende von Toten werden einfach heute unter den Teppich gekehrt.
Man darf doch ? ?die Polen nicht reizen?.

Haben die Menschen nicht eine Gedenkstätte verdient? Ist das nicht eine Warnung für heute?
Ist die polnische Reaktion ein Schritt zu Versöhnung?

Über die Handlung unseren Außenminister möchte ich lieber keine Meinung äußern.
Johann58 (08.01.2010, 12:15 Uhr)
@gokahe
so lange Frau Steinbach keine illegalen Aktionen startet oder beispielsweise den Holocaust mit der Vertreibung rechtfertigen will, andere Staaten und Voelker beleidigt und diffamiert sind mir ihre Ziele egal.

Meine gesamte Familie stammt aus dem Sudetenland, ich bin nach dem Krieg in West Deutschland bzw. der amerikanischen Zone geboren. Ich leite fuer mich keinerlei Anspruch auf irgendetwas ab, bin auch in keiner Vertriebenenorganisation, halte mich selbstverstaendlich auch nicht fuer einen Vertriebenen. Meine Eltern wollten weder zurueck, noch wuerden sie ihrgendwelchen Besitz zurueckfordern. Wenn ich mich recht erinnere, wurden die ehemaligen Hausbesitzer im Rahmen des Lastenausgleichs zumindest teilweise entschaedigt.

Versoehnung kann es nur geben, wenn alle mit der Geschichte so umgehen, dass sie sich wieder in die Augen sehen. Hier vermisse ich insbesondere von Laendern wie Polen, Tschechien und der Slowakei ein entsprechnedes Vorgehen.
Was die Kaczynzki Brueder abgeliefert haben war reaktionaer und kontra produktiv und hat der Versoehnung geschadet. Da Deutschland alleine fuer WWII und dessen Folgen verantwortlich ist gibt es keine Ansprueche auf irgendetwas und ein Gedenkstaette Verteibung , Verfolgung und Versoehnung kann nur dazu dienen aufzuzeigen was ein Krieg insbvesondere bei der Zivilbevoelkerung anrichtet und dass man eben sein Leben und seinHab und Gut verlieren kann.

Was aber Westerwelle anbetrifft geht hier einer einen Weg sich von anderen diktieren zu lassen was wir in Deutschland machen und wie wir unsere eigenen Funktionen besetzen. Ich sage dazu nur peinlich peinlich! Die Polen werden ihn dafuer nicht lieben, sie werden sich darueber amuesieren und Leute wie die Kazcynzki's dazu ermutigen weitere Forderungen zu fomulieren und sich in Dinge einzumischen die sie nichts angehen.

