HOME

AUTO: stern: Merkel wünscht Wiedergutmachung

Über Angela Merkels Frisur lässt sich trefflich streiten. Das weiß wohl kaum jemand besser als die CDU-Vorsitzende selbst.

Über Angela Merkels Frisur lässt sich trefflich streiten. Das weiß wohl kaum jemand besser als die CDU-Vorsitzende selbst. Der jüngste Änderungsvorschlag für Merkels Haarpracht kommt jedoch nicht von einem Top-Stylisten, sondern von den Werbern des Autovermieters Sixt. In doppelseitigen Anzeigen wirbt das Unternehmen mit dem Konterfei Merkels für seine Cabriolets.

Entschädigung

Angela Merkel will nicht juristisch gegen ihren Einsatz als Werbefigur durch den Autovermieter Sixt vorgehen. Dem stern teilte Merkel mit, dass sie sich aber als symbolische »Wiedergutmachung« eine Cabrio-Fahrt wünsche. Der Autovermieter Sixt hatte der Politikerin für eine Cabrio-Anzeige eine Sturmfrisur verpasst. Die Politikerin kommentierte das Werbemotiv mit den Worten: »Ich sehe das gelassen.«

Cabrio-Erstkontakt

Außerdem gestand Merkel dem stern, dass sie noch nie im Cabrio gefahren sei. »Aber ich finde, Frau Sixt könnte mich als «Wiedergutmachung» einmal zu einer Cabriofahrt einladen«, sagte die CDU-Chefin. Merkel erklärte, dass sie sich daran gewöhnt habe, dass man sich über ihren Haarschnitt lustig mache. Die Anzeige von Sixt sei dabei »sicherlich ein Gag der intelligenteren Sorte.«

Modisch

»Lust auf eine neue Frisur?«, wird die CDU-Chefin auf der ersten Seite der Anzeige gefragt, die sie in altbekanntem Outfit zeigt. Schon eine Seite weiter stehen ihr dann die Haare wild nach allen Seiten ab - so, wie es nach einer Cabriofahrt sein könnte. »Das ist modisch«, sagt Bernhard Lukas, Geschäftsführer der für die Anzeige verantwortlichen Hamburger Werbeagentur Jung von Matt. Für das Porträt wurde einfach der Schopf eines in der Agentur arbeitenden Praktikanten abfotografiert. »Wir hoffen, damit die Aufmerksamkeit zu erregen.«

Ausgleichende Gerechtigkeit

Auf den Humor der Christdemokraten hatte Lukas gehofft. Jetzt könne die Anzeige auch in anderen Medien verbreitet werden. Zudem sei die Aktion als »ausgleichende Gerechtigkeit« zu verstehen. Vor drei Jahren hatte Sixt ungefragt mit dem Bild des damaligen sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Gerhard Schröder für ein Navigationssystem geworben und bei einigen Genossen für Verstimmung gesorgt. Erst zwei Jahre ist es her, dass Sixt eine Unterlassungserklärung abgab, mit Ministerporträts zu werben. Schließlich, so teilte das Bundespresseamt damals mit, sei ungenehmigte Werbung mit Bildern auch von Personen der Zeitgeschichte grundsätzlich unzulässig.

Sollte Angela Merkel den Sixt-Werben dankbar sein? Diskutieren Sie im stern.de-Forum.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.