AUTO Flotter Partner aus Fernost


Schon auf der IAA funkelte auf dem Hyundai-Stand die neuste Ausgabe des Coupés aus Korea. Bereits im März wird der flache Koreaner bei den Händlern stehen.

Schon auf der internationalen Automobilausstellung (IAA) funkelte auf dem Hyundai-Stand die neuste Ausgabe des Coupés aus Korea. All die Bewunderer dürfen sch freuen, bereits im März wird der flache Koreaner bei den Händlern stehen.

Auffälliger Vorgänger

Gute zwei Jahre ist es her, dass die Hyundai-Designer Hand an eines der traditionellsten Modelle des Hauses legten. Ende 1999 wurde das ehemalige S-Coupé seinem »S« beraubt und mit diversen designerischen Kanten, Ecken und Bögen versehen. Ein echter Hingucker, zweifelsohne, doch so richtig haben wollte die breite Masse das Coupé nicht. Jetzt, 10 Jahre nach Einführung der Marke Hyundai und des S-Coupés, haben sich die Koreaner wesentlich umsichtiger daran gemacht, das Coupé fit für den europäischen Markt zu machen.

Dezenter Charme

Ein Großteil der Bögen, Falten und Spoiler mussten einem klaren, von Understatement geprägten Design weichen. Geblieben sind die lange Motorhaube, die massive und hohe Schulterlinie und wuchtige Seitenschweller. Einzige Spielerei, die dem flotten Hyundai noch zugestanden wird, sind Kiemen hinter den vordern Radhäusern. Die sind inzwischen zwar auch nicht mehr neu (der Mercedes SL sorgt damit schon seit einiger Zeit für neidvolle Blicke), verleihen dem sportlichsten alles Hyundais aber doch einen gewissen Charme.

Markante Front

Statt aus kleinen, tief in die Front eingelassenen Gucklöchern, blicken die Coupé-Schweinwerfer jetzt hinter großen Klarglas-Scheiben auf die Straße. Ebenfalls unter die Rubrik »Schick, aber nicht notwendig« fallen die beiden verchromten Auspuffendrohre. Sie teilen sich die Aufmerksamkeit am ansonsten schlichten Heck mit einer winzigen Spoilerlippe an der oberen Kofferraumkante.

Mehr Platz

Wie bei so ziemlich jeder Neuauflage, kommt auch das neue Hyundai Coupé nicht mit weniger Platz aus. Gegenüber seinem Vorgänger wächst der Hyundai gleich um fünf Zentimeter in der Länge. Daraus resultiert ein etwas längerer Radstand, der es nun auch den Passagieren im Fond erlauben soll, ihre Beine im 2+2-Sitzer ohne übelste Verrenkungen unterzubringen.

Mehr Power

Ein großes Manko, vor allem bei europäischen Fahrern, war bisher die Coupé-Motorisierung. Bisher stand lediglich ein recht raues, aber durchzugsschwaches Zweiliter-Vierzylinder-Triebwerk mit 136 PS (100 kW) zur Verfügung. Damit blieb das Coupé seinem sportlichen Äußeren immer den entsprechenden Leistungsnachweis schuldig. Im neuen Hyundai wird zwar auch weiterhin das 136 PS-Motörchen treue Dienste leisten, Unterstützung ist jedoch schon unterwegs. Für die rechte Betriebsamkeit unter der Motorhaube soll in Zukunft ein 2,7 Liter-Motor sorgen, der seine Kraft aus sechs Töpfen schöpft. 167 PS (123 kW) liefern die sechs, V-förmig angeordneten Zylinder an die Vorderachse aus. Das macht den Hyundai immer noch nicht zum Supersportler, dafür aber zum geduldigen Partner aus Fernost, der auch den kurzen Ampelspurt nicht scheut.

Von Jochen Knecht


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