Versoehung beruht auf Gegenseitigkeit und die scheint noch nicht so ganz realisiert zu sein.
rolli (08.01.2010, 09:08 Uhr)
Kohle
Sorry, aber es geht nur um Kohle, die Vertriebenen wollen alle ihre Ländereien zurück oder Ausgleichszahlungen oder Schadensersatz oder sonst irgendwelche Entschädigungen. Warum sagt das keiner. Um Versöhnung ist es noch nie gegangen. Platt, aber die Wahrheit.
gokahe (08.01.2010, 07:45 Uhr)
Johan58-Die Ziele sind mir erst mal egal.
Starke Aussage, erinnert mich an vergangene Zeiten, ich dachte eigentlich die wären überwunden. Ich dachte immer es geht hier um Aussöhnung, aber leider immer noch nicht überwunden die typisch deutsche Haltung (Ihr werdet Euch nie ändern, der Kommentar ausländischer-westlicher Bekannter) wir möchten uns aussöhnen, aber was Aussöhnung ist bestimmen wir, wir sind schließlich deutsch. Die Größe eines Organisators ist, wenn er merkt er stört in der Verwirklichung eigner(?) Ziele, tritt er in den Hintergrund. Jemand der in veröffentlichte Ziele und wirkliche Ziele unterscheidet kann nur sagen "Mit mir (zur Verwiklichung meiner Ziele) oder garnicht". Was hindert Frau Steinbach eigentlich an der Verwirklichung eigner Ziele im eigenen Haus (Vertriebenenverband) ohne politischen Beeinflussung, es wir doch nicht etwa die Gier nach fremden Geld sein (von mir sind dann ja wohl auch ein paar cent dabei, die ich gern verweigern würde).
Eine Frage an Johann58. Wann endet erstmal?
gruß gokahe
giangastone (08.01.2010, 07:16 Uhr)
Auf ins 3. Jahrtausend
Es darf und muss keine Tabuthemen geben. Das bisschen Politgeplänkel und nationalistischeses Kasperle-Theater ist doch kein Grund ein Projekt der historischen Aufarbeitung zu stoppen. Peinlich deutlich wird nur, wie dünn die Nerven sind. Mit "ad absurdum" hat das nix zu tun. Absurd wäre, wenn man mit einem sehr guten Nachbarn wie Polen keine Einigung hinbekäme. Diplomatie ist zum Glück gerade keine Tagespresse.
Dirk_37 (08.01.2010, 07:13 Uhr)
Gott sei Dank gibt es noch Leute im Forum, die ,anstatt sinnfreier Worthülsen zu verbreiten, erst mal Nachdenken und das Gehirn einschalten. Johann58, undjetznochder sowie Hagen041968 haben alle den Nagel auf den Kopf getroffen: es geht weder um eine Verschiebung oder Nichtanerkennung von heutigen Grenzen noch geht´s um die Rechfertigung oder Verharmlosung der Greueltaten während des dritten Reichs. Es ist vielmehr längst überfällig, auch diesen schändlichen Teil europäischer Geschichte mahnend der Nachwelt zu erhalten. Mit der selben Berechtigung wie es auch sämtliche Holocaustmahnmale haben, muss die seit Jahrzehnten sehr einseitig forcierte Politik der Erinnerung in diesem Punkt gerade gerückt werden! Meine Großeltern wurden vertrieben, sie haben weder den Krieg gewollt noch haben sie ihn ausgelöst. Es geht um menschliche Schicksale, nicht um politische oder militärische Ambitionen. In London steht das in meinen Augen höchst fragwürdige Denkmal des "Bomber-Harris", den die Queen als "inspirierenden Führer" titulierte. Das war 1992! So sieht also die Versöhnung bei einigen Nachbarn aus, während bei uns der typisch deutschen Selbstzerfleischung gefrönt wird.... .
Johann58 (08.01.2010, 00:59 Uhr)
Jetzt sind mir Frau Steinbachs Ziele erst mal egal
allerdings besteht fuer mich keinerlei Grund nicht an die Vertreibung von Deutschen zu erinnern und auf Menschenrechtsverletzungen und Unrecht hinzuweisen. Es darf eben daraus keine Rechtfertigung fuer die Verbrechen der Nazis entstehen. Es ist nie genug auf die Folgen von Kriegen hinzuweisen auf Unrecht und Rache aufmerksam zu machen um Kriege fuer die Zukunft zu verhindern und den ewig gestrigen um die Ohren zu hauen was Deutschland anderen angetan hat, die sich dann als Sieger selbstverstaendlich geraecht haben.

Die Rolle Westerwelles ist hier total daneben weil seine Vorgehensweise voellig realitaetsfremd ist. Man hat hier den Eindruck, dass sich Westerwelle von Polen diktieren laesst wer im Stiftungsrat sitzt. Schaden tut nicht die Stiftung sondern das Theater darum.

Es geht doch auch nicht um eine spaete Abrechnung was die Vertreibung anbetrift. Versoehnung kann nur erreicht werden wenn man sich der Vergangenheit bewusst ist und die Zukunft gestalten und einen wirklichen Baerendiest zur Versoehnung Deutscher und Polen hat zunaechst mal ein Zwillingspaar geleistet, welches sowohl den Polnischen Staatspraesidenten wie auch den Ministerpraesidenten gestellt hat. Aber veilleicht hat ja der Bundesguido da eine besondere Verbindung hin.
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