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27. Januar 2008, 12:51 Uhr

KZ Halle - Die verdrängte Vergangenheit

Nach fast 63 Jahren seit Ende des Krieges und 18 Jahren deutscher Einheit haben ostdeutsche Kommunen noch immer Probleme im Umgang mit ihrer dunklen Vergangenheit aus der Nazizeit. Offensichtlich fand der Holocaust immer woanders statt, nur nicht vor der eigenen Tür. Von Nico Wingert

Kein Hinweis, nun Unkraut und Gestrüpp© Nico Wingert

Auf einem morastigen, mit Brombeerhecken und Sträuchern überwucherten Feldweg am nordöstlichen Stadtrand von Halle verliert sich die Spur des "Tausendjährigen Reiches" in einer kesselartigen Niederung. Umgeben von knapp zehn Meter hohen Böschungen befindet sich ein Areal mit einer Größe von rund 500 mal 500 Meter - ungefähr so groß wie vier Fußballfelder: Hier am Ende des Feldweges "Zum Goldberg" befand sich seit Juli 1944 das "KZ Birkhahn-Mötzlich", eines der über 150 Außenlager des KZ Buchenwald.

Ein von SS-Kommandos scharf bewachtes Lager, umzäunt mit Stacheldraht und Wachtürmen, die mit Scheinwerfern ausgerüstet waren. Täglich mussten die rund 550 KZ Häftlinge drei bis vier Kilometer zu den Flugzeugwerken Halle (Siebelswerke) hin- und zurück marschieren, um dort für die faschistische Rüstungsproduktion zu schuften. In Tag- und Nachtschichten wurden die Häftlinge vor allem bei der Fertigung von Tragflächen und der Montage für Sturzkampfflugzeuge und Bomber (Ju 88 und Ju 188) zwangsverpflichtet. Abweichungen von der Arbeitsnorm wurden mit Essenentzug und Prügel durch die SS-Wachmannschaften hart bestraft.

Verschüttet und Vergraben

Nichts, gar nichts mehr erinnert mehr heute noch an dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte. Das einstige Konzentrationslager ist begraben, zugedeckt von überwuchten Bauschutt und Pflastersteinen, die die Stadt heute dort entsorgt. Zu DDR-Zeiten befanden sich hier ein Schießplatz und das Übungsgelände der paramilitärischen Organisation GST. Bis heute kein Hinweisschild und auch keine Gedenktafel: Das Vergessen des ehemaligen Außenlagers des KZ Buchenwald scheint total zu sein.

"Ein KZ in Halle? Nein, es gab nur Zwangsarbeiter bei den Siebelswerken, die durften sogar frei rumlaufen", erklärt die Pressesprecherin Ria Steppan auf Anfrage. Deswegen gebe es auch kein Statement von der Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD). Der Stadtarchivar würde mehr wissen.

Doch warum die Stadt Halle selbst nach 18 Jahren der Deutschen Einheit sich nicht weiter mit dem KZ in Halle auseinandergesetzt hat, vermag auch Archivar Ralf Jacob (40) nicht genau zu sagen. Immer wieder verweist Jacob auf die vielen Schriften und Bücher, die die Stadt zur Aufarbeitung der Nazizeit herausgibt. Relativ gut dokumentiert sind die Fremd- und Zwangsarbeiterlager der Siebelswerke. Auch über die aus Halle stammende SS-Bestie Reinhard Heydrich, Chef Reichsführer SS , der neben seinem Sekretär Adolf Eichmann maßgeblich Verantwortliche zur "Endlösung der Judenfrage" ist vielfältig dokumentiert.

"Nein, niemand könne behaupten, die Stadt setze sich nicht mit ihrer NS-Vergangenheit auseinander", so Jacob. Besonders Schüler, wie die vom Südstadtgymnasium dokumentierten eindrucksvoll Einzelschicksale von Deportierten, die auf den Internetseiten der Stadt nachzulesen sind. Die Schüler von der Wittekindschule ("Auschwitzprojekt") interessierten sich auch für das KZ Wansleben, knapp 18 Kilometer von Halle entfernt. Verdienst eines "Hobby-Historiker" "Vielleicht", so Jacob, könnten ja wieder Schüler die verhängnisvolle Geschichte des KZ in Halle aufarbeiten. Es würde ohnehin an Geld und Personal fehlen. Sollen wirklich nur Schüler und Rentner an der überfälligen Aufarbeitung des KZ in Halle wirken? Jacob wirkt ratlos, eigentlich müssten sich die "Stadtoberen" dazu äußern. Zumindest bei der politisch brisanten Fragestellung, wie sich die Stadt zu dem Holocaust vor ihrer eigenen Tür positionieren möchte.

