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AUTO: Volles Rohr für die brennende Leidenschaft

Sie sind Feuer und Flamme für ihre verrückten Vehikel, um die sich ihr Leben dreht und in die sie jede Mark stecken. Regelmäßig treffen sich die Freaks der deutschen US-Car-Szene zu Auto-Orgien. Der ganze Aufwand dient nur einem Zweck - der Selbstdarstellung. Denn bei so viel Show kann keiner wegsehen.

Elvis sitzt im Auto und haut rein. Bleifuß bis zum Bodenblech - im Leerlauf. Das Achtzylinder-Aggregat jault in der Mittagshitze, die Nadel des Drehzahlmessers zuckt hin und her. Dumpf bollernd bahnen sich Abgasschwaden ihren Weg durch die vier Auspuffrohre am Heck des Feuervogels.

Und dann dies: Mit einem gewaltigen Fauchen entlädt sich die Power in zwei meterlangen Stichflammen. Synchron zu jedem Flammenschwall brüllt es immer wieder »Fire!« aus riesigen Lautsprechern.

Der Hit von Techno-Star Scooter untermalt das merkwürdige Szenario. Sekundenlang geht das so. Dann ist Stille. Nur noch der Kerosingeruch in der Luft erinnert an das Spektakel.

Mobile Hähnchenbraterei

Doch die Ruhe dauert nicht lange. Das Publikum brüllt vor Freude und applaudiert tosend. Das schmeichelt Elvis. Ein Lächeln, das sich rasch in ein breites Grinsen verwandelt, macht sich in seinem Gesicht breit.

Moderator Otto Meyer-Spelbrink schnappt sich das Mikrofon, wandert auf der riesigen Showbühne um den Boliden herum und sagt: »Hallo, Freunde, seht euch dieses Supersahneteil an, eine mobile Hähnchenbraterei, streunende Haustiere können damit wahlweise medium oder rare gegrillt werden.«

Mekka für Aufmotzer

Die Zuschauer auf Hamburgs Heiligengeistfeld sind aus dem Häuschen. Die Nationals Tour des »Street Magazine«, dem deutschen Fachblatt für amerikanische Fahrzeuge, macht an diesem Wochenende Station in der Hansestadt.

Für zwei Tage wird der Platz zwischen Reeperbahn und St. Pauli-Stadion zum Mekka für die Aufmotzer. Hunderte dieser Ungetüme füllen das riesige Areal.

Wortwörtlicher Firebird

Ein Star dieser schillernden Szene ist Thorsten Schäfer, 35, den alle wegen seiner Vorliebe für »The King« Elvis nennen. Seit einem Jahr begeistert der Hamburger mit seinem fahrenden Flammenwerfer die Meute.

Eigentlich blieb ihm auch gar nichts anderes übrig, als seinen Hobel genau so umzubauen. Denn der Name, den der Wagen vom Werk mitbekommen hat, ist Programm: Pontiac Firebird TransAm.

Was niemand sonst in Deutschland fährt

»Auf Amis hatte ich schon immer Bock, und mein Traum war es, mit 24 so ein Ding zu haben, das niemand sonst in Deutschland fährt«, erzählt der Elvis-Darsteller mit glänzenden Augen.

Den Firebird hat er vor elf Jahren für 15 000 Mark gebraucht gekauft - noch im Originalzustand. Doch schon 1978 begann seine Leidenschaft für den 250 PS starken turbogeladenen Achtzylinder.

Das ausgekochte Schlitzohr

Damals war Schäfer zwölf und hatte den Burt Reynolds-Film »Ein ausgekochtes Schlitzohr« gesehen. Der Streifen gab den Kick, denn Reynolds bretterte mit einem pechschwarzen TransAm über die Highways.

Etwas später kam noch mal ein Schub - durch den Film »Grease« mit John Travolta. Schäfer: »Da hab ich zum ersten Mal ein Flammenauto gesehen. Geil, war mein Gedanke, so was will ich später auch haben.«

Flammenwerfer als Muss

Seit 1996 hat er mit Hilfe eines Bekannten den nunmehr 20 Jahre alten Schlitten fast komplett umgebaut. Chromfelgen, walzenartige Hochgeschwindigkeitsbreitreifen, königsblaue Lackierung mit riesigem Airbrush-Adler auf der Motorhaube, Nebelwerfer, Hydraulik-Fahrwerk und eine Edelstahlauspuffanlage wurden in Eigenregie realisiert.

