Iran-Strategie
„Er weiß nicht, wovon er redet“: Donald Trump kontert Kritik von Merz

Friedrich Merz und Donald Trump bei ihrem Treffen im Weißen Haus im März 2026
Eigentlich pflegten Bundeskanzler Friedrich Merz (l.) und US-Präsident Donald Trump (r.) ein gutes Verhältnis zueinander (Archivbild)
© Kay Nietfeld / DPA

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Bundeskanzler Friedrich Merz hatte US-Präsident Donald Trump wegen dessen Iran-Strategie kritisiert. Nun schießt Trump mit scharfen Worten auf Truthsocial zurück.

Nach deutlicher Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der US-Offensive gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump ihn massiv verbal angegriffen. „Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Es sei kein Wunder, „dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“. Er warf Merz (CDU) vor, damit einverstanden zu sein, dass der Iran über Atomwaffen verfüge, und lobte sein eigenes Vorgehen.

Mit diesem Post auf „Truth Social“ antwortet US-Präsident Trump auf die Kritik von Bundeskanzler Merz
Mit diesem Post auf „Truth Social“ antwortet US-Präsident Trump auf die Kritik von Bundeskanzler Merz
© truthsocial.com/@realDonaldTrump/

Eigentlich pflegten der Bundeskanzler und der US-Präsident ein gutes Verhältnis zueinander. So sieht sich Merz selbst als einen von wenigen Politikern, die einen guten Zugang zu Trump haben. Bereits mehrfach war er zudem im Weißen Haus zu Gast, die Treffen verliefen ohne Auseinandersetzung.

Friedrich Merz sieht keine US-Exit-Strategie

Zuletzt stimmte Merz allerdings einen neuen Ton an und kritisierte Washington öffentlich. So warf er der US-Regierung vor, keine Exit-Strategie für den Iran-Krieg zu haben. „Weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben“, sagte er bei einer Diskussion mit Schülern in Marsberg im Sauerland.

„Das Problem bei solchen Konflikten ist immer: Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen“, sagte der Bundeskanzler weiter. Die Amerikaner seien im Iran „ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen“. Deshalb sei es umso schwerer, den Konflikt nun wieder zu beenden. „Zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln - oder eben sehr geschickt nicht verhandeln“, sagte Merz. „Da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung.“

Bei Konflikten auf Distanz zu Donald Trump

Auch bei anderen schwelenden Konflikten ging Merz in Opposition zu Trump. Mit Blick auf eine US-Intervention in Kuba sagte er: „Von Kuba geht trotz aller Probleme, die dieses Land mit dem kommunistischen Regime innenpolitisch hat, keinerlei erkennbare Gefährdung für Drittstaaten außerhalb Kubas aus“. Er sehe nicht, „auf welcher Grundlage hier eine Intervention stattfinden sollte.“ Trump hatte Kuba offen mit einer „Übernahme“ gedroht.

DPA
tkr

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