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Verkehrssicherheit: 3D-Zebrastreifen soll Autofahrer zum Bremsen bringen

Wenn Straßenkünstler einen in 3D gemalten Abgrund auf den Boden zaubern, hüpft der eine oder andere Passant aus Reflex zur Seite. Dieser täuschend realistische Effekt soll jetzt in Form eines 3D-Zebrastreifens helfen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Vorreiter in Deutschland ist Braunschweig.

Ein Fußgänger geht über den ersten 3D-Zebrastreifen Österreichs.

Ein Zebrastreifen mit 3D-Effekt wird möglicherweise demnächst in Braunschweig (Niedersachsen) für mehr Sicherheit für Fußgänger sorgen. 

DPA

Ein paar weiße Balken auf dem Boden, versehen mit grafischen Effekten - und schon sieht es aus, als würde sich auf der Straße ein Hindernis erheben. So sollen Autofahrer zum Bremsen bewegt werden. Bisher wurde das in Deutschland nur selten und für wenige Tage ausprobiert. Braunschweig könnte Vorreiter werden.

Entstehen soll der dreidimensionale Fußgängerüberweg im Stadtteil Lehndorf. Die Saarbrückener Straße ist vielbefahren, vor allem im Berufsverkehr. Außerdem liegt hier eine Bushaltestelle. Viele Fußgänger ärgern sich darüber, wie rücksichtslos die Autofahrer trotz Tempo 30 und eines Zebrastreifens sind.

Braunschweig entscheidet über 3D-Zebrastreifen

Lehndorfs stellvertretender Bürgermeister Frank Schröter hörte immer wieder Klagen von Anwohnern. "Als ich von dem 3D-Zebrastreifen hörte, dachte ich, dass das doch eine gute Möglichkeit wäre", sagt der promovierte Ingenieur, der am Institut für Verkehr und Straßenbau der TU Braunschweig arbeitet. Am Mittwoch entscheidet der Stadtbezirksrat über einen entsprechenden Antrag des Grünen-Politikers.

Beim ADAC findet Schröters Idee Anklang. "Alles, was die Aufmerksamkeit erhöht, ist gut für die Verkehrssicherheit", sagt eine Sprecherin des niedersächsischen Landesverbands. Dass abruptes Bremsen vor Schreck das Risiko für Auffahrunfälle erhöht, hält man beim ADAC für unwahrscheinlich. 

Island ist Vorreiterland für die "schwebenden Balken"

Ausprobiert wurde die Idee für die 3D-Zebrastreifen unter anderem in Island. Dort ist das Projekt nur mittelmäßig erfolgreich - die Autofahrer hätten sich schnell an den neuen Zebrastreifen gewöhnt, sagte der Erfinder der Technik, Ralf Trylla, der "Braunschweiger Zeitung". Vor allem Touristen fänden den außergewöhnlichen Überweg aber super.

3D-Zebrastreifen birgt auch Schwächen

Im vergangenen November importierte die Stadt Linz in Österreich die Idee für ihre Straßen. Aber auch hier hat man Probleme: Erstens entfalte der Streifen nur aus einer Fahrtrichtung seine Wirkung, erklärt der Linzer Verkehrs-Stadtrat Markus Hein. Zweitens verpuffe der Effekt bei Nacht und bei Nässe. Drittens erkenne man den 3D-Effekt nur aus nächster Nähe und viertens nur bei geringer Geschwindigkeit.

Hein glaubt deshalb nicht, dass der 3D-Zebrastreifen zur Verkehrssicherheit beiträgt. "Am besten wirkt der Zebrastreifen auf Fotos. Für uns in Linz ist das eher ein lustiger Marketing-Gag", resümiert FPÖ-Mann Hein. 

Schröter: "Wir müssen es einfach ausprobieren"

In Deutschland denken dagegen neben Braunschweig auch andere Städte über den Einsatz von 3D-Fußgängerüberwegen nach. "Wir müssen es einfach ausprobieren", hält Lehndorfs Vize-Bürgermeister Schröter den Kritikern entgegen.

Der Zebrastreifen sei schnell gemalt und nicht viel teurer als ein normaler. Und wenn die 3D-Balken nicht funktionieren, könne man sie ja auch wieder überpinseln.

she / DPA

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.