Merkel liegt weit vor Steinbrück

7. November 2012, 07:30 Uhr

Die Umfragewerte der Union schwächeln zwar etwas, aber in den Beliebtheitswerten scheint Merkel unschlagbar. Steinbrücks Transparenzoffensive hat ihm keinen Vorteil gebracht.

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Nase vorn: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück (SPD)©

Die Union büßt bei den Wählern leicht an Sympathien ein. Im stern-RTL-Wahltrend, der vor den Gipfelbeschlüssen der Koalition zum Betreuungsgeld und zur Abschaffung der Praxisgebühr erhoben wurde, verlieren CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche 1 Punkt und liegt nun bei 37 Prozent. Die Werte der anderen Parteien bleiben stabil: Der SPD wollen derzeit 26 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, die Grünen kommen zum zweiten Mal in Folge auf 15 Prozent, die Linke hält sich bei 8 Prozent. Die Piraten verharren in ihrem Jahrestief von 5 Prozent. Auch die FDP kommt nicht aus dem Umfragetief: Zum dritten Mal in Folge erreicht sie nur 3 Prozent. Auf "sonstige Parteien" entfallen 6 Prozent der Stimmen (+1). Mit zusammen 41 Prozent haben SPD und Grüne damit wieder einen knappen Vorsprung vor Union und FDP, die gemeinsam 40 Prozent in die Waagschale legen.

Deutsche leiden unter Zukunftsängsten

Obwohl die Arbeitslosigkeit in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eher gering ist, blickt die Mehrheit der Bürger pessimistisch in die Zukunft. 55 Prozent erklärten in der Umfrage für den stern und RTL, sie fürchteten eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Nur 13 Prozent rechnen mit einer Verbesserung. 31 Prozent erwarten keine Veränderung. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, jede Meldung über Kurzarbeit etwa in der Autoindustrie wecke bei den Deutschen Zukunftsängste. Ein Grund für den Pessimismus liege aber auch darin, dass die realen Nettoeinkommen tendenziell sinken würden. Preissteigerungen oder Gebührenerhöhungen würden die Stimmung der Bürger zusätzlich negativ beeinflussen.

Steinbrück nützt die Transparenz nichts

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat es gegen Kanzlerin Angela Merkel weiter schwer. Wenn die Deutschen ihren Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich 29 Prozent für Steinbrück entscheiden, 50 Prozent aber für Merkel. Auch die Offenlegung seiner Vortragshonorare hat Steinbrück wenig eingebracht. 29 Prozent der Bürger sagten in einer stern-Umfrage, die Veröffentlichung habe ihm geschadet. Lediglich 24 Prozent meinten, sie habe ihm genutzt. Selbst unter den SPD-Anhängern sehen das lediglich 35 Prozent so. Die Mehrheit der Bürger (43 Prozent) ist der Auffassung, die Offenlegung habe ihm weder geschadet noch genutzt.

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Matthias Weber
 
 
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