Lageplan der vier Lager in Halle© Nico Wingert

Das nun Licht in dieses dunkle Kapitel des KZ "Birkhahn-Mötzlich" kommt, ist dem Ortschronisten und Hobby-Historiker Dr. Albert Osterloh (70) zu verdanken. Bei seinen Recherchen in den Bundesarchiven und bei der "Zentralen Stelle zur Verfolgung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg fand Osterloh erstaunliches heraus: Die dortigen Staatsanwälte ermittelten wegen des Aufhängen von zwei Häftlingen im KZ Halle gegen den dortigen Kommandanten , SS-Unterscharführer Johann Plicht (Az IV 429/AR 1947/66). Dabei fanden die Ermittler zwischen 1969 und 1972 acht polnische Überlebende aus dem KZ Halle. Ihre Berichte gehen weit über das jedermann und jederzeit im Internet zugängliche Archiv des "United States Holocaust Memorial Museum (ushmm)", in dem das KZ Halle auch gut dokumentiert ist, hinaus.

Die Überlebenden fertigten eine Skizze des Lagers an und berichteten detailliert über ihre Deportation, über den Lageralltag und die Hinrichtung durch Erhängen: Die Häftlinge Viktor Zebulski und Edmund Czerwinski (beide aus Litzmannstadt) sind Anfang 1945 im KZ Halle erhängt wurden. Mindestens ein weiterer Häftling sei bei einem Fluchtversuch erschossen wurden. Der Holocaust fand auch hier in der Saalestadt statt.

"Mindestens vier Lager gab es allein in Halle-Mötzlich" (siehe Skizze), ist sich Osterloh sicher: Das KZ am Birkhahn (heute "Zum Goldberg"), ein Kriegsgefangenlager an der Osramstraße, ein Zwangsarbeiterlager in der heutigen Kleingartenanlage ("Freundschaft" e.V.) und ein Fremdarbeitslager, in dem vorwiegend Frauen untergebracht waren (beide in der Straße "Frohe Zukunft"). Letzteres just an der Stelle, wo heute der weltberühmte Maler Prof. Willi Sitte residiert.

Die Nazis waren die anderen

Über 2000 Häftlingstransporte, so vermerkt es das amerikanische "ushhm" seien in der achtmonatigen Zeit des Existenz des KZ in Halle vom Lager Buchenwald in das Außenlager nach Halle geschickt wurden. Davon zeugen die monatlichen SS-Berichte. Am 13./14. August hatte das Lager 525 Insassen. Am 2. September wurden 500 Häftlinge und am 12. September noch einmal 500, die von Buchenwald in das Außenlager nach Halle deportiert wurden. Darunter befanden sich Polen, Tschechen, Russen, Franzosen Holländer und weitere Nationen. Offizielle Adresse des verschleierten KZ's: Siebel-Flugzeugwerke GmbH, Halle, Boelckestraße 70 (heute Dessauer Str.). Genau dort befindet sich heute das Landesverwaltungsamt Halle. Letzter SS-Kommandant war SS-Hauptscharführer Noll, der - so die Zeugen - nicht so bestialisch wie sein Vorgänger Plicht gewesen sein soll. 44 Jahre später, im Dezember 1989, nur wenige Wochen nach Grenzöffnung, erhielt die Stadt Halle brisante Post aus Frankreich. Darin weisen die Franzosen auf eine Publikation mit einem Verzeichnis "auf Außenkommandos der genannten KZ, in denen französische Häftlinge zur Sklavenarbeit gezwungen wurden" hin. Der Brief enthalten ist die Bitte, "diese zur Ergänzung Ihrer Ortschronik" heranzuziehen. Dieser Brief, so scheint es, verstaubt derweil im Stadtarchiv. Das ist nun über 18 Jahre her.

Ostdeutsche Kommunen scheinen offensichtlich Schwierigkeiten im Umgang mit dem Holocaust zu haben. Möglicherweise liegt dies in ihrer eigenen Geschichte begründet. Schon mit Gründung der DDR gebärdete sich die SED als das unschuldige Deutschland. Jegliche Schuld und Verantwortung für den Holocaust wurde abgelehnt, schließlich sei die DDR ein antifaschistischer Staat. Zahlungen an Israel wurden deswegen verweigert. So erklärte der Kirchenbeauftragte der DDR, Kurt Löffler - kurz vor dem Zusammenbruch der DDR - bei einem Staatsbesuch in Israel im Februar 1989, sein Land sei selbst indirekt ein Opfer der Nazis geworden und brauche daher auch keine Wiedergutmachungszahlungen zu leisten... Kommunistische Opferrolle Schuld? Mitverantwortung an faschistischen Verbrechen? Nein, die habe die BRD zu tragen und nicht die DDR, so die offizielle Staatsdoktrin. Dies schlug sich auch in der Bildung nieder: In den Schulbüchern ("Nackt unter Wölfen" von Bruno Apitz) wurde zwar beschrieben, wie ein jüdisches Kind im KZ Buchenwald versteckt wurde, doch der DDR-Erinnerungskult wurde im wesentlichen nur auf den kommunistischen Widerstand und bestimmte Orte reduziert: Wansleben, Halle, Leipzig-Thekla und viele andere KZ-Außenlager wurden verschwiegen. Bis heute?

Dies liesse sich jedoch nicht verallgemeinern, oft hing es vom Engagement des einzelnen DDR-Geschichtslehrers ab, wie der Stadtarchivar Jacob meint. Bei den Hallensern war es üblich zur "Jugendweihe" (mit 14 Jahren) das KZ in Buchenwald zu besuchen. Die schrecklichen Verbrechen waren in Filmen und Fotografien zu sehen.

Holocaust? KZ's? Massenvernichtung? Aber ja doch, die KZ's von Auschwitz und Buchenwald und deren Verbrechen kennt man. Doch was ist mit den Konzentrationslagern vor der eigenen Tür? Die KZ's in Halle, Leipzig-Thekla, Gardelegen, Ohrdruf und andere sind sowohl bei der Bevölkerung und auch den Politikern bis heute unbekannt.

