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6. August 2008, 13:17 Uhr
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Drechsler schließt unwissentliches Doping nicht aus

Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler kann sich vorstellen, während ihrer aktiven Zeit in der DDR von Ärzten ohne ihr Wissen gedopt worden zu sein. In einem Interview mit dem stern räumte die 43-Jährige ein, sie könne "nicht mehr ausschließen", dass Mediziner sie mit illegalen Mitteln behandelt hätten.

"Ich steckte zu tief im System": Olympiasiegerin Heike Drechsler bereut, jahrelang Doping von staatlicher Seite ausgeschlossen zu haben© Uli Deck/DPA

Die zweifache Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler hält es für möglich, dass sie in ihrer aktiven Zeit in der DDR von Ärzten ohne ihr Wissen gedopt wurde. In einem Interview mit dem stern sagte die 43-Jährige: "Ich habe nie wissentlich gedopt. Aber nach den Unterlagen kann ich heute leider nicht mehr ausschließen, dass ich von den Ärzten ohne mein Zutun und Wissen mit illegalen Mitteln behandelt wurde."

Außerdem gesteht sie ein, dass es ein Fehler gewesen sei, jahrelang Doping von staatlicher Seite ausgeschlossen zu haben. Drechsler zum stern: "Ich war damals überfordert. Ich wusste nicht, was mit mir passierte, weil ich selbst zu tief im ganzen System steckte." Im Rückblick sei sie froh, dass sie nach dem Ende der DDR mit ihren Olympiasiegen 1992 und 2000 auch unter einem strengen Doping-Kontroll-System ihr Talent beweisen konnte.

Heike Drechsler, die heute in Aachen und Karlsruhe lebt, schließt ein Comeback als Leichtathletin aus. "Meine Zeit ist vorbei. Ich hatte viele schöne Momente und habe meine Karriere ausgeschöpft. Jetzt ist ein neues Leben."

Die 43-Jährige bestätigte außerdem die Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten, dem ehemaligen Zehnkämpfer Alain Blondel und gestand, neu verliebt zu sein: "Er kommt nicht aus dem Sport und das ist auch gut so."

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KOMMENTARE (3 von 3)
 
olga1805 (07.08.2008, 12:43 Uhr)
Nochmal gut gegangen !
Wunderbar das Sportler, in diesem Fall Schwimmer, erst in Peking im "Deutschen Haus" feststellen ihre Karriere zu beenden. Ein Schelm wer Arges dabei denkt. Nun, ja, bis auf GEN und Insulin ist man fast dran am Doper. Endlich !
olga
Intercity (06.08.2008, 13:30 Uhr)
Da sind noch andere..........
Und wie ist es mit der ehemaligen Superschwimmerin Frau Otto? Wir staunten doch seinerzeit über die mehr als kräftige, muskulöse Kleiderschrankfigur. Das war m.E. auch nicht "astrein".
vegefranz (06.08.2008, 13:14 Uhr)
richtig: nichts ausschliessen
vor allem nicht ausschliessen, daß sie doch wissentlich gedopt hat
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