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2. März 2010, 17:23 Uhr

Diesmal zahlt Rüttgers

Schlechte Nachricht für Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: Die Sponsoring-Affäre setzt der CDU in Nordrhein-Westfalen hart zu. In der aktuellen stern-Umfrage verliert sie drei Prozentpunkte. Die SPD holt auf.

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Schlechte Umfragewerte seit der Sponsoring-Affäre: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers© Volker Hartmann/DDP

Nach der Debatte um die Rolle von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in der Sponsoring-Affäre hat die CDU in dem bevölkerungsreichsten Bundesland bei den Wählern stark an Zustimmung verloren. In einer Umfrage für den stern sackte die CDU im Vergleich zu der Erhebung des Hamburger Magazins Anfang Februar um 3 Punkte ab. Sie würde derzeit nur noch auf 38 Prozent der Stimmen kommen.

Die FDP stagniert bei 6 Prozent, so dass sich für beide Parteien zusammen nur 44 Prozent ergeben würden. Die SPD verbessert sich um 2 Punkte auf 34 Prozent. Die Grünen liegen stabil bei 11 Prozent. Beide Parteien gemeinsam hätten mit zusammen 45 Prozent ebenfalls keine Mehrheit. Die Linke liegt bei 6 Prozent (+1).

Gut zwei Monate vor der Landtagswahl Anfang Mai sind damit auf Basis der Umfrage ein schwarz-grünes Bündnis (zusammen 49 Prozent), eine Koalition von SPD und Grünen mit den Linken (zusammen 51 Prozent) oder eine große Koalition denkbar.

Unter der Affäre gelitten hat auch das Ansehen des Ministerpräsidenten. Gefragt, wen sie direkt zum Regierungschef wählen würden, entschieden sich nur noch 46 Prozent für Rüttgers - 5 Punkte weniger als noch vor ein paar Wochen. 24 Prozent ziehen die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft vor, die damit kaum von Rüttgers Verlusten profitiert und nur einen Punkt gewinnt.

Dass Rüttgers zurücktreten sollte, weil die CDU in der Vergangenheit Gesprächstermine mit ihm gegen Bezahlung angeboten hatte, meinen 29 Prozent der Befragten in Nordrhein-Westfalen. Bundesweit fordern dies sogar 31 Prozent. Auch in den eigenen Reihen wird das Prinzip "Rent a Rüttgers" durchaus kritisch gesehen: 12 Prozent der Unionsanhänger in Deutschland sprechen sich für einen Rücktritt des Ministerpräsidenten aus, bei der FDP-Wählerschaft sind es sogar 19 Prozent.

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