Von Nico Wingert
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
Sandok (30.01.2008, 10:43 Uhr)
Erfolg des Stern...
Der Stern-Artikel von Nico Wingert hat was bewirkt. Gegenüber der Mittwochsausgabe der Mitteldeutschen Zeitung (30.01.08) erklärte die OB von Halle die Aufarbeitung der KZ-Geschichte zur Chefsache. „Es ist richtig“,
sagt sie, „dass das KZ in der Erinnerung an den Rand gedrängt worden ist. Vergessen aber ist es nicht". Bis zum nächsten Holocaust-Gedenktag will die Stadt auch dieses dunkle Kapitel aufarbeiten. Hoffentlich ziehen auch andere Kommunen mit.
hana-bi (29.01.2008, 20:08 Uhr)
jetzt reicht es aber
...warum sind wir nicht in der Lage zu sagen - hey interessant - wusste ich noch gar nicht. Offensichtlich haben hier einige wirklich ein Problem mit der deutschen Vergangenheit. unglaublich!!! Ihre Reaktionen zeigen mit dass es immer noch keinen "normalen" Umgang mit dieser, unserer Vergangenheit gibt. Nein - da werden Ost-West-Konflikte herauf beschworen, da wird sich an Details aufgehangen um die Glaubwürdigkeit des Autors in Frage zus stellen - und das alles nur um sich nicht mit der eigentlichen Aussage des Artikels auseinandersetzen zu müssen. Hören Sie sich eigentlich reden? Meine Güte, sie haben sich selbst ein Misstrauensvotum ausgestellt und nicht dem Autor.
wernerru (28.01.2008, 16:40 Uhr)
Falsch, oberflächlich und unverschämt
.... so könnte man diesen SternBeitrag am besten abtun. Mit dieser Holocaust-Definition bemüht sich Herr Wingert höchstens, die Nazi-Verbrechen zu verniedlichen. Er hat noch ein paar Lager in Halle für Zwangsarbeiter vergessen, wie z.B. in der Liebenauer Straße (ehem.Maschinenfabrik), oder in Ammendorf und Schkopau. Zu diesem Gelände am Goldberg führt ein kaum frequentierter Weg, was soll dort eine Tafel, die Stolpersteine im Stadtzentrum, der Gedenkplatz an der ehemaligen Synagoge am Großen Berlin oder die Tafeln am Gertraudenfriedhof weisen auf die Erinnerung an die Holocaust-Opfer aus Halle hin. In dem Artikel versucht wohl jemand, sein Halbwissen für einen persönlichen feldzug gegen die Stadt einzusetzen. Er sollte mal nachfragen, wann in den westl.Harz-Gebieten mit der Aufarbeitung der Buchenwald-Außenlager und dem Gedenken an die Todesmärsche begonnen worden ist. Sorry, schon hat mich der schlaue Herr Wingert auch in diese blödsinnige Ossi-Wessi-Diskussion verstrickt.
Er sollte sein Honorar für diesen Artikel möglichst schnell an den "Zug der Erinnerung" spenden, der gerade auch in Halle von der Bürgermeisterin Szabados persönlich begrüßt wurde. Dann gäbe es wenigstens einen sinnvollen Effekt.
Willi Sitte als Nutznießer in diesem Zusammenhangh hinzustellen, ist ja wohl das Lächerlichste.
Bei solche Autoren werde ich mir schnell ein anderes Magazin suchen.
Sunnyflower (28.01.2008, 08:09 Uhr)
..irgendwann ist mal gut!
Ach Leute, ist es nicht vollkommen wurscht, wo dieses Gelände ist und von woher der Autor stammt? Ost / West - egal! Ich denke, wir haben genügend Denkmäler, um den Holocaust nicht zu vergessen - da muss man nicht auf Teufel komm raus alle Orte, an denen die Greultaten verübt wurden, als Gedächnisstätten umfunktionieren. Davon abgesehen: es wird NIE vergessen werden, dafür sorgen schon gewisse Personenkreise. Denn wenn Deutschland international mal nicht so spurt, wie es sollte, wird eh die Nazi-Keule rausgeholt und husch husch, Deutschland in die rechte Ecke zurückgedrängt.
gmathol (28.01.2008, 01:43 Uhr)
Deutschland verdraengt im Gegensatz zu anderen Staaten seine Vergangenheit NICHT!
Versuchen Sie mal in einem US Geschichtsbuch etwas ueber das Abschlachten der nordamerikanischen Indianer zu finden! Am US Veterans Day werden sogar die Schlaechter der Indianer als "Opfer" gefeiert, denn die "boesen" Indianer haben sich ja doch tatsaechlich verteidigen wollen.
Der Holocaust ist JEDEM Deutschen praesent!
Anderswo wie z. B. in Gaza in dem durch eine Besetzungsmacht betriebenen Quasi Konzentrationslager denkt man nicht einmal an Schuld! Der Terrorismus Trick funktioniert hier wunderbar und was waere wenn Hitler und seine Schergen einfach alle Menschen die sie ausrotten wollten zu Terroristen erklaert haetten!
Deutschland ist allerdings in der Pflicht und sollte Kriege wie in Afghanistan oder die Besetzer von Palestina nicht unterstuetzen.
Oder gibt es etwa nur 3 oder 4 Schuldnationen: Ruanda, ehemaliges Jugoslawien, Deutschland und Sudan?
Die anderen Nationen die seit 1991 ca. 8 Millionen Zivilisten in verschiedenen arabischen Nationen umgebracht haben oder ethnisch entsorgten sind wohl Heldenstaaten: USA und Grossbritannien.
