HOME

AUTO: Geheime Prunkschlitten

Wenn die neue Mercedes S-Klasse ab 2005 um die Kurve fährt, schwenken zwei der zehn Scheinwerfer zur Seite und leuchten, je nach Lenkradeinschlag, vorsorglich um die Ecke.

Dieser Knüller wird nur bei Nacht sichtbar sein: Wenn die neue Mercedes S-Klasse ab 2005 um die Kurve fährt, schwenken zwei der zehn Scheinwerfer zur Seite und leuchten, je nach Lenkradeinschlag, vorsorglich um die Ecke.

Alle neuen Autos im Erlkönig-Archiv

Auch im Heck gibt es einen Hingucker, den Kofferraumdeckel. Was Schwaben-Fans erst kürzlich beim neuen BMW-7er als stilistischen Bayern-Schmarren belächelt haben, präsentieren wohl auch die Stuttgarter: Die Heckklappe des künftigen Flagg-schiffs wirkt wie ein aufgesetzter Bürzel.

High Tech am Fahrzeughimmel

Andere Novitäten des kommenden Stern-Kreuzers sind zwar weniger spektakulär, aber nicht minder wegweisend. Beispielsweise in der Mittelkonsole die zentrale Bedien- und Anzeige-Einheit namens »Comand«. Ein Minibildschirm mit Knöpfen für Audio-, Navigations- und Kommunikationssysteme drum herum - mit Internetzugang und verbesserter Sprachsteuerung. High Tech wird auch den Fahrzeughimmel des Mercedes-Spitzenmodells krönen - ein elektrochromatisches Dach. Per Knopfdruck trübt sich eine riesige Glasscheibe über den Köpfen als Sonnenschutz milchig trüb ein oder wird, umgekehrt, wieder klar. So was kostet freilich Aufpreis.

Im Griff der Elektronik

Völlig im Griff der Elektronik wird ebenfalls der nächste Audi A8 sein, der im Herbst 2002 kommen wird und bei dessen Blechkleidentwurf offenbar die Marschrichtung galt: »Keine Experimente.« Ein bisschen mehr Chrom dort, aber ansonsten eher ein alter Bekannter. Im Innenraum dafür supermoderne Kommunikationselektronik. Schalterzentrale ist ein Dreh-Drück-Knauf auf dem Mitteltunnel.

Dreistes Manöver: Instant Karma: Dieser ungeduldige Fahrer überholt das falsche Fahrzeug

Neue Großkatze

Optisch noch unspektakulärer als der nächste große Audi wird sich Jaguars neue Großkatze XJ im Sommer 2003 an die Konkurrenz anschleichen. Traditionelle Formen wie gehabt, jedoch mehr Platz im Innenraum. Der Pfiff steckt in seiner Vollaluminium-Bauweise. Dadurch soll der elegante Brite ein Leichtathlet unter den Schwergewichten von nur 1,5 Tonnen werden.

Was Wolfgang Reitzle, Chef der Jaguar-Mutter Premier Automotive Group, in Sachen Elektronik für seinen Prestige-Lulatsch plant, lässt sich ahnen. Denn Reitzle hat zu seiner Zeit als BMW-Entwicklungschef (bis Februar 1999) den neuen 7er entscheidend geprägt.

Ein High-Tech-Schmankerl jedoch wird zuerst der nächste Audi A8 bieten: Fahrererkennung per Fingerabdrucksensor.

Von Peter Weyer und Harald Kaiser

Fotos von Schulte-Design

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity