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"Ewige Helden" auf Vox: Die Besten der deutschen Sportgeschichte treten noch einmal an

Legenden sind sie längst. Nun schickt Vox zehn ehemalige Weltklasse-Sportler in einen Wettbewerb, in dem sie untereinander ausfechten werden, wer der ultimative Champion ist.

"Ewige Helden" auf Vox

Diese Sportler wollen es nochmal wissen: Uschi Disl, Heike Drechsler, Markus Beyer, Lars Riedel, Britta Steffen, Thomas Häßler, Danny Ecker, Nicola Thost, Faris Al-Sultan, Frank Busemann.

Fans des Wintersports kennen Uschi Disl vor allem für zwei Dinge: schießen und Ski laufen. Zwei Goldmedaillen hat die Biathletin bei Olympischen Spielen gewonnen und wurde achtmal Weltmeisterin. Wofür ihre Fans sie eher nicht kennen: eisern auf der Stelle stehen bleiben. Das könnte sich bald aber ändern. Mehr als 15 Minuten lang schafft sie es, das Gleichgewicht auf einer kleinen Wippe zu halten, während ein Duschkopf immer wieder kaltes Wasser über sie regnen lässt.

Diese Qual hat Disl dem Fernsehsender Vox zu verdanken. Der hat sie mit neun anderen ehemaligen Spitzensportlern nach Südspanien geschickt, um unter ihnen den vielseitigsten Athleten zu ermitteln. Legenden sind sie alle, haben in ihren Disziplinen große Siege gefeiert. Nun sucht Vox ab Dienstag (2.2, 20.15 Uhr) in der neuen Abendshow "Ewige Helden" den ultimativen Champion - so als wären Erfolge bei Olympia oder anderen Wettbewerben noch nicht genug.

"Das ist der letzte Wettkampf meines Lebens"

Neben Disl wollen auch Fußballweltmeister Thomas Häßler, Diskus Olympiasieger Lars Riedel, Box-Weltmeister Markus Beyer und die hoch dekorierte Weitspringerin Heike Drechsler wissen, wo die sportlichen Herausforderungen jenseits der aktiven Laufbahn liegen. "Das ist der letzte Wettkampf meines Lebens", erklärt Britta Steffen ihre Motivation zur Teilnahme. Im Schwimmen hat sie in Peking 2006 zweimal Gold gewonnen. Nun wird sie sich mit den Konkurrenten im Bogenschießen messen oder ausfechten, wer aus Felsen und Steinen den höchsten Turm bauen kann. Gewonnen hat derjenige, der nach acht Folgen in der Primetime und insgesamt 25 Prüfungen die meisten Punkte hat.

Dramaturgisch eingesetzte Zeitlupen gehören dabei ebenso zur Inszenierung wie Nahaufnahmen, die dem Zuschauer die Anstrengung und den Ehrgeiz der Teilnehmer vermitteln sollen. "Ich könnte kotzen, hab's total verkackt", ärgert sich an einer Stelle Zehnkämpfer Frank Busemann, als ihm das Spiel mit dem Brettchen und dem Wasser nichts als nasse Hosen einbringt.

Nicht alle Sportler waren sofort begeistert

Nicht alle von ihnen waren direkt von der Idee begeistert: "Ich dachte zuerst: Wenn du da mitmachst, bist du bei 'Big Brother'", verrät Ironman Faris Al-Sultan. Das prominente Starterfeld habe ihn dann beruhigt. Der Sportprominenz ersten Ranges ist es zudem zu verdanken, dass die acht wöchentlichen Episoden eine Art Best-of der jüngeren deutschen Sportgeschichte darstellen. Die Wiederholungen der größten Triumphe und einiger herber Niederlagen haben ihren Reiz vor allem in der Reaktion und dem Mitgefühl der anderen Sportler, die sich die alten Aufnahmen gemeinsam in ihrer WG anschauen.

Fast wie bei Stefan Raab

Ein wenig erinnern die Spiele an die früheren Formate von Stefan Raab, bei denen Sportler und Prominente in Disziplinen gegeneinander antraten. "Bei Raab steht der Spaß an erster Stelle - hier ist es anders", sagt Vox-Unterhaltungschef Kai Sturm. Bei "Ewige Helden" gehe es um das Gewinner-Gen der Kandidaten. "Jeder von ihnen hat die Wettbewerbe richtig ernst genommen, so wie wir uns das von den Spitzenathleten erwartet haben", sagt Sturm.

Mit der Mischung aus Sport und den menschlichen Seiten der Athleten wollen die Programmmacher an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Die Chance, dass sich auch "Ewige Helden" als ähnlicher Glücksgriff erweist wie etwa die Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" oder das musikalische Bäumchen-wechsle-dich-Spiel "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert", stehen gar nicht schlecht.  Das Vorbild aus Belgien beherrscht laut Vox seit 2008 das Abendprogramm in dem Nachbarland. In Skandinavien soll der Marktanteil in Spitzenzeiten sogar bei mehr als 60 Prozent liegen.

 

DPA