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6. Oktober 2009, 13:21 Uhr

Deutsche Bahn erhöht die Preise

Bahnfahren in Deutschland wird wieder teurer. Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember hebt die Deutsche Bahn die Ticketpreise um durchschnittlich 1,8 Prozent an. Als Grund nennt das Unternehmen deutlich gestiegene Einkommen seiner Mitarbeiter.

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Deutsche Bahn, Fahrkarten, Preise, Tickets, Bahnfahren

Teurere Tickets: Zuletzt hatte die Bahn ihre Preise Ende 2008 erhöht© Franka Bruns/AP

Die Deutsche Bahn erhöht zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember die Ticket-Preise. Die Fahrkarten würden am 13. Dezember um durchschnittlich 1,8 Prozent teurer, kündigte Bahn-Vorstandsmitglied Ulrich Homburg am Dienstag in Berlin an. Die Reservierung eines Sitzplatzes kostet künftig 50 Cent mehr als bisher. Beim Kauf am Automaten oder im Internet sind das statt 2,00 Euro nun 2,50 Euro.

Für die Rabattkarte Bahncard 50 der 2. Klasse müssen Bahnkunden demnächst 230 statt 225 Euro zahlen. Der Preis für die Bahncard 25 bleibt bei 57 Euro. Die Ländertickets für Singles werden in sechs Bundesländern um einen Euro teurer. Die Bahn verspricht sich von der Maßnahme Mehreinnahmen von rund 50 Millionen Euro im kommenden Jahr.

Bahn spricht von moderatem Preisanstieg

Der bundeseigene Konzern begründete die Anhebung vor allem mit deutlich gestiegenen Personalkosten in den vergangenen Jahren. So hätten sich die tariflichen Einkommen für die Bahnbeschäftigten für 2009 und 2010 insgesamt um 4,5 Prozent erhöht.

Homburg sprach von einem moderaten Preisanstieg, der "sowohl die berechtigten Interessen unserer Kunden als auch die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Unternehmens" berücksichtigten. "Im Vergleich zum Auto und Flugzeug bleiben wir weiterhin sehr günstig, schließlich verkaufen wir rund 90 Prozent unserer Tickets im Fernverkehr und über 80 Prozent im Nahverkehr rabattiert", sagte der Bahn-Manager.

Zuletzt hatte die Bahn ihre Preise im Dezember 2008 um 3,9 Prozent erhöht. Ein Jahr zuvor waren es 2,9 Prozent.

DPA/AP
KOMMENTARE (10 von 23)
 
Sysiphus (06.10.2009, 16:43 Uhr)
Die Bahn ... ist abgefahr'n...
Nachdem sich die Bahn teure Aktivitäten wie ICE3-Reparatur, Mitarbeiter-Bespitzelung und natürlich die Preisrunde durch die Lokomotivführer-Gewerkschaft geleistet hat, musste ja jetzt wieder irgendein Argument aus dem Hut gezaubert werden, das für Preiserhöhungen herhalten musste.

Wie von Vorredner bereits richtig beschrieben, wird das Angebot an Zügen in den ländlichen Gebieten nachhaltig ausgedünnt, die Bahn versucht zu sparen, wo sie nur kann.

Das Argument, dass die Energiepreise fallen, konnte in diesem Jahr -glücklicherweise- nicht herhalten:
Laut http://www.stern.de/1512946.html fielen die Preise ja dieses Jahr.

Solange wir nicht in britische Verhältnisse fallen, kann man mit einer Fahrpreiserhöhrung noch leben (wobei der Reservierungsaufschlag ein deutlicher Hammer ist! Und wie sieht's mit den Bahncard-Preisen aus?).