Deutschland muss aus seiner Pflicht die diplomatischen Beziehungen zu solchen Schurkenstaaten abrechen und dazu gehoeren Israel und die USA.
"Wahrheit und Fakten sind nicht anti semitisch"
renatus70 (27.01.2008, 19:02 Uhr)
Verdrängte Vergangenheit?
Wenn ich mich richtig informiert habe, lebt der Autor in Halle. Seine geschichtliche Bildung hat er wohl allerdings von Stern, Bild und co. erhalten.
Ich bin im Alter von 12 Jahren gemeinsam mit der gesamten Schulklasse nach Buchenwald geschickt worden. Von da an mindestens einmal alle 2 Jahre. Die Aufklärung über die Greueltaten der Faschisten wurde bestimmt frühre begonnen als heute. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass öffentliche Leugnungen dieser Verbrechen oder öffentliche Auftritte rechtsradikaler Gruppierungen stattgefunden hätten bzw. geduldet worden wären.
Ja, es gibt die Tendenz in Deutschland, die Vergangenheit ruhen zu lassen und es gibt auch immer stärker werdende neonazistische Strömungen, aber das ist kein Problem Ostdeutschlands, sondern der gesamten Bundesrepublik.
Zumal Halle wohl nicht im Osten, sondern eher in Mitteldeutschland liegt.
Beiträge wie dieser tragen nicht zur Aufklärung und Besinnung auf unsere Vergangenheit bei, sondern versuchen auf demagogische Weise die Trennung in "Ossis" und "Wessis" aufrechtzuerhalten.
Es ist mir unklar, wie ein solcher Artikel auch noch veröffentlicht werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
René
Franzoesin (27.01.2008, 18:37 Uhr)
Deutsche Vergangenheit
Zur Beurteilung dieses Artikels, hier eine Äußerung von Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagan-
dist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm: "Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen ...Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis sie( "die Deutschen" )selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen. Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit."
Zur Info: Die Propaganda der Alliierten wird durch den Überleitungsvertrag Art. 7.1 als OFFENSICHTLICHE TATSACHEN vom "deutschen' Strafrecht geschützt.!!!
Mindsplitting (27.01.2008, 16:05 Uhr)
Irgendwann muss mal mit der Reuhe....
...und dem Demut gut getan sein. Es ist nun schon die 4. Generation auf dem vorarsch, 98 geschätzte Prozend der Deutschen haben mit dem was damals geschah absolut nichts mehr am Hut und ich bins leid mir als deutscher dauernd dieses Image anheften zu müssen. Vergessen meine ich damit nicht. Aber zurück zum Thema, entschuldigt. Was hat (das sage ich als "Wessi" der Osten eigentlich überhaupt damit zu tun? Wärend des Krieges gab es meines wissens nach kein Ost und West gesülze. Und mit dem Ossi und Wessi blödsinn kann auch langsam mal schluss sein finde ich :)
East (27.01.2008, 16:02 Uhr)
eigenartige Ansichten
Warum müssen sich ostdeutsche Kommunen verunglimpfen lassen von westdeutschen Reportern? In den alten Ländern konnten Nazis und Massenmörder nach dem Krieg ihre Karrieren einfach fortführen im Staatsapparat und in der Wirtschaft. Bevor den Ostdeutschen nun die Nazikeule vorgehalten wird, sollten sich der Schreiber lieber mit der dunklen Geschichte seines Heimatlandes BRD beschäftigen. Im übrigen in der DDR wurde allerorten der Opfer des Faschismus gedacht und dabei war auch immer klar das es hauptsächlich Deutsche waren die diese Greuel verübt haben. Es ist absolut widerlich Artikel von Besser-Wessis zu lesen die eigentlich nur die Gnade der Geburt im richtigen Landesteil hatten.
Bremer-Alexander (27.01.2008, 15:36 Uhr)
wieder was gelernt?
Aha aha, ich dachte bisher immer das mit dem Begriff "Holocaust" die systematische Tötung der Juden durch Gaskammern gemeint war,oder liege ich da Falsch?
Wenn Holocaust wirklich nur die Tötung durch Gaskammern meint, dann kann man in diesem Fall wohl nicht von dem "Holocaust vor der eigenen Tür" reden, da soweit ich weiß das Amt(?) für Zeitgeschichte unlängst seit Jahren festgestellt hat, dass Vergasung nicht auf dem Gebiet des Altreichs stattgefunden hat. Wenn ich mit dieser Information richtig liege ist der Begriff hier also zu unrecht verwendet wurden, denn dann gab es in der Tat in diesem Falle keinen "Holocaust vor der eigenen Haustür". Wenn man allerdings allein schon den (Zwangs)Arbeitseinsatz der KZ-Insassen also "Holocaust" bezeichnet, wie ja scheinbar in diesem Artikel geschehen, dann gab es schon tausende Holocaust in der Menschheitsgeschichte, und wird sie wohl auch in zukunft geben, in "Arbeitslagern" in der ganzen Welt, USA, England, Canada, China, Russland usw usf.
Also Fehlverwendung des Begriffes?!
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