Doch nur der Flammenwerfer bringt's wirklich. Neun Monate wurde entwickelt und geschraubt, bis die erste Flamme aus den ofenrohrbreiten Pötten zischte.

»Alltagstauglich«

Schäfer erzählt, wie das geht: »Per Knopfdruck wird ein Gemisch aus Pressluft und Kerosin eingespritzt und mit einer Gasflamme im Auspuffendrohr entzündet.« Die notwendige Gaskartusche und der Kerosintank (fünf Liter) sind im Kofferraum untergebracht.

Mit abgeschaltetem Flammenwerfer fährt er das Ding auch im Alltag. Freudestrahlend berichtet er von erschrockenen Passanten, die sich wegen des höllischen Lärms nach seinem TransAm umdrehen, obwohl er noch 20 oder 30 Meter hinter ihnen ist. Und im Rückspiegel sieht er wilde Handbewegungen und Kopfschütteln.

Ein Leben für den Wagen

Urlaub hat er schon lange nicht mehr gemacht, »im Winter wird gebaut, und im Sommer fahre ich lieber den Ami als nach Spanien«. Das Auto, laut einem Gutachten etwa 60000 Mark wert, steht bei ihm im Mittelpunkt.

Dass »mich die Mädels und meine Eltern für verrückt halten«, stört ihn nicht. Hauptsache, Thorsten kann auf den zahlreichen Treffen Elvis sein, der in löchrigen Jeans steckt, stilgerecht ein Flammen-Shirt trägt und dazu die Firebird-Tätowierung auf dem Oberarm.

Ohne Straßenverkehrsordnung

»Ungefähr 100000 Zuschauer und 7000 Fahrzeuge haben wir auf den sieben Veranstaltungen in Berlin, Hamburg, Nürnberg, München, Hannover, Liechtenstein und Hockenheim gezählt«, summiert Veranstalter Darius Klapp stolz.

Seit 1990 gibt es die Nationals Tour, die ihren jährlichen Saisonhöhepunkt auf dem Schützenplatz in Hannover feiert. Die Stars der US-Car- und Bike-Szene, nicht nur aus Deutschland, treffen sich hier; aber für 15 Mark Eintritt kann auch jeder Fahrer eines Spießerautos oder sonstige Besucher eine Prise dieser Welt schnuppern.

Die Straßenverkehrsordnung ist auf dem abgesperrten Gelände außer Kraft, andernfalls könnten TÜV-Prüfer hier eine Orgie im Stilllegen von Autos feiern.

Mit Go-Gos auf die Bühne

Wer will, kann sich mit seinem Gefährt auf der Showbühne Szene-Kultmoderator Meyer-Spelbrink und dem Publikum stellen. Fachkundig und mit flotten Sprüchen wird jedes Fahrzeug von dem Mann mit der großen grünen Sonnenbrille unter die Lupe genommen. Leicht bekleidete Go-Go-Tänzerinnen dirigieren die Fahrzeuge auf die Bühne und bewegen sich dazu im Beat der 70er-Jahre.

Pokal fürs Ego

In unterschiedlichen Klassen treten die teilweise bizarr umgebauten Wagen zum Schönheitswettbewerb an. Etwa in der Custom Car-Klasse. Das sind die Schlitten, deren Karosserieform individuell verändert worden ist.

Oder die Hot-Roder, die ganz tief über die Straße schrubben. Der Besitzer des Besten oder des Schönsten bekommt einen Pokal. Der steigert das Selbstwertgefühl und macht den Besitzer bekannter.

Hörschaden inklusive

Anders sind die Anforderungen in der Kategorie »Best Sound«. Da geht es um den Angriff auf das Trommelfell.

Das ist etwas für das Schmuckstück von Andreas Rohde, wenngleich sein Chrysler LeBaron auf den ersten Blick ein eher zurückhaltendes Fahrzeug ist: breitere Reifen, Alufelgen und ein selbst gefertigter Kühlergrill mit seinen Initialen. Doch die Ohren werden durch hämmernde Techno-Beats und wummernde Basstöne strapaziert.

Konzertsaal auf Rädern

Zum Schau-Stück wird der 300-PS-Hobel, wenn Andreas per Fernbedienung das Verdeck und den Kofferraum öffnet: Car-Hi-Fi soweit das Auge reicht. Boxen, Subwoofer und Endstufen füllen den Kofferraum.

Dolby Surround, Dolby Digital, Farbfernseher mit DVD-Anschluss. Man könnte meinen, vor einem fahrenden Kino zu stehen. Die Leistung der Stereoanlage? So um die 4000 Watt.

»Der eine sammelt Briefmarken, der andere frisiert Autos«, kommentiert der groß gewachsene Kurierfahrer mit Goldkette seinen Spleen. Sagt's und beugt sich ins Fahrzeuginnere, um eine neue CD in seine 45 000 Mark teure Musikanlage einzulegen.

Stacheldraht gegen Neugierige

Zwei Meter neben Andreas steht eine Absperrung aus Stacheldraht. »Lebensgefahr! Betreten strengstens verboten!« Wer sich dennoch nähert, wird von einer voluminösen Stimme gebremst.

Schwarzes Muskel-Shirt, Glatze, dunkle Sonnenbrille. Lachend steht Wolf hinter einem. Wolf alias Wolfgang Jänicke aus Schwerin hat sein Monster, einen Chevrolet Blazer, gegen neugierige Hände umzäunt.

Mehr unter als im Wagen

»Seit 1996 täglich« hat der in Diensten einer Sicherheitsfirma stehende Mann an seinem höher gelegten Auto gebastelt. Lackiert ist der Riese in militärischem Olivgrün.

Wolf: »Bevor das mit der DDR zu Ende ging, hab' ich schnell noch 20 Kilo Lack von der Nationalen Volksarmee mitgenommen.« Im Übrigen liege er mehr unter dem Chevrolet, als dass er ihn fahre. Er meint damit den Verschleiß der Achsen, das zwölfte Paar ist drin.

Einfach unbeschreiblich

Etwas stören ihn auch die hohen Benzinpreise. »Bei 30 Litern auf 100 Kilometern ist das ein einziges Hinundherfahren zwischen Tankstelle-Bank-Tankstelle-Bank.«

Doch wenn er einmal rollt, dann ist es »einfach unbeschreiblich«, sagt Wolf, der in seinem Campingklappstuhl lümmelt und den Rummel um seinen Chevy auf dem Heiligengeistfeld genießt.

50 Liter auf 100 Kilometer

Über die ausgeprägte Versoffenheit von Wolfs Auto kann Werner Crössmann nur lächeln. Sein 1979er Chevrolet Camaro Blown 500, mit dem er auf der Nationals Tour in Nürnberg posiert, verlangt 20 Liter mehr.

Aber er fährt ihn ja nicht so viel. Auch nicht hierhin. Crössmann schont sein Gefährt und schleppt es auf einem Hänger zur Show.

Das Auto als Familie

Will er mal Spaß haben, dann hört er's rauschen: 50 Liter jagen auf 100 Kilometer durch die Vergaser. Reichweite: höchstens 110 Kilometer. Das geht tierisch ins Geld.

Und als Lkw-Fahrer hat er's halt nicht so dicke. Andererseits wusste er, dass die 803 Pferde, die der Achtzylindermotor aus 8,3 Liter Hubraum entwickelt, nun mal gewaltig der Hafer sticht.

Der Monstermotor wurde von ihm entwickelt und verchromt. Es ist bereits der vierte, erzählt der Brummi-Mann. Immer nur schrauben. Seit zwölf Jahren. Familie? »Nein, hab ich nicht.« Keine Zeit.

Nachwuchs dabei

Andere hingegen nutzen gerade solche Treffen für einen Familienausflug. Alle sind dabei, wenn der Papa seine Leidenschaft vorführt, es wird gezeltet und gepicknickt.

Schon früh wird der Nachwuchs mit dem Hobby vertraut gemacht. Auf Mini-Motorrädern jagen die Jüngsten, stilecht in Cowboystiefeln, löcherigen Jeans und natürlich einem Shirt mit amerikanischer Flagge, zwischen den ausgestellten Fahrzeugen über den Asphalt.

Fiesta mit Flügeltüren

Vielleicht hat sich so die ausgeprägte Auto-Meise bei Mario Jandric eingenistet. Oder wie kommt man sonst auf den Gedanken, einem 1300er Ford Fiesta Flügeltüren zu verpassen?

14 Monate hat es gedauert, bis der Wagen um 33,5 Zentimeter verlängert, das Dach um sieben Zentimeter »gechopt« (niedriger) und das Ganze in einen Pick-Up verwandelt war. Rennauspuff, gesteigerte Motorleistung, tiefer gelegtes Sportfahrwerk und Ledersitze sind normal.

Penibel schrieb der 34-jährige Wetzlarer auf, wie viele Stunden er in die Verwandlung des Autos investiert hat: 1763. »Man muss Perfektionist sein, sonst klappt so was nicht«, sagt er.

Seit 13 Jahren peppt er Fiestas auf. Dazu kam es, weil Jandric neben einem Ford Autohaus wohnte - wobei man einschränken muss, dass der Fiesta kein reiner Ami, sondern ein Kölner ist. Weil aber die deutsche Ford-Niederlassung Tochter einer US-Mutter ist, wird der Flügel-Fiesta von der Gemeinde akzeptiert.

Von der Brille bis zum Toilettendeckel

Die Brille mit blauen Gläsern (geschliffen!) in Form des Chevrolet-Emblems, die Chevy-Fan Thilo Schwaiger stolz trägt, wird dagegen allgemein bewundert. »Die gibt es nur einmal auf der Welt«, sagt er. Seine Schwester ist Optikerin und hat sie ihm zum Geburtstag angefertigt.

Buden mit Hamburgern und Hot-Dogs versorgen in Nürnberg die Hungrigen. Amerikanisch ausschauende Jacken, Shirts und Mützen, alles ist zu finden, von der Country-CD aus Texas bis hin zum Toilettendeckel mit Chevrolet-Symbolen.

Würfel für Raser

Verkaufsschlager sind kleine bunte Würfel aus Stoff, die für 15 Mark als Set angeboten werden. Kaum ein Fahrzeug, in dem die »Fuzzy Dices« nicht am Innenspiegel baumeln.

Sie sind ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, als Kampfpiloten sich die Klötze als Glücksbringer ins Cockpit hängten. In den fünfziger Jahren waren die Dinger dann auch in den Straßenkreuzern zu sehen.

Wer sie am Innenspiegel hängen hat, verrät, dass er allzeit bereit ist zu einer kleinen Raserprüfung. Etwa von Ampel zu Ampel.

Zwischen Freundin und Cadillac

Michael Baba mit seinem Cadillac Coupé DeVille von 1960 hat andere Sorgen. Er weiß nicht so recht, wen er mehr liebt, sein Auto oder Freundin Jenny. Obwohl die Blondine längst zurückgesteckt hat: »Das Auto ist schließlich älter als ich.«

Doch El Loco (der Verrückte), so wird der Kfz-Mechaniker wegen seiner durchgeknallten Ideen genannt, will's nicht so recht akzeptieren oder vielleicht auch nur nicht entscheiden. Er könnte ja beiden wehtun.

Vaterunser gegen Bodenwellen

Sein Auto besitzt ein Hydraulik-Fahrwerk, das das Coupé bei Bedarf in einen Lowrider verwandelt. Per Knopfdruck lässt sich die Straßenlage so verändern, dass der Caddy tief duckend über den Asphalt schnüffelt. So weit unten ist jede noch so kleine Bodenwelle Gift für den Straßenkreuzer.

So was muss mit allen Mitteln erhalten werden. Auch mit Hilfe von oben. Dafür haben die dem Autofimmel Verfallenen eigens ein Vaterunser der V8-Cruiser gedichtet, das sie am Ende dieser Treffen gerne gen Himmel richten: »Cruiser unser, geheiligt werde dein Big Block, deine Beschleunigung komme, deine Geschwindigkeit geschehe, auf der Autobahn sowie auf der Landstraße. Unser täglich Super gib uns heute. Und vergib uns unsere Flammrohre, sowie auch wir vergeben den japanischen Blechkisten. Führe uns nicht in Polizeikontrollen, sondern erlöse uns von den TÜV-Beamten, denn dein sind die Pferdestärken, Cubic Inches, Vergaser und offene Luftfilter, vom Start bis zum Ende. Amen.«

Von Christian Gebhardt

Fotos von Jürgen Gebhardt

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.