Ansonsten darf man hier guten Gewissens behaupten:
Gnadenloses Ausnutzen von kleinen Spielräumen.
felice4711 (06.10.2009, 16:03 Uhr)
@minischlumpf
Das ist hart. Bei uns war das so, dass man nach Schaffung des S-Bahnanschlusses gleichzeitig sämtliche Linien-Busse eingestellt hat. Echt supi, jetzt haben wir nämlich nur noch die S-Bahn, Anbindungen in Ortschaften, die gerade mal 10 km entfernt sind, gibt es nicht mehr und wenn die Bahn net kommt, bleibt man gleich mal mit seinem Allerwertesten zuhause. Bahn und Pünktlichkeit? Ein Ausschlußkriterium. Städteplanerisch sehe ich in vielen Ortschaften und Städten wie Ihren Mißstände, die mich an der geistigen Gesundheit der Bürgermeister und Stadtverordneten extrem zweifeln lassen. Aber: Für nen Geldsack im Ort wird allerdings auch schon mal ne Straße zur Einbahnstraße umdeklariert, damit Ihro Gnaden mehr Ruhe vorm Haus hat. Zum Kotzen.
NewWorld (06.10.2009, 15:06 Uhr)
Na endlich...
....werden mal wieder die Fahrpreise erhöht. Wenn man jetzt vielleicht auch mal ein paar Euro in die Züge investieren würde, also nicht in ICE, sondern in die "normalen" Züge, dann wäre das vielleicht noch gerechtfertigt. Für 1. Klasse IC sind die verwendeten Wagen nur peinlich. Von den hier im Nahverkehr verwendeten Zügen wollen wir mal garnicht reden.
kabelmann (06.10.2009, 14:42 Uhr)
Was lernen wir daraus?
Wenn die Bahn kundenfreundlich, kostengünstig und gut ausgebaut sein soll, dann wird sie schlicht keine Gewinne erwirtschaften können. Und wenn sie das nicht tut, muss sie auch nicht privatisiert werden. Dann können sich unsere Politheinis hinstellen und sagen, dass die Bahn Milliarden an Steuergeldern verschlingt. Tut sie jetzt auch schon, wird sie Privatisiert in Form von Subventionen immernoch tun, aber dann könnte man mit diesem Unternehmen endlich wieder was anfangen
Alexander0815 (06.10.2009, 14:20 Uhr)
Nur noch Auto!
Sobald man mindestens zu zweit ist, rechnet sich eigentlich immer das Auto.

Selbst mit den kompletten KM-(Voll-)Kosten ist man hier günstiger.

Da helfen auch kaum irgendwelche Sonderaktionen, die man sowieso nie dann bekommt, wenn man sie braucht.

Darum, zumindest innerhalb D ausschließlich mit dem PKW, man ist flexibler, günstiger und meistens sogar schneller.
minischlumpf (06.10.2009, 14:17 Uhr)
@ Felice + Kabelmann
Felice, ich wäre froh wenn es hier einen funktionierenden ÖVN gibt. Ich wohne in einer Stadt mit ca. 40' Einwohner, aber die öffentliche Anbindung kann man vergessen. In die nächste, ca. 90 KM entfernte Großstadt bräuchte ich - je nach Uhrzeit - zwischen 2,5 bis 3,5 Stunden einfach.

Kabelmann, der war einfach gut, ich stelle mir das gerade vor *lach*
picatd95 (06.10.2009, 14:14 Uhr)
Konsequenz dank der Bahn...
Ich biete jede längere Fahrt bei einer Mitfahrgelegenheit an und ermögliche es meist Studenten, für ein paar Euro (z.B. 6 Euro Berlin-Schwerin) oder 12 Euro Berlin-Lübeck mitzufahren. Ich biete 3 Komfortsitze in Fahrtrichtung in einem Passat an. Mein bestes Bahnerlebnis: Ich durfte mal im ICE von Köln nach Berlin wie eine Ölsardine stehen direkt am Klo (Platzreservierung damals nicht möglich weil Zug schon von Basel? unterwegs war); und die Bahnpreise Berlin-Lübeck treiben mir die Tränen in die Augen wenn man nicht 6 Monate vorher buchen kann.
felice4711 (06.10.2009, 14:07 Uhr)
Wozu die Aufregung?
Ist doch nix Neues. Jedes Jahr im Dezember werden die Fahrpreise erhöht, das ist schon Ritual. Ihre an den Haaren herbeigezogenen Rechtfertigungen kann sich die Bahn im Grunde in selbige schmieren. Ich hab's mittlerweile satt, mich darüber zu echauffieren, da es für mich eh keine Alternative gibt. Bin auf die S-Bahn angewiesen.
kabelmann (06.10.2009, 13:14 Uhr)
@minischlumpf
Ja, da ist was dran. Wahrscheinlich liegen alle Pressesprecher der Bahn mit Achsenbruch in der Werkstatt
minischlumpf (06.10.2009, 13:08 Uhr)
@ Kabelmann
Vielleicht erinnern Sie sich an die doppelt-gemoppelte Neujahrsansprache?
Könnte nicht hier so ganz aus Versehen die letztjährige Pressemeldung nochmal veröffentlicht worden sein?
Es muss doch überall gespart werden - bestimmt auch beim Papier!
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