Unsere Wirbelsäule hält uns aufrecht, gleichzeitig ist sie biegsam: Ein ausgeklügeltes System aus Wirbeln, Bandscheiben, Bändern und Muskeln macht das möglich.

Knochen an Knochen - und keiner darf aus der Reihe tanzen© Peter Hostermann/Photocase.com
Das Rückgrat bestimmt unsere Haltung und unser Aussehen: Ohne die Wirbelsäule sackten wir zusammen zu einem Knäuel, aus dem nur die Gliedmaßen herausschauen. Dennoch ist die Knochensäule in unserem Rücken nicht starr wie ein Besenstiel: Weil sie aus vielen Wirbeln besteht, die von Bändern und Muskeln zusammengehalten werden, ist sie flexibel: Deshalb können wir uns beugen, strecken und drehen.
Von der Seite betrachtet gleicht dieses Wunderwerk einem doppelten S, das wie eine Schlange im Rücken liegt. Das ist kein Patzer der Evolution, sondern ausgeklügelte Technik: Durch die geschwungene Form federt die Wirbelsäule wie ein Stoßdämpfer Erschütterungen ab. Die Krümmung nach vorne im Hals- und Lendenwirbelsäulen-Bereich nennen Mediziner Lordose, die Kurve nach hinten im Abschnitt der Brustwirbelsäule heißt Kyphose.
Die Wirbelsäule besteht aus fünf verschiedenen Abschnitten: