Hatte Mona Lisa einen hohen Cholesterinspiegel?

11. Januar 2010, 10:39 Uhr

Das Lächeln der Mona Lisa von Leonardo da Vinci fasziniert Betrachter seit Jahrhunderten und gibt Wissenschaftlern Rätsel auf. Einem italienischen Forscher zufolge ist allerdings etwas ganz anderes an der jungen Dame besorgniserregend: ihr hoher Cholesterinwert.

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Geschwollene Augen? Das könnte auf einen zu hohen Cholesterinwert hindeuten, meint ein italienischer Wissenschaftler©

Lächelt sie, oder nicht? Was betrachtet die junge Dame, die der Maler Leonardo da Vinci im 16. Jahrhundert auf der Leinwand verewigt hat? Viele Fragen ranken sich um den mysteriösen Gesichtsaudruck der Mona Lisa. Eine gänzlich unpoetische Erklärung, warum die Frau auf dem Bild so aussieht, liefert nun der italienische Pathologe Vito Franco von der Universität von Palermo: Mona Lisa hatte einen zu hohen Cholesterinspiegel.

Wie das Magazin "Time" berichtet, will Franco das unter anderem an den geschwollenen Augen erkannt haben. Sie sind dem italienischen Wissenschaftler zufolge ein Anzeichen für Fettsäuren, die sich unter der Haut eingelagert haben und auf einen zu hohen Cholesterinspiegel hindeuten. Auch ein Lipom, einen gutartigen Fetttumor, will der Wissenschaftler an der rechten Hand der Mona Lisa entdeckt haben. "Krankheit gehört zu unserem Körper, ganz ohne übernatürliche oder metaphysische Dimension", sagte der Pathologe der italienischen Tageszeitung "La Stampa". "Die Menschen, die den Künstlern Modell gestanden haben, verraten uns ihre physische Beschaffenheit, ihre verletzliche menschliche Seite."

Seine Ergebnisse hatte der italienische Wissenschaftler im Herbst auf einem Pathologen-Kongress in Florenz vorgestellt. Um die hundert Kunstwerke hat Franco mit dem kritischen Blick eines Mediziners betrachtet - von ägyptischen Skulpturen bis zu zeitgenössischer Kunst. Besonders gern beschäftigt sich der Wissenschaftler mit den Gemälden aus der Zeit der Renaissance. Bei einem von Sandro Botticelli portraitierten jungen Mann mit ungewöhnlich langen Fingern vermutet er eine genetische Bindegewebserkrankung. Auch Michelangelo selbst, der auf Raffaels Gemälde "Die Schule von Athen" zu sehen ist, hat der italienische Pathologe einer Diagnose unterzogen: Die geschwollenen Knie des Meisters könnten durch Nierensteine verursacht sein, sagt Franco.

Die Mona Lisa jedenfalls lächelt auch nach der Diagnose. Vielleicht sogar ein wenig geheimnisvoller als zuvor.

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KOMMENTARE (5 von 5)
 
bayerbienengift (12.01.2010, 09:41 Uhr)
Hatte Mona Lisa Haare auf der Brust?
Ohne den Artikel gelesen zu haben....
Dümmer geht's nimmer!
Maeus (11.01.2010, 16:07 Uhr)
@stern.de
also mal ehrlich: dümmer geht's ja nun echt nicht mehr, als so einen quatsch aufzuschreiben. und nur weil irgendwer anders irgendwelchen schwachsinn schreibt, muss man das doch nicht übernehmen, oder? ihre redaktion sollte sich vor ferndiagnosen ihrer leser hüten, denn die dürften verheerend ausfallen!
Maggus (11.01.2010, 14:53 Uhr)
Ferndiagnose?
Warum ist unser Gesundheitssystem eigentlich so teuer, wenn Diagnosen so einfach sind?
dido07 (11.01.2010, 12:37 Uhr)
Kommt man mit jedem Schmarrn in die Medien?
Zur Zeit wird wirklich jedem Parole nachgeplappert.
Tyndal (11.01.2010, 12:34 Uhr)
Wer bezahlt solche Untersuchungen?
So ziemlich jeder Deutsche kann aus eigener Erfahrung von mindestens einer Fehldiagnose seines Arztes berichten, aber hauptsache die MonaLisa wird die nächste Werbeträgerin für cholesterinsenkende Aufstrichmittel. Da hustet der Maler während seiner Arbeit und nach so vielen Jahren interpretiert das jemand als Fetttumor
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